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Asthma und Allergien: Höheres Infektionsrisiko durch Kaiserschnitt

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Höheres Infektionsrisiko durch Kaiserschnitt

24.06.2010, 14:42 Uhr | mmh, t-online.de

Asthma und Allergien: Höheres Infektionsrisiko durch Kaiserschnitt . Kaiserschnitt Geburt. (Bild: Imago)

Kaiserschnitt-Babys fehlt ein Schutzmechanismus, den sich natürlich geborene Babys auf dem Weg durch den Geburtskanal erwerben. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Asthma und Allergien: Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden, tragen ein wesentlich höheres Infektionsrisiko, als Kinder, die auf natürlichem Weg zur Welt kommen. Kaiserschnitt-Babys fehlt ein Schutzmechanismus, den sich andere auf dem Weg durch den Geburtskanal erwerben. Nur ein Mythos oder wissenschaftlich erwiesen?

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Bisher ahnte man den Zusammenhang zwischen Geburtsweg und Allergien zwar, konnte ihn aber nicht erklären. Wissenschaftler der University of Puerto Rico in San Juan haben nun die Gründe geliefert: Im Mutterleib herrscht eine absolut keimfreie Umgebung, aus der werden die Neugeborenen bei einer natürlichen Geburt durch den Geburtskanal in die Außenwelt befördert. Auf diesem Weg kommen sie mit all den Keimen, die im Geburtskanal der Mutter siedeln, in Berührung. Das Baby übernimmt die Keime und auf der Haut entwickelt sich eine Bakterienflora. Diese Bakterienflora scheint die Kleinen vor Infektionen mit anderen Keimen zu bewahren.

Die Wissenschaftler verglichen nun einfach die Mikroorganismen, die sie nach einer natürlichen Geburt auf der Haut und im Darm eines Neugeborenen finden mit denen aus dem Geburtskanal und fanden eine große Übereinstimmung. Während bei einer natürlichen Geburt also die Bakterienflora von Mutter und Kind weitgehend übereinstimmt, besiedeln nach einem Kaiserschnitt ganz andere Bakterien die Haut des Babys, darunter auch gefährliche Krankheitserreger. Die Forscher fanden beispielsweise den Keim Staphylococcus aureus, der Lungenentzündung oder Hautinfektionen bewirkt und gegen viele Antibiotika resistent ist. Eine frühere Studie zeigte schon einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung an Hautinfektionen und der Geburt durch Kaiserschnitt.

Vererbte Bakterien schützen

Die Schlussfolgerung der Forscher ist, dass die Bakterienflora eines Körpers von der Flora der Mutter geprägt ist und vom Geburtsweg. Die vererbten Bakterien sind nützlich für die Verdauung und stärken das Immunsystem, somit sind sie ein Schutzmechanismus. In diesem Zusammenhang ist es bedenklich, dass die Zahl der Kaiserschnitte wächst, denn Mediziner befürchten dadurch auch eine Zunahme von Asthma, Allergien und Erkrankungen, die durch Hautinfektionen ausgelöst werden.

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