Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft >

Alkohol in der Schwangerschaft ist noch schlimmer als gedacht

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Alkohol in der Schwangerschaft ist noch schlimmer als gedacht

24.07.2012, 12:31 Uhr | dpa

Alkohol in der Schwangerschaft ist noch schlimmer als gedacht. Die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind vielfältiger als bisher gedacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind vielfältiger als bisher gedacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem Kind. Das ist längst bekannt. Doch nun haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Schäden durch Alkoholkonsum bei ungeborenen Kindern noch vielfältiger sind als bislang angenommen. Zwar weise die Mehrheit der Kinder stark trinkender Schwangerer nicht die typischen äußerlichen Symptome des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) auf, die Anzahl von Kindern mit Störungen des zentralen Nervensystems sei aber alarmierend hoch, so US-Forscher im Fachjournal "Alcoholism: Clinical & Experimental Research".

Das Experten-Team um Devon Kuehn und Edward Riley von den National Institutes of Health in Bethesda (US-Staat Maryland) hatten aus 10.000 Schwangeren in Chile bei der Erstuntersuchung 101 Frauen ausgewählt: Diese gaben an, täglich mindestens vier Drinks (oder 48 Gramm Alkohol) zu sich zu nehmen. Diese Menge entspricht etwa acht Gläsern Schnaps. In einer Kontrollgruppe wurden die Daten von 101 abstinenten Schwangeren erfasst.

Bettnässen-Special 
Das hilft gegen Bettnässen

Fakten, Therapien und Interviews mit Betroffenen. mehr

Vier von fünf Kindern sind betroffen

80 Prozent der trinkenden Frauen brachten Kinder mit mindestens einer Anomalie auf die Welt. Störungen des zentralen Nervensystems traten bei 44 Prozent der Kinder auf - aber nur bei rund 14 Prozent der Kinder abstinenter Mütter. Die im Mutterleib großen Mengen Alkohol ausgesetzten Kinder zeigen zudem viel häufiger Verhaltensauffälligkeiten und hatten Lern- und Sprachprobleme.

Fehlende äußere Anzeichen führen oft zu Fehldiagnosen

Äußere Symptome wie geringer Kopfumfang, ein flach wirkendes Mittelgesicht und eine schmale Oberlippe stellten die Wissenschaftler seltener fest als erwartet. Verzögertes Wachstum lag bei Kindern trinkender Frauen mit 27 Prozent etwa doppelt so häufig vor wie in der Gruppe der Abstinenten. Symptomatische Gesichtszüge hatten rund 17 Prozent der Kinder, während bei den abstinenten Müttern nur ein Prozent der Kinder solche Eigenheiten aufwies. Die Kinder wurden bis zum Alter von 8,5 Jahren von Ärzten untersucht, die nicht über den Alkoholkonsum der Mütter informiert worden waren.

Da die äußerlichen Anzeichen für Ärzte traditionell ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Diagnose auf das Fetale Alkoholsyndrom seien, würden möglicherweise viele Kinder mit neurologischen Problemen falsch diagnostiziert, heißt es in einer Mitteilung zur Studie. Derartige Symptome würden bislang unter dem breiteren Begriff "Fetal Alcohol Spectrum Disorders" (FASD) gefasst, der aber keine klinische Diagnose sei.

Besonders große Gefahr entsteht durch Rauschtrinken

Als besonders gefährlich sehen die Wissenschaftler das Rauschtrinken - mehr als 60 Gramm Alkohol täglich - an. "Unsere Studie zeigt, dass Rauschtrinken selbst dann noch einen zusätzlichen Risikofaktor darstellt, wenn die Frau ohnehin schon jeden Tag große Mengen Alkohol trinkt", erklärte Riley.

In die Studie flossen auch Angaben zum Bildungsstand, dem Beziehungsstatus und dem Beginn des Alkoholkonsums ein. Wie viel Alkohol die Frauen während der Schwangerschaft konsumierten, überprüften die Forscher auch in Hausbesuchen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Vertrauensbruch 
Pflegerin ahnt nichts von der versteckten Kamera

Nach einem Anfangsverdacht installieren Verwandte das Gerät, die Aufnahmen sind erschreckend. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal