16.11.2012, 19:18 Uhr | iri; rev, t-online.de
In der Schwangerschaft sollten Frauen ihr Piercing besser raus nehmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Körperschmuck wie Piercings, künstliche Fingernägel, Tätowierungen oder auch Botoxbehandlungen sind beliebt. Aber was ist, wenn eine Frau schwanger wird? Muss sie dann alle Piercings und die Kunstnägel entfernen? Hier können Sie nachlesen, was riskant und was völlig ungefährlich ist.
Volle Haare, glänzende Haut, größere Brüste - viele behaupten, eine Schwangerschaft wirke besser als jede Schönheitsbehandlung. Tatsächlich sorgt vor allem der veränderte Hormonhaushalt für genau diesen Effekt. Trotzdem gibt es Frauen, die auch während ihrer Schwangerschaft nur ungern auf körpererschönernde Maßnahmen wie Piercings, Tattoos, Intimrasur, künstliche Fingernägel oder Haare färben verzichten wollen.
Einiges davon ist vollkommen unbedenklich, anderes sollte nur mit Vorsicht geschehen oder weggelassen werden. Beispielsweise wird eine Frau keinen seriösen Tätowierer finden, der bereit ist, sie trotz Schwangerschaft zu tätowieren. Denn die Farben, die hierfür benutzt werden enthalten Schwermetalle, die über das Blut der Mutter leicht zum ungeborenen Kind gelangen. Selbst für Schwangere, die bereits ein Tattoo haben, könnten Schwierigkeiten entstehen. So weigern sich manche Anästhesisten Frauen, die ein sogenanntes "Arschgeweih" haben, bei der Geburt eine Periduralanästhesie (PDA) zu geben, da die Punktionsnadel, die zwischen die Lendenwirbel geschoben wird, Farbpigmente in den Körper transportieren könnte.
Ähnlich verhält es sich bei Piercings: In der Schwangerschaft sollten keine neuen dazu kommen und auch ältere Piercings sollten schon zu Beginn der Schwangerschaft herausgenommen werden. Durch die hormonellen Veränderungen erhöht sich die Entzündungsgefahr und allergische Reaktionen, selbst gegen Metalle, die bisher vertragen wurden, sind möglich. Gerade beim Bauchnabelpiercing besteht die Gefahr, dass das Loch durch das Wachstum des Bauches reißt. Zudem können Piercings im Bauchnabel die Ultraschalluntersuchungen beeinträchtigen.
Doch nicht alles, was Frauen bisher für ihres Äußeres getan haben, wird mit einer Schwangerschaft plötzlich zum absoluten No-Go. So ist zum Beispiel eine Intimrasur unbedenklich. Solange es der Bauchumfang zulässt, ist Rasieren und Wachsen auch in der Schwangerschaft kein Problem. Durch die hormonell bedingt bessere Durchblutung kann es höchstens eher zu blauen Flecken kommen und das Wachsen oder Epilieren könnte schmerzhafter als gewohnt sein.
Auch Frauen mit Brustimplantaten brauchen in der Schwangerschaft keine Bedenken haben. Das Wachsen der Brüste durch Wassereinlagerungen, Fett und die Reifung der Milchdrüsen wird weder durch die Implantate beeinträchtigt noch führen sie dazu, dass sich die Position und Struktur der "falschen Brüste" verändert.
Anders verhält es sich beim Färben der Haare. Viele Frauen verzichten in der Schwangerschaft darauf - und wahrscheinlich aus gutem Grund. Gegen gelegentliches Färben haben Mediziner zwar nichts einzuwenden, allerdings besteht bei chemischen Farben die Gefahr, dass Substanzen in den Organismus des ungeborenen Kindes gelangen. Darauf deutet auch eine Studie von Heidelberger Forschern hin, die bei Frauen, die sich in der Schwangerschaft die Haare gefärbt hatten, Spuren von Chemikalien in der Muttermilch und im Fettgewebe der Babys nachweisen konnten. Wie groß die gesundheitliche Belastung durch das Färben tatsächlich ist, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Wer sicher gehen will, lässt das Haare färben in der Schwangerschaft also ganz bleiben oder greift auf rein pflanzliche Haarfarben zurück.
Genauso sollten Schwangere beim Einsatz künstlicher Fingernägel vorsichtig sein. Sie sollten auf keinen Fall Acrylnägel verwenden, denn diese sind - im übrigen auch für Nicht-Schwangere - aufgrund ihrer chemischen Substanzen gesundheitlich fragwürdig. Stattdessen sollten die Frauen auf die besser verträglichen Gelnägel ausweichen und auch beim Lackieren nur Nagellack aus Reformhäusern benutzen.
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