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Ungewöhnliche Geburtsorte: Wo überall Babys geboren werden

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Geburtsorte  

Auf Klassenfahrt, im Schnee, im Postamt: Die ungewöhnlichsten Geburtsorte

30.03.2011, 10:42 Uhr | nak; rev, dpa

Ungewöhnliche Geburtsorte: Wo überall Babys geboren werden. An welchem Ort ein Kind zur Welt kommt, steht manchmal vorher nicht fest. (Bild: Imago)

An welchem Ort ein Kind zur Welt kommt, steht manchmal vorher nicht fest. (Bild: Imago)

"Und auf einmal ging alles sehr schnell...". Nicht selten trifft schwangere Frauen der Beginn einer Geburt unvorbereitet. Obwohl sich Geburten oft über mehrere Stunden hinziehen, gibt es immer wieder Fälle, bei denen die Wehen viel früher und ungeplant einsetzen. Auch das seltene Phänomen der Sturzgeburt, einer ungewöhnlich schnellen Geburt, führt manchmal zu Überraschungen. Dann ist das wie und wo schnell nebensächlich.

Zwölfjährige bringt auf Klassenfahrt Baby zur Welt

Der neueste Fall: Eine zwölfjährige Niederländerin hat völlig überraschend während einer Klassenfahrt ein Baby geboren. Die Schülerin klagte plötzlich über heftige Bauchkrämpfe. Die Besatzung eines Rettungswagens erkannte die beginnende Geburt und half, ein gesundes Mädchen zur Welt zu bringen. Das teilte der medizinische Hilfsdienst in Groningen, der Heimatstadt der jüngsten Mutter der Niederlande, mit. Die Kinderschutzbehörde erstattete Anzeige gegen unbekannte Erwachsene. Das Mädchen sei erst elf Jahre alt gewesen, als sie schwanger wurde.

Weder die Zwölfjährige, noch deren Eltern oder andere Menschen in ihrer Umgebung wollen von der Schwangerschaft etwas bemerkt haben, sagte ein Sprecher des Hilfsdienstes. "Es war für sie alle offenbar eine ganz große Überraschung." Mutter und Tochter seien noch im Krankenhaus, es gehe aber beiden gut. Die Jugendfürsorge und andere Hilfsorganisationen würden sich um die Teenager-Mama und ihr Kind kümmern.

Sexueller Missbrauch nicht ausgeschlossen

Zum Vater gebe es bislang keine Informationen, sagte die Direktorin der Kinderschutzbehörde, Marie-Louise van Kleef, die sexuellen Missbrauch nicht ausschloss. "Es ist bislang unklar, ob möglicherweise Erwachsene eine Rolle gespielt haben." Sicherheitshalber sei bei der Polizei Anzeige erstattet worden. Sex mit der Zwölfjährigen wäre nach niederländischem Recht in jedem Fall strafbar, sofern der Beteiligte älter als 16 ist, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Die Eltern der Klassenkameraden des Mädchens wurden schriftlich über das "ungewöhnliche Klassenfahrtsereignis" in der vorigen Woche sowie die weiteren Maßnahmen der Behörden informiert. An welchem Ort sich die Geburt genau ereignete, wollten die Helfer nicht mitteilen. Aus Rücksicht auf die Betroffenen sei die Öffentlichkeit zudem erst mit einigen Tagen Verzögerung informiert worden.

Im Hubschrauber

Nur kurz zuvor gab es einen anderen Fall von einer überraschen Geburt: Auf einem Hubschrauberflug von Österreich nach Bayern ist die kleine Janine zur Welt gekommen. Der Traunsteiner Rettungshubschrauber "Christoph 14" war auf dem Rückflug von einem Einsatz im Raum Altötting, als die Rettungsleitstelle in Salzburg dringend einen Notarzt anforderte. Im österreichischen Ostermiething stehe eine Geburt bevor. Die Retter änderten den Flugplan, um die Frau mit einsetzenden Wehen aufzunehmen. Doch die kleine Janine hatte es eilig: Kurz nach dem Start setzte die Geburt ein.

Der Pilot landete nach Angaben der Bundespolizei auf einem Acker bei Taching im Kreis Traunstein, wo die Kleine das Licht der Welt erblickte. Nur acht Minuten alt startete die Neugeborene zu ihrem ersten Flug zum Klinikum Traunstein. Dort wurden Mutter und Kind schon auf der Kinderstation erwartet. Immer wieder kommen Kinder an äußerst ungewöhnlichen Orten zu Welt, wie auch die folgenden Beispiele belegen.

Im Schnee

Im Dezember 2008 entdeckten kanadische Polizisten bei einer nächtlichen Patrouille eine Frau, die ihnen blutend und laut schreiend entgegen lief. Die 27-Jährige zog ihren Pullover hoch und zeigte ein Neugeborenes. Wenige Minuten später brachte sie im Schneeregen ein zweites Kind zur Welt.

Auf dem Bürgersteig

Ähnlich verlief die Geburt eines Jungen im September 2009 auf dem Bürgersteig in Sachsen-Anhalt. Passanten hatten eine 25-Jährige auf dem Gehweg liegend entdeckt und waren zunächst von einer Verletzten ausgegangen. Sie riefen den Rettungsdienst, mit dessen Hilfe die Frau ihr Kind gesund zur Welt brachte.

In der Toilette des Postamtes

In Österreich gebar eine 40-Jährige ihren Sohn auf der Toilette eines Postamtes. Wie die Frau den Ärzten sagte, hatte sie von ihrer Schwangerschaft "keine Ahnung" und die damit verbundenen Beschwerden auf "beginnende Wechseljahre" zurückgeführt. Als sie im Postamt stechende Schmerzen im Unterleib verspürte, ging sie zur Toilette, wo sie das Kind im Sommer 2004 binnen weniger Minuten zur Welt brachte.

Auf der Straße

Zu den Klassikern der ungewöhnlichen Geburtsorte gehört die Niederkunft im Auto. So hat im September 2001 ein 33 Jahre alter Vater auf der Autobahn 6 bei Neuenstein bei der Geburt seines vierten Kindes selbst als Geburtshelfer agiert. Die Eltern waren auf dem Weg zum Frauenarzt von den einsetzenden Wehen überrascht worden.

In der Luft

Nur 40 Minuten nach dem Start begannen die Wehen einer 29 Jahre alten Frau aus Kamerun auf dem Flug aus ihrer Heimat in die Schweiz. Da ein Arzt und eine Krankenschwester an Bord waren, beschloss der Pilot, die Reise fortzusetzen. So erblickte das Mädchen im Juli 2000 in mehreren Tausend Metern Höhe das Licht der Welt.

Im Schnellzug

Seltener sind Geburten in Eisenbahnen: Auf der Fahrt von Paris nach Brüssel gebar eine Frau ihre Tochter im Mai 2009 im Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Für das kleine Mädchen gab es eine lebenslange Freikarte als Geburtstagsgeschenk.

Auch eine 22-jährige Französin hat in einem TGV-Hochgeschwindigkeitszug zwischen Paris und Bordeaux ein Kind zur Welt gebracht. Das kleine Mädchen wurde nach Angaben der Feuerwehr ohne Probleme geboren. Ein Arzt und zwei Krankenschwestern, die eigentlich als Passagiere in dem Zug saßen, halfen bei der Geburt. Rettungskräfte waren erst zur Stelle, als schon der Kopf des Babys zu sehen war.

Der Zug wurde für etwa eine halbe Stunde angehalten. Zur Geburt schenkte die französische Bahn SNCF dem neugeborenen Mädchen einen Freifahrt-Pass. Bis zu seiner Volljährigkeit darf es alle TGV-Züge sowie die französischen Téoz-Fernzüge und die Lunéa-Nachtzüge gratis benutzen.

Auf dem Wasser

Im Fall einer Frau aus Borkum scheint der starke Wellengang der Nordsee die Geburt beschleunigt zu haben. Die werdende Mutter war Ende 2007 mit einem Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf dem Weg zur Entbindung ans Festland, als bereits die Wehen einsetzten. Nach der Überfahrt kam das Baby bereits im Hafen zur Welt.



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