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Künstliche Befruchtung: Bundesregierung gegen volle Kostenübernahme

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Künstliche Befruchtung  

Künstliche Befruchtung bleibt für Paare teuer

30.07.2010, 10:02 Uhr | t-online.de, dpa

Künstliche Befruchtung: Bundesregierung gegen volle Kostenübernahme . Negativer Schwangerschaftstest.

Ungewollt kinderlosen Paaren bleibt oft nur die künstliche Befruchtung. (Bild: T-Online) (Quelle: t-online.de)

Für Paare mit Kinderwunsch ist es meist schwer zu ertragen, wenn sie vom Arzt erfahren, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg höchst unwahrscheinlich oder sogar ausgeschlossen ist. Viele wollen sich nicht von ihrem Traum von einem Baby trennen und erwägen eine künstliche Befruchtung. Doch die Behandlung ist sehr teuer. Gerade wenn der Kinderwunsch alles andere dominiert, kann das die Betroffenen finanziell ruinieren, denn die Krankenkassen zahlen nur für drei Behandlungen. Und auch hier übernehmen sie nur die Hälfte der hohen Kosten. Diese Praxis hat die Bundesregierung nun gegen den Willen des Bundesrats zementiert.

Sachsen will für volle Kostenübernahme weiter werben

Ungewollt kinderlose Paare sollen nach dem Willen der Bundesregierung auch weiterhin die Hälfte der Kosten für eine künstliche Befruchtung selber zahlen müssen. Forderungen des Bundesrates nach einer vollen Kostenübernahme habe die Regierung eine Abfuhr erteilt, berichtet die "Saarbrücker Zeitung". Eine Mehrheit im Bundesrat hatte sich Anfang April der wiederholten Forderung der Bundesländer Thüringen, Saarland und Sachsen angeschlossen, dass die gesetzlichen Krankenkassen den Paaren die künstliche Befruchtung wieder bezahlen sollten.

Trotz der Ablehnung durch die Bundesregierung wollen die Befürworter einer vollen Kostenübernahme durch die Kassen noch nicht aufgeben. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) sagte der Zeitung, er werde einen erneuten Vorstoß im nächsten Jahr prüfen. Das sächsische Gesundheitsministerium betonte, man werde in allen zuständigen Ministerkonferenzen weiter werben.

Kinderwunsch als existenzieller finanzieller Kraftakt

In den letzten Jahren ist die Zahl künstlicher Befruchtungen bundesweit um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Grund ist die Kürzung der Krankenkassen-Zuschüsse auf die Hälfte der Kosten im Jahr 2004. Und selbst dieser reduzierte Zuschuss wird nur noch für drei Behandlungen gezahlt. Die Kosten betragen im Schnitt 3200 Euro pro Behandlungszyklus. Der Eigenanteil für Paare mit Kinderwunsch liegt also bei etwa 1600 Euro pro Behandlung. Die vierte und jede weitere Behandlung müssen komplett aus der eigenen Tasche finanziert werden.

Nicht wenige Betroffene hat das finanziell schon ruiniert. Gerade wenn alle Versuche schwanger zu werden misslingen, steigern sich viele Paare so sehr in ihren Kinderwunsch hinein, dass er alles andere dominiert. Und längst nicht jeder Versuch einer künstlichen Befruchtung gelingt. "Die Wahrscheinlichkeit, durch sogenannte künstliche Befruchtungsverfahren schwanger zu werden, liegt im Durchschnitt etwa bei 30 Prozent", weiß Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte. Auch wenn im Schnitt jeder dritte Versuch zum gewünschten Ergebnis führe, bräuchten viele Paare aber deutlich mehr. Dann kommen auf die jungen Paare schnell Kosten von deutlich über 10.000 Euro zu.

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