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Bevölkerungsentwicklung: Doch kein Babyboom in Deutschland

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Geburtenentwicklung  

Doch kein Babyboom in Deutschland

07.04.2009, 12:29 Uhr | sca, dapd

Ein neugeborenes Maedchen liegt am 2. Jan. 2007 im Auguste-Victoria-Klinikum in Berlin in ihrem Bett.Ein neugeborenes Maedchen liegt am 2. Jan. 2007 im Auguste-Victoria-Klinikum in Berlin in ihrem Bett. (Bild: AP)Keine Spur von Babyboom: Nach einem leichten Anstieg der Geburtenzahl in Deutschland im Jahr 2007 sind im vergangenen Jahr doch wieder etwas weniger Babys zur Welt gekommen. Die Zahl der lebend geborenen Kinder ging 2008 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent zurück. Mit rund 675.000 Babys wurden rund 8.000 weniger geboren als 2007. Gleichzeitig starben 20.000 Menschen mehr als 2007, so dass sich das Verhältnis von Geburten- und Todeszahlen verschlechterte. #

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Von der Leyen hatte Anstieg verkündet

Damit liegt das vorläufige Jahresergebnis unterhalb der Schätzung von etwa 680.000 bis 690.000 Geburten, die die Behörde Anfang des Jahres veröffentlicht hatte. Die Schätzung sei auf Grundlage der bis dahin verfügbaren Angaben erfolgt, erklärte das Bundesamt. Grund für die nun niedrigere Geburtenzahl sei die jetzt erkennbare schwächere Geburtenentwicklung in den letzten Monaten des Jahres 2008. Mitte Februar hatte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen verkündet, der positive Trend zu mehr Kindern habe sich auch 2008 fortgesetzt, und hatte dies auch ihrer Familienpolitik zugeschrieben. Dabei hatte sie sich allerdings nur auf Zahlen für die Monate Januar bis September gestützt. Sie hatte berichtet, besonders Frauen zwischen 30 und 40 Jahren bekämen mehr Kinder. Sie sah einen Mentalitätswandel, weil junge Menschen das Gefühl hätten, sie würden als Eltern nicht allein gelassen.

Einbruch im Oktober

Kurz danach hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass im Oktober 2008 die Geburtenzahl deutlich eingebrochen sei. Dieser Trend setzte sich fort, so dass die Geburtenentwicklung im vergangenen Jahr insgesamt rückläufig gewesen sei.

Zahl der Todesfälle stieg

Während die Geburtenzahl 2008 zurückging, stieg die Zahl der Todesfälle um 20.000 Fälle oder 2,4 Prozent auf 844.000. Damit wurden im vergangenen Jahr 168.000 weniger Kinder geboren als Menschen verstarben. Dieser Saldo aus lebend geborenen Kindern und Sterbefällen hatte 2007 nach vorläufigen Ergebnissen bei minus 141.000 gelegen.

Geburtenrate noch nicht bekannt

Keine Aussagen seien derzeit zur sogenannten Geburtenrate möglich, also der Zahl der Babys pro Frau, und zum Alter der Mütter. Dies kann das Bundesamt voraussichtlich erst im August sagen, wenn die endgültigen Zahlen vorliegen. Sie können sich bis dahin noch nach oben oder nach unten leicht verändern.


2006 Tiefpunkt seit Kriegsende

2006 war mit 673 000 Geburten der Tiefpunkt seit Kriegsende registriert worden. Im ersten Nachkriegsjahr 1946 waren noch 922 000 Kinder zur Welt gekommen. 2007 hatte es nach Jahren des Rückgangs erstmals wieder mehr Geburten gegeben.


Zahl potentieller Mütter geht zurück

Bevölkerungsstatistiker verweisen darauf, dass wegen des Altersaufbaus der Gesellschaft die Zahl der potenziellen Mütter seit 1998 kontinuierlich zurückgeht. Nach einem internationalem Index sind dies Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren. Wegen der niedrigen Geburtenzahlen vor 2007 wird diese Frauengruppe in den nächsten 15 Jahren erheblich sinken.

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