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Versicherungen für junge Eltern: Finger weg von diesen Angeboten!

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Ein Versicherungscheck lohnt sich für junge Eltern  

Finger weg von diesen Angeboten!

22.10.2015, 12:42 Uhr | dpa-tmn

Versicherungen für junge Eltern: Finger weg von diesen Angeboten!. Eltern wollen ihrem Baby Sicherheit geben. (Quelle: dpa)

Eltern wollen ihrem Baby Sicherheit geben. (Quelle: dpa)

Verantwortungsgefühl für dieses kleine Wesen - das macht junge Eltern stolz, glücklich und oft zugleich ängstlich. Mit der Geburt eines Kindes rücken plötzlich Fragen zur Absicherung der Familie in den Vordergrund. Ein Versicherungs-Check lohnt sich.

Bei vielen Eltern spielen neben der Freude rund um die Geburt auch Sorgen um die richtige Absicherung des Nachwuchses eine Rolle. Das haben auch Versicherungen erkannt: Manche Unternehmen bieten Eltern - aber auch Großeltern - spezielle Junior-Tarife an. Meist handelt es sich bei solchen Policen um Kombi-Produkte, die Sparen und Absichern verbinden.

Kombi-Produkte klingen gut - sind nicht lukrativ

Aus Sicht von Verbraucherschützern sind solche Verträge aber nicht unbedingt die beste Wahl. "Finger weg von solchen Angeboten", sagt etwa Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Gerade Kapitallebensversicherungen für Kinder lohnen sich nicht." Sie seien noch nie besonders lukrativ gewesen - in Zeiten der Niedrigzinsphase sei dies erst recht nicht der Fall, zumal die Verträge teilweise Laufzeiten von 60 bis 70 Jahren hätten.

Im Visier: Die Versicherung der Eltern

Auch Bianca Boss vom Bund der Versicherten rät von solchen Verträgen ab: "Sparverträge und Risikoschutz sollten Verbraucher strikt trennen." Sie rät: "Die beste Absicherung für die Kinder ist, wenn die Eltern gut versichert sind." Denn häufig sind dann die Kinder automatisch abgesichert. Ein Versicherungs-Check kann helfen, mögliche Lücken zu finden und den Schutz an die neue Lebensversicherung anzupassen.

Sind beide Elternteile über die gesetzliche Krankenkasse versichert, wird das Kind in der Regel beitragsfrei mitversichert. Anders sieht es aus, wenn ein Elternteil privat versichert ist: Dann ist nach Angaben des Bundes der Versicherten die Verdiensthöhe des Privat-Versicherten dafür ausschlaggebend, ob das Kind beitragsfrei gesetzlich versichert werden darf. Sind Eltern bei unterschiedlichen Kassen, sollten sie sich vorab bei ihrem Versicherer dazu erkundigen.

Darauf müssen Privat-Versicherte achten

Wollen Eltern ihr Kind privat absichern, gelten andere Voraussetzungen: "Wenn mindestens ein Elternteil sechs Monate bei einer privaten Versicherung Mitglied ist, haben auch die Kinder einen Anspruch darauf, bei dem Anbieter aufgenommen zu werden", sagt Stephan Caspary vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Das gelte innerhalb der Anmeldefrist unabhängig vom Gesundheitszustand des Kindes. Wichtig dafür ist: Eltern müssen ihre Kinder innerhalb von zwei Monaten bei der privaten Krankenversicherung anmelden. "Nur dann werden sie ohne Gesundheitsprüfung in die PKV aufgenommen", sagt Becker-Eiselen. Die Beiträge liegen in der Regel bei rund 90 Euro im Monat.

"Auch eine Unfallversicherung sollten Eltern ab der Geburt in Betracht ziehen", rät Boss. Der Säugling könne ja auch unglücklich vom Wickeltisch fallen und sich verletzen. In der Regel liegt der Beitrag bei acht Euro im Monat, wenn Eltern eine Grundsumme von etwa 200.000 Euro mit einer Progression von 225 Prozent absichern.

"Noch besser ist es aus unserer Sicht, eine Kinder-Invaliditätsversicherung abzuschließen", sagt Verbraucherschützerin Becker-Eiselen. Diese erhalten Eltern für einen etwas höheren Beitrag - für bis zu 40 Euro im Monat. "Sie springt nicht nur ein, wenn ein Kind durch einen Unfall invalide wird, sondern greift zusätzlich auch bei krankheitsbedingten Schädigungen", erklärt Boss. Der Markt ist allerdings unübersichtlich. Verbraucher sollten sich vor Abschluss daher gut informieren.

Eltern sollten auch daran denken, mögliche finanzielle Risiken abzusichern. Dafür eignen sich eine Risikolebensversicherung, sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn sollte ein Elternteil sterben und keine Risikolebensversicherung haben, ist das Kind finanziell nicht abgesichert. Auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sei sinnvoll - besonders für den Hauptverdiener in der Familie. "Denn so können Verdienstausfälle ausgeglichen werden, sollte er durch eine Krankheit oder einen Unfall nicht mehr arbeiten können", erklärt Boss.

Unbedingt auf diese Klausel achten

Ebenfalls wichtig: die Privathaftpflichtversicherung. "Bei Familientarifen sind die Kinder in der Regel automatisch abgesichert", sagt Becker-Eiselen. Nach Angaben der Stiftung Warentest können Eltern schon ab rund 96 Euro im Jahr einen umfassenden Schutz erhalten. Sie sollten Schäden bis zu fünf Millionen Euro absichern.

"Eltern sollten darauf achten, dass der Versicherer auch Schäden von nicht deliktfähigen Kindern - also von Kindern unter sieben Jahren - absichert", rät Boss. Denn bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres können Kinder für Schäden nicht haftbar gemacht werden. Im Straßenverkehr gilt dies sogar bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres. Das bedeutet: "Ohne diese spezielle Klausel müssten weder der Versicherer noch die Eltern für Schäden aufkommen", sagt Boss. Am Ende bliebe sonst der Geschädigte auf den Kosten sitzen.

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