Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft >

Hebamme: Was zahlt die Krankenkasse?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Hebammenleistungen  

Hebammenhilfe - was zahlt die Krankenkasse?

12.01.2010, 11:21 Uhr | nak, t-online.de

Hebamme: Was zahlt die Krankenkasse?. Hebamme misst Körpergröße eines Neugeborenen.

Die Arbeit einer Hebamme ist sehr vielseitig. (Bild: dpa)

Was macht eigentlich eine Hebamme? Brauche ich sie zur Nachsorge oder kann sie mir schon während der Schwangerschaft helfen? Viele Schwangere haben den ersten Kontakt zu einer Hebamme erst im Geburtsvorbereitungskurs, etwa acht Wochen vor dem Geburtstermin. Was viele nicht wissen: Die Hebammenhilfe kann schon von Beginn der Schwangerschaft in Anspruch genommen werden. Stillende Mütter haben sogar bis zum Ende der Stillzeit Anspruch auf Hebammenhilfe.

In der Schwangerschaft

Eine Hebamme berät Sie ganz persönlich, entweder in einer Hebammenpraxis, bei Ihnen zu Hause oder telefonisch. Ein frühzeitiger Kontakt, von Anfang an, ermöglicht Ihnen persönliche Begleitung und kontinuierliche Unterstützung in dieser besonderen Situation. Die Beratung umfasst alle die Schwangerschaft und Geburt betreffenden Fragen, wie zum Beispiel Pränataldiagnostik, Ernährung, Sexualität in der Schwangerschaft. Aber auch Mutterschutzvorschriften, Fragen über soziale und finanzielle Hilfen, Haushaltshilfe, Wahl des Geburtsortes und die Vorbereitung der Geschwisterkinder sind Themen, mit denen die Hebamme sich auskennt.

Schwangerenvorsorge

Hebammen können auch die Mutterschaftsvorsorge durchführen. Diese Untersuchungen werden genau wie beim Gynäkologen im Mutterpass dokumentiert. Hierzu gehören die allgemeine Beratung, Urin- und Blutuntersuchungen, Gewichts- und Blutdruckmessungen, Feststellen der Lage und Größe Ihres Kindes, Kontrolle der Herztöne Ihres Kindes und Fragen zum Allgemeinbefinden. Wenn Sie einen Ultraschall wünschen oder dies medizinisch notwendig ist, überweist die Hebamme Sie zu einer Arztpraxis oder in die Klinik.

Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden

Bei Schwangerschaftsbeschwerden und Vorwehen kommt die Hebamme auch zu Ihnen nach Hause. Schwangerschaftsbeschwerden können zum Beispiel Schmerzen, Ängste und Nöte sein, die mit der Schwangerschaft zusammenhängen. Auch bei Schwangerschaftsübelkeit kann die Hebamme helfen. Der Verdacht auf vorzeitige Wehen, Blasensprung oder Geburtsbeginn sind weitere Gründe für Hebammenhilfe. Bei vorzeitigen Wehen oder schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen wie zum Beispiel Gestose betreut Sie Ihre Hebamme in Zusammenarbeit mit Ihrem Gynäkologen.

Geburtsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Geburt können Sie zwischen verschiedenen Kursformen wählen, allein oder gemeinsam mit Ihrem Partner. Allerdings wird die Partnergebühr von den Krankenkassen nicht übernommen. In diesen Kursen werden Sie informiert über körperliche und psychische Veränderungen, Sie werden auf die Geburt und die Zeit danach vorbereitet. Atem- und Entspannungsübungen zur Geburtserleichterung gehören genauso dazu wie Körperübungen, die die Körperwahrnehmung und Mobilität stärken. Gespräche rund um die Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett gehören zu den Kursinhalten. Als wichtiger Nebeneffekt lernen Sie andere Frauen oder Paare kennen, die auch ein Kind erwarten. Oft bilden sich daraus erste Freundschaften für Eltern und Baby. Sie sollten sich möglichst bis zur 20. Woche zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden.

Rund um die Geburt

Geburtshilfe ist eine der Hauptaufgaben der Hebamme. Von Beginn der Wehen überwacht die Hebamme den Geburtsvorgang und begleitet die Geburt. Zu jeder Geburt muss eine Hebamme hinzugezogen werden. Bei Komplikationen kann sie den Arzt hinzuziehen.

Beleghebamme

Hebammen, die Beleggeburten in einer Klinik durchführen, begleiten Sie zum Krankenhaus, sobald die Geburt los geht. Die Geburt wird unabhängig vom Schichtdienst der Klinik von Ihrer Hebamme begleitet und geleitet und zwar in gleichberechtigter Zusammenarbeit mit den Ärzten der jeweiligen Klinik. Diese Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Es fällt lediglich eine individuell aushandelbare Rufbereitschaftspauschale an.

Hausgeburt oder Geburtshaus

Es besteht die Möglichkeit, als Geburtsort das eigene Zuhause oder ein Geburtshaus zu wählen. Ähnlich wie bei einer Beleghebamme fallen hier nur Kosten für die Rufbereitschaft an. Bei einer Geburt ohne Komplikationen begleiten Hebammen Sie eigenverantwortlich, ohne einen Arzt hinzuzuziehen.

Im Wochenbett

Ganz wichtig ist die Arbeit der Hebamme während des Wochenbetts. Die Überwachung des Wochenbettverlaufs gehört zu den vorbehaltenen Tätigkeiten der Hebamme. Bis zum zehnten Tag nach der Geburt haben Sie Anspruch auf mindestens einen täglichen Besuch durch die Hebamme. Bis Ihr Baby acht Wochen alt ist, können Sie noch weitere 16 mal die Hebammenhilfe in Anspruch nehmen. Weitere Besuche sind auf Verordnung eines Arztes möglich.

Während der Stillzeit

Milchstau, Brustentzündung, Abstillen - Bei Stillproblemen und Schwierigkeiten können Sie von Ihrer Hebamme Beratung und Unterstützung bis zum Ende der Stillzeit bekommen.

Rückbildungsangebote

Ab zirka sechs bis acht Wochen nach der Geburt können Sie an Rückbildungskursen teilnehmen. Dort werden durch spezielle Übungen der Beckenboden und die Bauchmuskulatur wieder gestärkt und trainiert.

Betreuung in besonderen Situationen

Wenn ein Kind krank oder tot geboren wird oder nach Geburt stirbt, brauchen Eltern besondere Beratung und Begleitung über einen längeren Zeitraum. Auch in dieser schwierigen Situation können Sie sich an Ihre Hebamme wenden. Sie kann Ihnen auch bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe behilflich sein.

Extras, die die Krankenkasse nicht zahlt

Wenn Sie eine Hausgeburt, eine Beleggeburt oder eine Geburt im Geburtshaus planen, müssen Sie eine Gebühr für die Zeit bezahlen, in der die Hebamme sich für Sie auf Abruf in Bereitschaft hält. Diese Bereitschaft kann individuell geregelt werden. In der Regel sind es drei Wochen vor und zwei Wochen nach der Geburt. Auch Kosten für Akupunktur, Kurse in Babymassage oder Babypflege und geburtsvorbereitende Yoga-Kurse übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Wenn Sie privat versichert sind, sollten Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, um zu klären, welche Leistungen übernommen werden.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal