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"Deutschland wird schwanger": Jenseits der Schamgrenze - Sat.1 zeigt Geburt

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"Deutschland wird schwanger"  

Qualen im Kreißsaal: Doku-Soap kennt keine Scham

23.11.2009, 15:15 Uhr | rev / as, t-online.de

Für die Reality-Soap "Deutschland wird schwanger" dokumentierte Sat.1 ein Jahr lang das Leben von 100 Paaren, die keinen größeren Wunsch haben als ein Baby zu bekommen. In der inzwischen vierten Folge der Kinderwunsch-Show stand vor allem die Geburt von Melanies und Jörgs Kind im Mittelpunkt - das bereits sechste Wunschkind der beiden. Die Zuschauer wurden dabei einmal mehr mit hautnahen Kamera-Einstellungen unterhalb der Schamgrenze konfrontiert. Die Gleichung Tabubruch gleich Quote scheint für Sat.1 aber nicht aufzugehen.

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Hilflosigkeit im Kreißsaal

Mutter Melanie ist stolz darauf, dass sie bisher jedes ihrer fünf Kinder auf natürlichem Weg auf die Welt bringen konnte. Nun steht die Geburt von Kind Nummer sechs an: Nachdem im Krankenhaus festgestellt wurde, dass Melanie zu wenig Fruchtwasser und zu hohen Blutdruck hat, soll das Baby bereits in der 37. Woche geholt werden. Die Wehen werden künstlich eingeleitet. Doch auch nach vielen Stunden öffnet sich der Muttermund nicht. Kind und Mutter sind zunehmend gestresst. Und auch beim Zuschauer stellt sich angesichts der Bilder keine Entspannung ein. Melanie ist nach 15 Stunden Wehen kaum noch ansprechbar und auch ihr Mann Jörg und Melanies beste Freundin, die ebenfalls dabei ist, müssen vollkommen hilflos zusehen, wie sie leidet.

Tabubruch bringt keine Quote

Es sind 15 Stunden vergangen und der Muttermund öffnet sich weiter nur langsam. Doch Melanie will auf keinen Fall einen Kaiserschnitt und gibt nicht auf. Nach 18 Stunden ist es dann geschafft: Amy Summer, 2360 Gramm bei 46 Zentimetern, ist geboren. Die Zuschauer sehen, wie das Baby während einer Wehe herausrutscht und unter dem nackten Unterleib - der teilweise verzerrt gezeigt wird - von Mutter Melanie liegt. Wie bereits in den vorangegangen Folgen der Sendungen, in denen unter anderem ein Kaiserschnitt hautnah ausgestrahlt wurde, scheint eine Schamgrenze kaum noch zu bestehen. Die Zuschauer werden mit expliziten Darstellungen von Geburt, künstlicher Befruchtung oder operativen Eingriffen geschockt. Eine sensible Auseinandersetzung mit dem für viele Paare so wichtigem Thema Kinderwunsch rückt dabei in den Hintergrund. Die Zuschauer honorieren die kalkulierten Tabubrüche nicht. Gerade einmal 0,53 Millionen schalteten am Montag um 22.15 Uhr die vierte Folge ein, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen liegt damit bei mageren 5,3 Prozent.

Paare brauchen einen "Plan B"

Auch bei Marion und Guido aus Niedersachsen liegen die Nerven blank: Nach der Totgeburt ihres Sohnes und einigen vergeblichen Versuchen wieder schwanger zu werden, steht nun die letzte von der Krankenkasse mitfinanzierte künstliche Befruchtung bevor. Um mit dem psychischen Druck besser umgehen zu können, wendet sich das Paar an eine Psychologin. Dabei stellt sich heraus, dass Guido seine Gefühle nicht richtig zulässt und viel in sich hinein frisst. Die Psychologin erklärt, dass es wichtig ist, dass ein Paar auch einen "Plan B" hat, falls sich der Kinderwunsch nicht erfüllt. Eine Vorstellung, die Marion nicht wahrhaben will.

Babyglück und mehr

Drei Monate später hat Marion trotzdem ihren "Plan B" gefunden: Sie hat sich selbstständig gemacht und eine Babykollektion entworfen, die sie stolz und glücklich macht. In Erinnerung an den verstorbenen Sohn heißt die Kollektion "Niko". Man merkt deutlich, dass es dem Paar besser geht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Beim dritten Versuch hat es geklappt. Marion ist in der elften Woche schwanger. Ob die Geburt angesichts der geringen Quoten noch im TV zu sehen sein wird, darf bezweifelt werden. Für Marion und Guido sicherlich kein Verlust.

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