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"1001 Verbote in der Schwangerschaft": Buchtipp für werdende Mütter

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Buchtipp  

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit

16.10.2009, 14:54 Uhr | iri

Welcher und wie viel Sport ist in der Schwangerschaft erlaubt?Welcher und wie viel Sport ist in der Schwangerschaft erlaubt? (Bild: Imago)Schaut man sich als werdende Mutter so um, oder verkündet, dass man ein Kind erwartet, geht es schon los mit Tausenden Tipps, Unkenrufen, Verboten und Pseudowissen. Jeder weiß am besten, was für die Schwangere unbedingt nötig oder absolut zu vermeiden ist. Das Ergebnis ist nur, dass viele Frauen zutiefst verunsichert sind und die Schwangerschaft als einzige große Gefahr erleben. Was steckt wirklich hinter all den Verboten?

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Sport

In der Schwangerschaft Sport zu treiben und etwas für die körperliche Fitness zu tun, ist eine gute Idee. Aber hier gilt: Nicht zuviel und vor allem in gemäßigtem Tempo. Joggen, Schwimmen oder Radfahren beispielsweise sind Sportarten, die körperlich fit machen, aber bei denen man sich nicht zu sehr verausgabt. Ganz abzuraten ist von Tauchen, denn dabei entstehen kleine Gasbläschen im Blut, die normalerweise über die Lungen ausgeschieden werden, beim Fötus ist dies allerdings noch nicht möglich. Ebenfalls problematisch sind Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr, wie Reiten oder Inline-Skaten, denn dann besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Plazentaablösung.

Kaffee, schwarzer Tee und Cola

"Koffein-Junkies" sollten sich während der Schwangerschaft zurückhalten, maximal 300 Milligramm pro Tag sind in Ordnung. Das entspricht circa drei Tassen Kaffee, sechs Tassen Tee oder vier Gläsern Cola täglich. Das Hauptrisiko bei zu hohem Koffeinkonsum ist ein niedrigeres Geburtsgewicht des Babys.

Fleisch und Fisch

Werdende Mütter sollten kein rohes Fleisch zu sich nehmen, statt blutig oder rosa sollte es immer gut durchgebraten sein, sonst besteht die Gefahr einer Toxoplasmose-Erstinfektion. Eine Toxoplasmose-Infektion kann beim ungeborenen Kind zu einem sogenannten Wasserkopf, einer Gehirnentzündung und Leberentzündung führen. Schwangere, die ganz sicher gehen wollen, können sich bei ihrem Arzt auf Antikörper testen lassen. Wenn sie bereits Antikörper haben, besteht keine Gefahr für den Fötus. Auch bei Fisch sollten werdende Mütter vorsichtig sein, denn einige Sorten wie beispielsweise Schwertfisch, Marlin oder Thunfisch können mit Quecksilber belastet sein, was sich schädlich auf das Nervensystem des Babys auswirkt.

Rohmilch-Käse

Rohmilch-Produkte enthalten Listerien, also Bakterien, die eine sogenannte Listeriose auslösen können. Listeriose ist eine Lebensmittel-Infektion, die vor allem für alte und ganz junge Menschen, aber auch für Ungeborene gefährlich werden kann. Die Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität gibt auf ihrem Merkblatt zur Vermeidung einer Listeriose in der Schwangerschaft folgende Nahrungsmittel als besonders risikobehaftet an: Wurstaufschnitt, Salami, Wurst- und Fleischpasteten, Speisen, die nach dem Kochen lange (mehr als 24 Stunden) aufbewahrt wurden, rohes Fleisch (Tartar), vorgefertigte Sandwiches, angebrochene Mayonnaisen und Salatdressings, rohe Milch und deren Produkte, Weichkäse wie Romadur, Roquefort, Camembert, Brie (vor allem die Rinde davon), Frischkäse (Ricotta, Feta), Muscheln und andere Meeresfrüchte.

Arbeiten

Mit wachsendem Bauch wird das Arbeiten immer anstrengender. Auch Bürotätigkeiten gehen schwerer von der Hand, denn durch das lange Sitzen am PC, meist in unbequemer Position, tut der Rücken schnell weh. Hier hilft es, zwischendurch immer mal aufzustehen und sich etwas zu lockern. Bei starken Beschwerden kann eventuell auch mit dem Chef über eine Kürzung der Arbeitstage beziehungsweise der täglichen Stunden verhandelt werden. Der Gesetzgeber hat durch das Mutterschutzgesetz den werdenden Müttern während der Schwangerschaft und in den Monaten nach der Geburt sowieso einen besonderen arbeitsrechtlichen Schutz zu gewähren.


"Auf das eigene Gefühl und den Instinkt verlassen"

"1001 Verbote in der Schwangerschaft" (Bild: Goldegg Verlag GmbH)"1001 Verbote in der Schwangerschaft" (Bild: Goldegg Verlag GmbH) Über 2500 Schwangerschaften und Geburten hat die Gynäkologin und Geburtshelferin Dr. Imma Müller-Hartburg bereits betreut und stößt dabei immer wieder auf die selben Fragen und Unsicherheiten. "Ich bin durchaus davon begeistert, was die Medizin alles entdeckt und umgesetzt hat und wie sie in vielen Fällen helfen kann. Trotzdem denke ich, dass sie in manchen Bereichen etwas über das Ziel hinausschießt. Je länger ich schwangere Frauen betreue, desto mehr habe ich den Wunsch, mich mit meinen Ratschlägen ein bisschen zurückzuziehen, um die Frauen merken zu lassen, wie viel Gefühl und Instinkt sie selbst besitzen und wie viel das Vertrauen auf eben diese Gefühle helfen kann, eine Schwangerschaft positiv zu erleben."

"Tipps und Tricks, die man besser ignoriert"

In der nunmehr bereits dritten Auflage ihres herzerfrischend anderen und erfolgreichen Buchs "1001 Verbote in der Schwangerschaft. Tipps und Tricks, die man besser ignoriert" widmet sie sich ehrlich und in aller Offenheit allen wirklich wichtigen Fragen und räumt auf mit falschen Verboten und Vorurteilen.

Was ist wirklich wichtig?

Die ärztliche Direktorin des St. Josef Krankenhauses in Wien bezieht in ihrem Buch auch Stellung und fasst die heiklen Eisen, wie Fehlgeburten, Sicherheitsdenken und Ängste der Ärzte oder den immer populärer werdenden "Wunschkaiserschnitt" kritisch an, und schildert, die Möglichkeiten einer "ambulanten Geburt" - die weit mehr ist als nur die Möglichkeit nach der Geburt nach Hause zu gehen. Ihr Buch beschäftigt sich damit, was für Schwangere wirklich wichtig ist, beschränkt sich bewusst auf ausgewählte Themen, die ihrer langjährigen Erfahrung nach die eigentlichen Probleme berühren und birgt gerade deshalb viel Diskussionsstoff. Müller-Hartburgs Ziel ist es, die Frauen zu beruhigen, sie zu animieren, sich wieder mehr auf das eigene Gefühl beziehungsweise den Instinkt zu verlassen und sie die neun Monate als wunderschöne Zeit erleben zu lassen.

Müller-Hartburg, Imma: 1001 Verbote in der Schwangerschaft. Goldegg Verlag 2009. 19,80 Euro.

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