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Weniger Mütter - aber geburtenfreudiger

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Geburtenrate  

Weniger Mütter - aber geburtenfreudiger

06.05.2009, 14:48 Uhr | iri, AFP, Spiegel Online

Seit 2007 nimmt die Geburtenrate stetig zu.Seit 2007 nimmt die Geburtenrate stetig zu. (Bild: Imago)Trotz des Rückgangs der Neugeborenenzahlen im vergangenen Jahr ist Deutschland insgesamt geburtenfreudiger geworden. Zu diesem Schluss kommt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer neuen Studie. Danach nimmt die Zahl der gebärfähigen Frauen zwar ab, doch sie bekommen seit 2007 im Schnitt mehr Kinder. Vor allem städtische Regionen und die neuen Bundesländer profitieren von den leicht gestiegenen Kinderzahlen. Diese Entwicklung verläuft laut dem Diskussionspapier zeitgleich mit der Einführung des Elterngeldes, was die Wissenschaftler durchaus als kleinen Erfolg der neuen Familienpolitik werten.

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Elterngeld war nur "Strohfeuer"

Nach Einführung des Elterngeldes war die Geburtenzahl 2007 um etwa 10.000 auf rund 683.000 gestiegen. Erstmals seit Jahren stieg auch die durchschnittliche Kinderzahl je Frau, die sogenannte "Fertilitätsrate", von 1,33 im Jahr 2006 auf 1,37. Doch bereits 2008 lag die Zahl der Neugeborenen wieder um etwa 8000 unter dem Vorjahresniveau. Kritiker werteten deshalb das Elterngeld als "Scheinerfolg" oder "Strohfeuer".


Trendumkehr 2007

Der Rückgang der Kinderzahlen hat nach Angaben des Bevölkerungs-Instituts allerdings primär einen ganz anderen Grund: Weil die sogenannten "Babyboomer", die etwa ab 1955 geboren wurden, allmählich das Alter verlassen, in dem Frauen Kinder bekommen können, sinkt seit Jahren die Zahl potenzieller Mütter in Deutschland. Bei gleichbleibender Fertilität muss deshalb auch die jährliche Zahl der Neugeborenen abnehmen. Die Trendumkehr im Jahr 2007 ist deshalb nach Ansicht der Wissenschaftler "ein Zeichen für eine gestiegene Fertilität", trotz des leichten Rückgangs der Geburtenzahl 2008.

Zahl der Geburten 2008 gestiegen

Um die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau für 2008 zu berechnen, fehlen noch die statistischen Daten. Für ihre Studie ermittelten die Wissenschaftler deshalb einen Trend, der sich aus der Zahl der jährlichen Geburten je 1000 Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 44 Jahren ergibt. Nach dieser Rechnung ist die Zahl der Geburten je 1000 in dieser Gruppe auch 2008 weiter leicht gestiegen - auf 43,3 im Vergleich zu 43,1 Kinder im Jahr 2007. Damit hätte sich der mögliche Elterngeldeffekt im Jahr 2008 laut Studie fortgesetzt.

30jährige Frauen am gebärfreudigsten

Die meisten Kinder bekommen hierzulande die 30-Jährigen: 97 Kinder je 1000 Frauen. Auch bei den Mittdreißigern hat die Zahl der Geburten stark zugenommen: Während 2001 nur 54 Kinder je 1000 Frauen im Alter von 35 Jahren geboren wurden, waren es 2007 bereits 68 Kinder. Damit brachten die 35-jährigen Frauen 2007 mehr Kinder zur Welt als die Frauen im Alter von 25 Jahren und doppelt so viele Kinder wie 21-jährige Frauen.

Vor allem in Städten und Ostdeutschland Geburtenanstieg

Der "Kleine Erfolg" der neuen Familienpolitik - so der Titel des Diskussionspapiers - werde dadurch zwar nicht statistisch beweisbar. Aber die Zahlen seien kaum anders zu deuten, betonen die Experten. Insgesamt seien die Kinderzahlen vor allem dort gestiegen, wo mehr Frauen berufstätig sind - also tendenziell in den Städten und in Ostdeutschland.

Westdeutschland auf bundesdeutschen Mittelwert abgesunken

Die Verteilung der Kinderzahlen im Jahr 2007 zeigt demnach keine Ost-West-Unterschiede mehr. Zum einen haben die ostdeutschen Landkreise nach dem Geburtenknick direkt nach der Wende bei der Familiengründung aufgeholt. Zum anderen scheinen traditionelle Familienverhältnisse - Mann im Erwerbsleben, Frau im Familiendienst - in den ländlichen Regionen des Westens langsam aber sicher an Bedeutung zu verlieren. Die westdeutschen Landkreise mit vormals hoher Kinderzahl sind demnach fast alle auf den bundesdeutschen Mittelwert abgesunken. Auch in diesen Regionen sind Frauen immer häufiger erwerbstätig, die Betreuungsangebote für Kinder sind aber noch nicht so gut ausgebaut wie in den Städten.

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