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Von der prallen Pracht zum Hängebusen?  

Wie sich Brüste durch die Schwangerschaft verändern

05.12.2016, 08:27 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Wie sich Brüste durch die Schwangerschaft verändern. In der Schwangerschaft verändert sich das Brustgewebe als Vorbereitung aufs Stillen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In der Schwangerschaft verändert sich das Brustgewebe als Vorbereitung aufs Stillen. Viele Frauen freuen sich über die prallere Oberweite. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Schwangerschaft bedeutet für den weiblichen Körper große Veränderungen. Noch viel früher als der Bauch runden sich dabei die Brüste, wandeln sich zur perfekten Milchbar für das Baby. Was aber passiert, wenn die Stillphase vorüber ist? Wird die Oberweite dann wie vor der Geburt?

"Normalerweise habe ich nur mickrige Körbchengröße A. Jetzt bin ich im vierten Monat schwanger und brauche schon fast zwei Nummern größer. Mir gefällt’s. Endlich mal eine tolle, üppige Oberweite." Kommentare wie dieser finden sich häufig im Netz, wenn sich werdende Mütter in Foren über den Verlauf ihrer Schwangerschaft austauschen.

Ist ein Baby unterwegs, kann man das am frühesten - noch lange vor einer auffälligen Wölbung des Bauches - am Busen erkennen. Denn die weibliche Brust verändert sich schon bald, nachdem sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Sie schwillt nun in relativ kurzer Zeit deutlich an, wird schwerer, praller, aber auch empfindlicher. Das sind die äußeren Anzeichen für einen fundamentalen Umbau im Innern der Brust.

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Fettgewebe muss Drüsengewebe weichen

Verantwortlich dafür ist der veränderte Hormonspiegel mit einer erhöhten Produktion von Östrogen, Progesteron und dem Hormon HPL (Humanes Plazenta-Laktogen), das die Milchbildung anregt und damit den Busen auf seine biologische Aufgabe vorbereitet. Wo vorher eine Kombination aus Bindegewebe, inaktiven Milchdrüsen und Fett für die Rundungen verantwortlich war, beanspruchen nun die stark wachsenden Milchdrüsen und Milchgänge nach und nach den gesamten Raum für sich. Gegen Ende der Schwangerschaft ist dann der größte Teil des "füllenden" Fettgewebes verschwunden.

Der Zuwachs an Volumen macht sich trotz der Fettreduktion auch beim Gewicht der Brüste bemerkbar. 400 Gramm können da pro Seite zusammenkommen. Spannungsgefühle, aber auch Schmerzen gehören deshalb häufig zu den unangenehmen Begleiterscheinungen.

Die Brustwarzen werden dunkler

Typisch für einen Schwangerschaftsbusen ist außerdem, dass sich die Brustwarzen vergrößern und die Brustwarzenhöfe nun zunehmend dunkel färben. Zusätzlich bilden sich hier noch die Montgomery-Drüsen, die eine ölige Substanz absondern, um die Brustwarzen für ihre spätere Beanspruchung geschmeidig und widerstandfähig zu machen. Etwa vom fünften Schwangerschaftsmonat an wird die sogenannte Vormilch (Kolostrum) produziert, die bei manchen Frauen bereits in dieser Phase tröpfchenweise austreten kann.

Die Angst vorm Verlust der prallen Oberweite

Das Mehr an weiblicher Üppigkeit gefällt den meisten Frauen - und auch ihren Partnern - insbesondere dann, wenn ihre Brüste vor der Schwangerschaft eher klein waren. Doch bei nicht wenigen Müttern ist die Befürchtung groß, dass gerade das Stillen die pralle Pracht in einen ausgeleierten Hängebusen verwandelt.

Diese Angst um die knackige Festigkeit ihres Dekolletés ist vor allem bei jüngeren Frauen verbreitet, die noch keine Familie gegründet haben. "Ich glaube, bei mir kommt Stillen überhaupt nicht in Frage", so ein Foren-Beitrag. "Dass das den Busen garantiert ruiniert, habe ich nämlich schon ganz oft gelesen. Aber es gibt ja heute super Ersatznahrung in Flaschen für die Babys."

Stillen macht keinen Hängebusen

Eine Studie der Universität Kentucky in den USA widerlegt dieses weit verbreitete Vorurteil. Dabei wurden acht Jahre lang über hundert Frauen untersucht, von denen alle schon einmal schwanger waren und gut die Hälfte der Studienteilnehmerinnen durchschnittlich neun Monate gestillt hatte. Das Ergebnis: Statt dem Stillvorgang sind es eher Faktoren wie das Alter, die Anzahl der Schwangerschaften, ein hoher BMI und die Schadstoffe in Zigaretten, die sich nachteilig auf die Hautelastizität auswirken und das Entstehen von schlaffen Brüsten begünstigen.

Es ist also ein Ammenmärchen, dass es die Babys sind, die die weiblichen Rundungen wegsaugen. Es ist vielmehr die letzte Phase der Schwangerschaft und kurz nach der Entbindung, wenn der Milcheinschuss erfolgt, in der das Brustgewebe die maximale Dehnung und Beanspruchung aushalten muss. Entscheidet sich dann eine Frau, nicht zu stillen, muss sich der Busen genauso zurückbilden, als wenn einige Monate länger ein Säugling daran getrunken hätte.

Mehr Straffheit durch Fitness und Wellness

Hebammen empfehlen frisch gebackenen Müttern, die mit ihrer Oberweite hadern, auf jeden Fall Geduld zu bewahren. Denn gleichgültig, ob Frauen stillen oder nicht - es dauert etwa ein halbes Jahr, bis das fetthaltige Ursprungsgewebe nach und nach wieder das Drüsengewebe ersetzt hat. Dadurch werden die Brüste automatisch wieder etwas voller und straffer.

Diesen festigenden Rückbildungsprozess kann frau mit einigen Tricks und Übungen unterstützen, wie beispielsweise regelmäßig mit durchblutungsfördernden Eiswürfeln die Brüste abzureiben, Ölmassagen und Peelings anzuwenden oder mit durchblutungsfördernden Kalt-Warm-Duschen das Bindegewebe an den jeweiligen Stellen zu stärken. Einiges bewirken lässt sich auch mit Fitness: Zum Beispiel eignen sich Liegestütze oder Schwimmen hervorragend zum Aufbau der kleinen und großen Brustmuskulatur, die ja kein Teil des Busens ist, sondern an den Schultern und Oberarmen ansetzt. Der Effekt: Die Oberweite wird so, ähnlich wie bei einem gut sitzenden Umstands-BH, besser gehalten und gestützt.

Wenn die Schwerkraft trotzdem siegt

Wunder sollte man bei solchen Maßnahmen allerdings nicht erwarten. Ob die Oberweite wieder in alte Hochform kommt, ist nämlich sehr individuell. Insbesondere ein schwaches Bindegewebe, das vererbungsbedingt zu Dehnungsstreifen neigt, trägt häufig auch zur Entstehung von hängenden Brüsten bei.

Manche Frauen, die unter ihrer geschrumpften und erschlafften Oberweite leiden, spielen deshalb mit dem Gedanken an ein kostspieliges "Mommy Makeover", das heißt, sich bei einem ästhetischen Chirurgen die Brüste straffen oder vergrößern zu lassen. Einen solchen Schritt sollte man jedoch gut abwägen und sich ausführlich beraten lassen. Immerhin ist eine solche Verschönerung mit einem operativen Eingriff verbunden und nicht ohne Risiken.

Die Einstellung macht‘s

Die beste Strategie gegen Brust-Frust dürfte aber ein gesundes Selbstwertgefühl sein, so wie bei dieser Mutter, die eher gelassen mit dem Problem umgeht: "…Habe letztens vor dem Spiegel auch erschrocken festgestellt, dass meine Brust ihre besten Tage wohl hinter sich hat und jetzt ziemlich hängt", schreibt sie in einem Forum. "Aber wenn ich ehrlich bin, ist es mir das wert. Denn Schwangerschaft und Stillen sind ein Wunderwerk der Natur."

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