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Die letzten Wochen vor der Geburt

31.08.2011, 12:24 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Schwangerschaft: Die letzten Wochen vor der Geburt. Schwangere im neunten Monat liest Ratgeber auf der Couch.

Versuchen, die letzten Wochen zu genießen. (Bild: imago) (Quelle: imago)

In den letzten Wochen einer Schwangerschaft entwickeln viele Frauen noch einmal schier unglaubliche Energien. Aber nicht allen Frauen geht es so. Manche empfinden dieses Stadium auch als sehr beschwerlich und brauchen vor allem Ruhe. 

Wie auch immer man das letzte Schwangerschaftsdrittel verbringt, man sollte es, so gut es geht, genießen. Denn davon profitiert nicht nur die werdende Mutter, sondern auch das Baby.

Noch einmal ausgehen ohne Babysitter

Die Zeiten, in denen man sich einen ganzen Sonntag lang mit einem Buch aufs Sofa verziehen konnte, sind bald erst einmal vorbei. Und das ist nicht die einzige Beschäftigung, die durch ein Baby aus dem Blickwinkel der frischgebackenen Eltern gerät. Ein Grund mehr, sich die Zeit vor der Geburt und das Warten auf das Baby so schön wie möglich zu machen – ohne sich dabei zu überfordern. Die Möglichkeiten sind genauso vielfältig wie die Interessen und dank des Mutterschutzes haben die meisten Frauen in den letzten Schwangerschaftswochen die Chance, zu tun und zu lassen, was ihnen gut tut. Ein paar schöne, ungestörte Abende mit Freunden, Kino- und Theaterbesuche, ein Wellness-Wochenende mit der besten Freundin, Friseur, Kosmetikerin und Fußpflege, lange Spaziergänge oder auch ein bisschen Sport. Selbst letzteres ist möglich, sofern die schwangere Frau auf die Signale ihres Körpers hört, um sich nicht zu überanstrengen und ihm Ruhe zu gönnen, sobald er danach verlangt.

Ängste sind völlig normal

Das Schlafen fällt vielen Frauen in den letzten Wochen vor der Geburt schwer. Wegen des wachsenden Bauchs ist es oft nicht leicht, eine angenehme Position zu finden. Ein Seitenschläferkissen leistet hier oft gute Dienste.

So manche Schwangere tigert nachts ein wenig herum und bereitet sich damit sozusagen schon auf die Zeit nach der Geburt vor. Entscheidender Vorteil aber: Man kann sich tagsüber hinlegen. Und das sollte man ruhig auch tun. Jetzt ist die Zeit, auch mal alle Viere von sich zu strecken, die Füße im wahrsten Sinne des Wortes hochzulegen und zum Beispiel einen Mittagsschlaf einzuführen. Es nützt dem Baby nämlich nichts, wenn es am Tag der Geburt von einer bereits völlig übermüdeten und vor lauter Vorbereiten ausgepowerten Mutter empfangen wird.

Das Besondere an den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft ist die Vorfreude. Sie ist oft gepaart mit dem Wunsch, das Kind möge doch nun langsam kommen. Man kann es immer weniger erwarten, möchte es endlich in den Händen halten und ansehen, riechen, fühlen dürfen.

Neben der Vorfreude haben die meisten Frauen allerdings auch mit Ängsten zu kämpfen. Angst vor der Geburt, Angst, das Kind könnte nicht gesund sein und Angst vor der Zeit danach. Die Seele bereitet sich auf das vor, was kommt. Die Gedanken kreisen um das erwartete Kind. Das ist ganz normal, sollte aber auf jeden Fall thematisiert werden. Gespräche mit dem Mann, der Hebamme oder Freundinnen können in dieser Phase der Schwangerschaft die Sorgen in Schach halten. Trotzdem sollte man allzu turbulenten Geburts- und Stillberichten anderer Mütter in dieser Phase besser aus dem Weg gehen.

Es ist die Zeit, sich vorzubereiten

Manchen werdenden Müttern hilft es, in den letzten Schwangerschaftswochen viel zu lesen, andere möchten gerne praktische Erfahrung sammeln. Nicht wenige Frauen haben bis zu ihrem eigenen Kind noch nie ein Baby versorgt und fühlen sich entsprechend verunsichert. Hier kann ein Säuglingspflegekurs helfen, ein wenig Sicherheit zu vermitteln. Dort lernt man, wie ein Baby gehalten wird und wie man es badet oder wickelt. Und dass man zwar vorsichtig sein muss, es aber nicht mit einem Wesen aus Zuckerguss zu tun hat.

Jetzt ist auch die Zeit für den Geburtsvorbereitungskurs, der übrigens vielerorts auch für Frauen angeboten wird, die bereits ein Kind geboren haben. In einem solchen Kurs erhält man nämlich nicht nur die notwendigen Informationen und bekommt einen Teil der Angst genommen, er bietet auch die Möglichkeit zum Austausch mit anderen, Entspannung und, gerade für Frauen, die bereits Mütter sind, Momente der Ruhe mit dem ungeborenen Kind. 

Kleinere Reisen sind durchaus erlaubt

Auch, wenn man sich fit fühlt: Auf Reisen, bei denen man länger in Bus, Zug oder Auto sitzen muss, verzichtet man jetzt besser. Das Gleiche gilt für Flugreisen. Die Airlines machen ohnehin Einschränkungen bei der Beförderung von Schwangeren. Bei Air Berlin zum Beispiel darf man nach der 34. SSW gar nicht mehr mitfliegen, bei der Lufthansa sieht man das etwas lockerer, möchte aber ab der 36. Woche eine Ausnahmegenehmigung des Medizinischen Dienstes sehen. Es gilt also, sich früh genug nach den individuellen Richtlinien seiner Fluggesellschaft zu erkundigen.

Kleinere Reisen und schöne Tagesausflüge darf man sich durchaus gönnen. Auch ein täglicher Spaziergang tut sowohl der Mutter als auch dem Baby gut. Aber auch zu Hause gibt es viel zu tun. Der Klinikkoffer sollte vorsichtshalber, auch wenn man eine Geburt in einem Geburtshaus plant, gepackt sein. Manche nutzen die Zeit auch, um zum Beispiel das Versenden der Geburtskarten vorzubereiten, Essen vorzukochen, alte Dateien auf dem Computer endlich mal zu löschen und überhaupt die Dinge zu erledigen, die man schon lange mal erledigen wollte.

Das Baby liebt die mütterliche Stimme

Nichts ist schöner, als voller Vorfreude ein Babyzimmer einzurichten, einen Kinderwagen, Zubehör und einen Autositz auszusuchen und winzig kleine Strampler in den Schrank zu sortieren, während man darüber nachdenkt, welcher Name wohl der passende ist. Diese unvergessliche Zeit darf man von ganzem Herzen genießen und auskosten. Viele Frauen haben auch Spaß daran, sich mit dem Kind zu beschäftigen, ihm vorzulesen, zu singen, mit ihm zu sprechen und seine Reaktionen zu genießen.

Das Baby legt zum Schluss übrigens noch mal richtig zu und die kleinen Tritte können jetzt, je nach Lage des Kindes, ziemlich heftig ausfallen. Der mütterliche Körper bereitet sich auf die Geburt vor, es kommt zu Übungs- und Senkwehen und durch den Druck nach unten kann man zwar wieder besser atmen, hat aber umso häufiger den Drang, zur Toilette zu gehen.

Kuscheln verbindet die kleine Familie

Bei allem Konzentrieren auf das Kind sollte man aber auch den Vater nicht vergessen, für den es ebenfalls meist keine ganz einfache Zeit ist. Auch er hat wahrscheinlich Angst vor der neuen Situation und muss sich erst daran gewöhnen, dass seine Frau in der nächsten Zeit mehr für das Baby als für ihn da sein wird.

Wenn beide Lust dazu haben, darf man die Zeit vor der Geburt deshalb auch ruhig noch einmal nutzen, um seinem Partner sexuell nah zu kommen. Ist mit dem Baby alles in Ordnung und der Muttermund noch geschlossen, spricht grundsätzlich nichts gegen Sex. Allerdings sind viele Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel bereits sehr auf die nahende Geburt konzentriert. Sie fühlen sich unbeweglich und das Bedürfnis nach Kuscheln ist oft deutlich ausgeprägter ist als das nach Sex. Dem sollte man nachgeben und so die Möglichkeit nutzen, noch einmal eine ganz andere intensive Nähe zueinander aufzubauen.

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