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Schwangerschaft: Baby-Ultraschall ab 1. Juli erweitert

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Baby-Ultraschall wird erweitert - aber Deutschland hinkt weiter hinterher

28.06.2013, 10:31 Uhr | t-online.de

Schwangerschaft: Baby-Ultraschall ab 1. Juli erweitert. Für Schwangere verbessert sich jetzt die Vorsorge durch einen weiteren Ultraschall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für Schwangere verbessert sich jetzt die Vorsorge durch einen weiteren Ultraschall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zukünftig haben alle Schwangeren zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche Anspruch auf eine sogenannte erweiterte Basis-Ultraschalluntersuchung. Dabei untersuchen Gynäkologen den Körper des Ungeborenen mittels Ultraschall umfassender als bisher auf Fehlbildungen. Diese Neuerung tritt mit Änderung der Mutterschaftsrichtlinien zum 1. Juli 2013 in Kraft tritt.

Es besteht weiterhin Verbesserungsbedarf

Experten sehen trotzdem auch weiterhin noch Verbesserungsbedarf. Deutschland bleibe beim Schwangerschafts-Screening hinter anderen europäischen Ländern zurück, kritisieren die Experten der Fachgesellschaft DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin).

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Alle Frauen in Deutschland können während Ihrer Schwangerschaft drei Basis-Ultraschalluntersuchungen wahrnehmen. Beim Screening im zweiten Schwangerschaftsdrittel untersuchten Frauenärzte bislang die Größe von Kopf, Bauch und Oberschenkelknochen des Ungeborenen sowie die Position der Plazenta in der Gebärmutter.

Neuer Ultraschall mit Fokus auf Hirn und Herz des Fötus

Die Erweiterung des Basisultraschalles sieht künftig eine konkretere Untersuchung fetaler Strukturen vor. Dabei wird beurteilt, ob Kopf und Hirnkammern des Fötus normal geformt sind und das Kleinhirn sichtbar ist. Anhand der Ultraschallbilder wird die Entwicklung von Hals und Rücken dargestellt und das Herz genauer betrachtet: Der Untersucher prüft, ob es die richtige Größe hat, rhythmisch schlägt und die vier Kammern ausgebildet sind. Außerdem untersucht der Gynäkologe, ob Magen und Harnblase sichtbar sind und die vordere Bauchwand geschlossen ist. 

Noch nicht auf hohem Niveau

"Sicherlich führt die neue Untersuchung zu einer Steigerung der Qualität des Ultraschallscreenings" sagt Professor Annegret Geipel, Leitung Pränatale Medizin in der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatale Medizin am Universitätsklinikum Bonn und Vorstandsmitglied der DEGUM.

"Doch wir erreichen damit bei Weitem nicht die Anforderungen, die in anderen europäischen Ländern für eine Untersuchung auf fetale Fehlbildungen in der 20. Woche gelten“, so Geipel. Eine weiterführende Organdiagnostik - auch Feindiagnostik genannt - ist nach den Mutterschaftsrichtlinien in Deutschland nur vorgesehen, wenn beim Basisultraschall Auffälliges entdeckt wird oder besondere Risiken vorliegen.

Organdiagnostik - ein Fall für den Ultraschall-Spezialisten

Im Unterschied zum erweiterten Basisultraschall werden bei der weiterführenden Organdiagnostik unter anderem zusätzlich das fetale Gesicht, die Extremitäten und die Hauptschlagadern am Herzen untersucht. In der Regel wird die Schwangere dazu an den Ultraschallspezialisten überwiesen. "Da das Spektrum der angeborenen Fehlbildungen groß ist und die Häufigkeit bestimmter Anomalien mit eins zu 1000 bis eins zu 10.0000 gering ist, sind die meisten Frauenärzte mit den verschiedenen fetalen Erkrankungen kaum vertraut und können sie folglich schwer identifizieren“, erläutert Professor Geipel.

Vorgeburtliche Diagnose kann lebensrettend sein

Die DEGUM betont: Für Kinder mit schweren Fehlbildungen kann die vorgeburtliche Diagnose lebensrettend sein. Patienten mit schweren angeborenen Herzfehlern etwa müssten direkt nach der Geburt in einer kinderkardiologischen Klinik betreut und oftmals operiert werden. Über eine Suchmaschine auf der Homepage der DEGUM (www.degum.de) finden Schwangere qualifizierte DEGUM-zertifizierte Frauenärzte in ihrer Nähe.

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