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Schwangerschaft: Keine Panik bei einer Risikoschwangerschaft

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Ist das Baby in Gefahr?  

Eine Risikoschwangerschaft ist kein Grund zur Panik

08.04.2015, 12:33 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Schwangerschaft: Keine Panik bei einer Risikoschwangerschaft. Risikoschwangerschaft: Oft sind zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen nötig.

Bei einer Risikoschwangerschaft sind oft sind zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen nötig.

Schwangere bekommen einen Schreck, wenn ein Vermerk in ihrem Mutterpass auf eine Risikoschwangerschaft hinweist. Doch das ist in den seltensten Fällen ein Grund zur Angst, denn der Begriff Risikoschwangerschaft bedeutet nicht, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt. Er bedeutet lediglich, dass die Schwangerschaft engmaschiger überwacht werden muss.

Als der Mutterpass 1968 eingeführt wurde, waren erst 17 Faktoren definiert, durch die eine Frau zur Risikoschwangeren werden konnte. Heute sind es schon um die sechzig. Zu den Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Übergewicht, chronische Krankheiten, seelische Belastung, frühere Fehl- oder Frühgeburten und Mehrlingsgeburten. Aber auch frühere Kaiserschnitte, Heuschnupfen und ein Alter unter 17 oder über 35 gehören dazu.

Anteil der Risikoschwangerschaften liegt bei 40 Prozent

"Die Schwangerenvorsorge ist eine gesetzliche Maßnahme, genau wie die U-Untersuchungen bei Kindern. Es geht darum, die Gesundheit bestimmter Bevölkerungsgruppen so zu verbessern, dass die Zahl von Krankheits- und Todesfällen minimiert werden kann. Das ist in den letzten Jahrzehnten auch gelungen," sagt Matthias W. Beckmann, Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Erlangen. Seiner Erfahrung liege bei rund 40 Prozent aller Schwangeren eine Risikoschwangerschaft vor. Allerdings bestehe nur bei höchstens zehn Prozent Handlungsbedarf.

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"Die  meisten der Risiken werden durch eine intensive Vorsorge und Überwachung minimiert. Zu bedenken ist, dass die Liste der möglichen Risiken sehr groß geworden ist. Das bedeutet, dass die Diagnose Risikoschwangerschaft heute tatsächlich sehr oft gestellt wird", so Kathrin Spindler, Familienexpertin bei der Siemens Betriebskrankenkasse.

Mit dem Alter steigt das Risiko

Der größte Anteil an Risikoschwangerschaften in Deutschland resultiert aus dem steigenden Alter der Schwangeren. Statistiken besagen, dass Frauen, die beim ersten Kind bereits über 40 sind, ein höheres Risiko für eine Schwangerschaftsdiabetes oder Gestose haben. Gleichzeitig gilt, dass gerade diese Gruppe der Schwangeren besonders gut auf sich und das Kind aufpasst und so Risiken noch schneller erkannt und behandelt werden können.

Statistisch eindeutig nachweisbar ist mit steigendem Alter das erhöhte Risiko, ein Kind mit einer Chromosomenstörung zu gebären. Nicht zuletzt deswegen nehmen sich Ärzte bei älteren Schwangeren viel Zeit für die Aufklärung über Untersuchungsmöglichkeiten. Aber die Entscheidung, ob zum Beispiel eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen wird, liegt allein bei den werdenden Eltern. 

Krankenkassen zahlen zusätzliche Untersuchungen

Die vorgeburtliche Diagnostik zeigt Versorgungsstörungen, Erkrankungen oder Fehlbildungen während der Schwangerschaft. Ärzte können so auch mögliche Gefahren für Mutter und Baby rechtzeitig erkennen, zum Beispiel eine Schwangerschaftsvergiftung oder eine drohende Frühgeburt. Zusätzlich zur den üblichen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft kommen bei einer Risikoschwangerschaft noch die jeweils angezeigten Zusatzuntersuchungen hinzu. Welche nötig sind, entscheidet der Frauenarzt.

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"Stellt der Arzt eine Risikoschwangerschaft fest, darf und kann er alle Untersuchungen während der Schwangerschaft abrechnen. Was zur Vorsorgebetreuung von Schwangeren gehört und welche Kosten abgerechnet werden können, ist in den Mutterschaftsrichtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen festgelegt", erklärt Kathrin Spindler. "Eingeschlossen ist dabei zum Beispiel die Beratung der werdenden Mutter über ihren Zustand, den ihres Kindes und die Veränderungen, die bevorstehen. Ergeben sich aus den vorliegenden Befunden Auffälligkeiten oder ein Risiko, dann dürfen zusätzliche Kontrolluntersuchungen auch außerhalb der vorgegebenen Untersuchungszeiträume abgerechnet werden."

"Entscheidend ist, dass die Mediziner und Hebammen durch die Informationen im Mutterpass immer hinreichend über die Situation informiert sind, auch bei einem Arztwechsel oder einem unvorhergesehenen Besuch im Krankenhaus. Das beschleunigt im Notfall die Handlung und kann Leben retten."

Eine Risikoschwangerschaft kann sich "normalisieren"

Eine Risikoschwangerschaft muss übrigens keine bleiben. Dies gilt zum Beispiel dann, wenn die Frau am Anfang der Schwangerschaft zu Blutungen neigte, diese sich aber gegeben haben und das Kind sich völlig normal entwickelt. In solchen Fällen wird der Vermerk oft auch wieder gestrichen.

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