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Schwangerschaft  

Zahl der Frühgeburten gestiegen

06.10.2009, 11:01 Uhr | dapd, dpa

Schwangerschaft: Zahl der Frühgeburten steigt weltweit.Schwangerschaft: Zahl der Frühgeburten steigt weltweit. (Bild: Imago)Die Zahl der Frühgeburten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mittlerweile kommt jedes 14. der jährlich knapp 700.000 in Deutschland geborenen Babys nach einer Schwangerschaftsdauer von weniger als 37 Schwangerschaftswochen zur Welt, etwa 8000 Frühchen sogar nach weniger als 30 Wochen. Normal sind 40 Wochen. Weltweit sind es mehr als eine Million toter Babys durch Frühgeburten. Jedes zehnte Baby kommt laut einer Studie vorzeitig auf die Welt, in Industrienationen ist die Rate kaum niedriger als in Entwicklungsländern.



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Zahl der Frühgeburten gestiegen

Die Zahl der Frühgeburten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mittlerweile kommt jedes 14. der jährlich knapp 700.000 in Deutschland geborenen Babys nach einer Schwangerschaftsdauer von weniger als 37 Schwangerschaftswochen zur Welt, etwa 8000 Frühchen sogar nach weniger als 30 Wochen. Normal sind 40 Wochen.


Mehrlingsgeburten und Diabetes

Die Zunahme hat verschiedene Ursachen. Ein Grund ist die ebenfalls deutlich gestiegene Zahl der Mehrlingsgeburten nach künstlicher Befruchtung. Bereits bei Zwillingsgeburten steigt die Rate deutlich, Drillinge oder gar Vierlinge werden immer zu früh geboren. Außerdem gibt es immer mehr Frauen mit viel Übergewicht und Schwangerschafts-Diabetes. Auch psychische Belastungen, starkes Rauchen und das gestiegene Durchschnittsalter wirken sich nachteilig aus.

Sterberate gesunken

Gleichzeitig ist dank der großen Fortschritte in der Intensivpflege die Sterberate von Frühchen innerhalb von 15 Jahren von acht auf fünf pro 1000 gesunken. Bereits Kinder, die nach 24 Schwangerschaftswochen und mit einem Geburtsgewicht von nur 500 Gramm das Licht der Welt erblicken, haben eine reelle Überlebenschance. Etwa ein Drittel der extrem kleinen Frühchen zeigen jedoch später Entwicklungsstörungen.

Komplikationen bei Geburt

Mehr als zwei Millionen Babys und Mütter sterben weltweit pro Jahr an Komplikationen während der Geburt. Dies geht aus einer Studie hervor, die auf einem Kongress des Internationalen Verbandes für Gynäkologie und Geburtshilfe in Kapstadt veröffentlicht wurde. An der Untersuchung beteiligten sich die Organisation Save the Children, die Gates Foundation und die Johns Hopkins University in den USA in Zusammenarbeit mit Ermittlern in Dutzenden Ländern. Der Erhebung zufolge werden mehr als eine Million Babys tot geboren, weitere 904.000 sterben kurz nach der Geburt. Außerdem sterben jährlich mehr als 210.000 Mütter bei der Geburt ihres Kindes. Allein drei Viertel der Todesfälle werden laut der Untersuchung in Afrika und Südasien registriert. Als eine der Hauptursachen der Todesfälle bei Geburten nennen die Forscher Armut. Weltweit gibt es der Studie zufolge pro Jahr rund 136 Millionen Geburten.

Weltweite Situation

"Spiegel online" zitiert die aktuelle Studie der US-Organisation March of Dimes, nach der jedes zehnte Baby als Frühchen, nämlich vor der 37. Woche zur Welt kommt. Insgesamt werden weltweit pro Jahr 130 Millionen Kinder geboren. Mehr als eine Million der zur früh geboren Babys stirbt laut dieser Studie noch im ersten Lebensmonat. Die Studie bezieht sich auf Daten der Weltgesundheitsorganisation. Danach werden mehr als 85 Prozent aller Frühgeburten in Entwicklungsländern geboren, in Afrika sind es jährlich vier Millionen Baby, so "Spiegel online", das seien 11,9 Prozent aller Geburten in Afrika. In Asien liege die Quote bei 9,1 Prozent, das entspricht wegen der hohen Bevölkerungsdichte fast sieben Millionen Frühgeburten pro Jahr.

Auch Industriestaaten betroffen

Industriestaaten sind fast genauso stark betroffen wie Entwicklungsländer, so zitiert "Spiegel online" die Studie. In den USA und Kanada liege der Anteil der Frühgeburten bei 10,6 Prozent. In den USA ist die Rate in den letzten 25 Jahren um 36 Prozent gestiegen, Schuld sei vor allem das höhere Alter der Schwangeren, also über 35 Jahre neben der gestiegenen Zahl der künstlichen Befruchtungen, die oft Mehrlingsschwangerschaften bedeuten.

Folgen einer Frühgeburt

Frühchen entwickeln sich oft völlig normal. Viele jedoch tragen ein höheres Risiko für chronische Krankheiten, Kinderlähmung, Blindheit oder Lernbehinderung, so heißt es in der Studie. Einige der Risiken könnten mit einfachsten Mitteln reduziert werden. "Spiegel online" zitiert Joy Lawn von der südafrikanischen Organisation "Save The Children", sie nennt Malawi und Uganda als Beispiele. Hier würden Mütter ihre Babys traditionell auf dem Rücken festbinden, wenn sie zu Fuß unterwegs seien. Inzwischen werde den Frauen beigebracht, die Neugeborenen stattdessen an Brust oder Bauch unter den Kleidern zu tragen und sie so mit Körperwärme zu versorgen.



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