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PID-Gegner und -Befürworter werben für Positionen

07.07.2011, 09:14 Uhr | dpa

PID-Gegner und -Befürworter werben für Positionen. Bundessozialministerin Ursula von der Leyen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Bundessozialministerin Ursula von der Leyen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Vor der Entscheidung des Bundestages über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik hat sich die Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) erneut für eine begrenzte Zulassung ausgesprochen. "Es geht um eine kleine Gruppe von Paaren, die einen langen Leidensweg hinter sich haben", sagt sie im ARD-"Morgenmagazin". Niemand wolle "Designerbabys" kreieren. "Es geht um eine schwere Erbkrankheit, die auf einem einzelnen Gen sitzt und wo die Eltern bereits die Erfahrung gemacht haben, dass sie diese weitergeben."

Abgeordneten liegen Anträge vor

Der Bundestag entscheidet am 7. Juli über die PID. Derzeit sind die dabei vorgenommenen Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas erlaubt. Die Anwendung der Methode ist aber nicht weiter geregelt. Den Abgeordneten liegen drei Anträge vor: für eine begrenzte Zulassung, für ein komplettes Verbot und - als Kompromiss - für ein Verbot mit Ausnahmen.

PID sei kein Heilversprechen

Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt sprach sich im Deutschlandradio Kultur gegen die PID aus. Die Methode sei kein Heilsversprechen. Sie könne die Eltern zwar sehr gut verstehen, sagte Göring-Eckardt. Die PID sei aber keine Garantie, dass es zur Schwangerschaft komme. Es gehe nicht nur um wenige, sondern um "sehr, sehr viele Fälle".

CDU-Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze sagte im Deutschlandfunk: "Bei der PID geht es ausschließlich darum, ein Verhängnis, um das ich weiß, nicht weitergeben zu müssen." Die betroffenen Eltern wünschten sich sehnlichst ein Kind.

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