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Mutter Oxana holt ihr Baby bei Kaiserschnitt selbst aus dem Bauch

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Erstmalig in Deutschland  

Mutter Oxana holt ihr Baby selbst aus dem Bauch

03.06.2015, 12:29 Uhr | cst, t-online.de

Mutter Oxana holt ihr Baby bei Kaiserschnitt selbst aus dem Bauch. Oxana Kaiser ist selbst aktiv bei der Geburt ihres Sohnes, Eric Maximilian. Vater Alexander Kaiser erlebt den Moment in unmittelbarer Nähe. (Quelle: Mühlenkreiskliniken, AöR)

Oxana Kaiser ist selbst aktiv bei der Geburt ihres Sohnes, Eric Maximilian. Vater Alexander Kaiser erlebt den Moment in unmittelbarer Nähe. (Quelle: Mühlenkreiskliniken, AöR)

Erstmals in Deutschland hat eine Mutter bei einem Kaiserschnitt ihr Baby selbst aus dem Bauch geholt. "Mütterlich assistierter Kaiserschnitt" nennt sich diese Methode, die zuvor schon in Australien angewandt wurde. Das berichtet die Mühlenkreisklinik in Bad Oeynhausen.

Vier Kinder hat Oxana Kaiser aus Minden schon zur Welt gebracht - ihr erstes per Kaiserschnitt, drei auf natürliche Weise. Sie kennt deshalb den Unterschied. "Nach der Geburt meiner ältesten Tochter hatte ich zunächst immer einen kleinen Zweifel, ob das wirklich mein Kind ist. Bei meinen anderen Kindern hatte ich dieses sehr unangenehme Gefühl nicht", sagte sie laut Homepage des Krankenhauses.

Funktioniert die australische Methode auch bei uns?

Viele Mütter können das nachvollziehen, vor allem, wenn der Kaiserschnitt in Vollnarkose stattfindet. Als sich bei Oxanas fünfter Schwangerschaft herausstellte, dass wieder eine Kaiserschnitt nötig sein würde, überlegte sie mit ihrer Hebamme Irina Wittemeier, ob die australische Methode auch in Deutschland möglich sein könnte.

Klinik in Bad Oeynhausen 
"Mütterlich assistierter Kaiserschnitt"

Oxana Kaiser wendet australische Methode bei ihrem Sohn an. Video

"Ich war anfangs skeptisch"

Das geburtshilfliche Team des Krankenhauses, in dem Wittemeier als Beleghebamme arbeitet, hatte zuvor schon über das besondere Verfahren diskutiert. "Ich stand dieser Methode anfänglich sehr skeptisch gegenüber", erklärte Manfred Schmitt, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Krankenhaus Bad Oeynhausen. "Außer einem gewissen unbehaglichen Gefühl fanden wir aber keine nachhaltigen Gründe für unsere Skepsis."

Die Keimfreiheit der Mutter gewährleisten

Gemeinsam mit den Kollegen von der Anästhesie, der Intensivmedizin und dem Operationsdienst sei überlegt worden, was sich ändern müsse, damit ein "mütterlich assistierter Kaiserschnitt" möglich werde, so Schmitt weiter. "Für uns steht und stand die Sicherheit von Mutter und Kind an oberster Stelle." Vor allem die Keimfreiheit der Hände der Mutter musste gewährleistet werden.

Gelöst wurde das Problem, indem Infusionskanülen und Messinstrumente am Oberarm der Mutter befestigt wurden. Oxana musste außerdem OP-Handschuhe tragen und ihre Arme abdecken. "Für das Kind ist das kein Problem. Wir mussten aber sicherstellen, dass die Mutter sich nicht selber gefährdet. Bei einem Kaiserschnitt handelt es sich um eine große Operationswunde, die natürlich unter allen Umständen vor möglichen Infektionserregern geschützt werden muss" , erklärte Schmitt.

Die Arme brauchen Bewegungsfreiheit

Nach sorgfältiger Planung wurde der Eingriff acht Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin durchgeführt. Oxana erhielt eine rückenmarksnahe Narkose, die es ihr erlaubte, den Oberkörper und vor allem die Arme zu bewegen. Die Operation wurde zunächst wie üblich durchgeführt. Allerdings wurde das Baby nicht aus dem Bauch geholt, sondern Schmitt präparierte das Kind frei und zog es ein Stück hervor, wie es auf der Seite des Krankenhauses heißt. Anschließend wurde das Tuch, das Oxana vom OP-Geschehen abgeschirmt hatte, heruntergenommen.

"Fast angefühlt wie normale Geburt"

Unterstützt von Schmitt konnte sie nun ihre Hände um den Kopf des Babys legen und es selbst aus dem Bauch ziehen. "Für mich hat sich das fast angefühlt wie eine normale Geburt," sagte die frisch gebackene Mutter später. "Ich war einfach nur glücklich in diesem Moment."

"Würde es wieder so machen"

Sowohl Oxana Kaiser als auch ihr Arzt sind mit dieser Form des Kaiserschnitts rundum zufrieden. "Sollte ich noch einmal ein Kind per Kaiserschnitt entbinden müssen, ich würde es wieder so machen", lautet das Fazit der Fünffach-Mama. Auch Chefarzt Schmitt ist sich sicher, dass er die alternative Geburtsform noch mehrfach anwenden wird. "Mutter und Kind geht es hervorragend, das ist das Wichtigste", lautet sein Resümee.

UMFRAGE
Käme ein "assistierter Kaiserschnitt" für Sie in Frage?

Der kleine Eric Maximilian Kaiser weiß noch nichts von seiner besonderen Geburt. Eine Woche ist er mittlerweile alt und mit mehr als vier Kilogramm Geburtsgewicht ein richtiger Wonneproppen.

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