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Mehrlingsgeburten: Zwillinge durch Reproduktionsmedizin im Trend

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Mehrlingsgeburten  

Zwillinge im Trend

15.05.2009, 11:35 Uhr | mmh; iri; ots

Mehrlingsgeburten: Zwillinge durch Reproduktionsmedizin im Trend. Zwillinge sind "in".

Zwillinge sind "in". (Bild: Archiv)

Zwillinge sind im Trend, auch in Deutschland. Das bestätigt Professor Doktor med. Klaus Diedrich, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universitätsklinik Lübeck. Diese Zunahme ist jedoch keine Laune der Natur, sondern liegt an den verschiedenen Verfahren der Reproduktionsmedizin.

Wunschkind mit Risiko

So sorgt zum Beispiel eine Hormonbehandlung dafür, dass in einem Zyklus mehr als ein Ei heranreift. Mediziner können das per Ultraschall sehen und raten von einer Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt ab. "Manche wünschen sich jedoch bereits seit längerer Zeit ein Kind und lassen es darauf ankommen", bedauert er. "Sie sind sich aber über die Risiken einer Mehrlingsschwangerschaft leider nicht im Klaren."

Künstliche Befruchtung und Hormone als Grund

Auch bei einer sogenannten künstlichen Befruchtung im Reagenzglas kann es zu einer Mehrlingsschwangerschaft kommen, da Mediziner mehrere Eizellen entnehmen. Zwei oder drei Embryonen setzt der Arzt anschließend in die Gebärmutter ein. "In vielen anderen Ländern darf der Arzt einen Embryo auswählen, der die beste Chance hat, sich zu einem Kind zu entwickeln", erläutert Diedrich. "Hier verbietet das der Gesetzgeber."

Diskussion um das Embryonenschutzgesetz

In Deutschland gibt es nach wie vor starke Diskussionen um die Gewinnung und Verwendung embryonaler Stammzellen aus der in-vitro-Fertilisation, vor allem zwischen Wissenschaftlern, die sie für Forschungen verwenden wollen, um in der Heilung schwerer Krankheiten neue Heilungsmöglichkeiten zu entwickeln und Kritikern, die ethische Bedenken haben. In Deutschland ist es nach dem Embryonenschutzgesetz verboten, menschliche Embryonen für Forschungszwecke herzustellen, zu klonen oder zu zerstören. Das Forschen an importierten Stammzellen ist unter Auflagen möglich. Im Nachbarland Österreich dagegen ist die Forschung an importierten embryonalen Stammzellen nach geltendem Recht ohne Einschränkungen erlaubt, auch das therapeutische Klonen. Verboten ist jedoch die Gewinnung von embryonalen Stammzellen.

Risiken bei einer Mehrlingsschwangerschaft

Bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es oft zu vorzeitigen Wehen beziehungsweise Frühgeburten, im Schnitt werden Zwillinge etwa fünf Wochen vor dem errechneten Termin geboren, meist per Kaiserschnitt. Schwangerschaftskomplikationen wie beispielsweise Wassereinlagerungen, hoher Blutdruck, Schwangerschaftsdiabetes und -vergiftung treten häufiger auf als bei "Ein-Kind-Schwangerschaften", auch Totgeburten kommen sechsmal öfter vor.

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