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Schwangerschaftstests im Überblick: Ab wann kann man testen?

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Schwanger oder nicht  

So funktionieren Schwangerschaftstests

11.08.2016, 14:06 Uhr | t-online.de

Schwangerschaftstests im Überblick: Ab wann kann man testen?. Schwangerschaftstest: Ab wann liefert ein Schwangerschaftstest ein sicheres Ergebnis? (Quelle: imago/Westend61)

Ein Schwangerschaftstest liefert erst etwa zwei Tage nach Ausbleiben der Periode ein sicheres Ergebnis. (Quelle: Westend61/imago)

Bin ich schwanger oder nicht? Bei Schwangerschaftssymptomen wie Ziehen in der Brust und morgendlicher Übelkeit, spätestens beim Ausbleiben der Periode wollen Frauen Gewissheit haben. Wir erklären, welche Schwangerschaftstests es gibt, ab wann sie angewendet werden können und wie zuverlässig sie sind.

Schwangerschaftstest für zu Hause

Schwangerschaftstests für die Verwendung zu Hause sind schon ab drei Euro rezeptfrei in der Apotheke oder Drogerie erhältlich. Sie messen die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choringonadotropin) im Urin. Dieses bildet der weibliche Körper nach der Befruchtung der Eizelle. Das Hormon hCg fördert die Bildung von Östrogenen und Gestagenen und ist damit unverzichtbar für den Erhalt der Schwangerschaft.

Ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen?

Für ein zuverlässiges Ergebnis sollten Frauen handelsübliche Tests erst machen, wenn ihre Periode ausgeblieben ist. Am besten warten sie noch zwei weitere Tage. Zuvor ist das Risiko, dass der Test ein falsch-negatives Resultat anzeigt, sehr hoch: Liegt nämlich der Eisprung erst elf oder zwölf Tage zurück, ist die Einnistung zwar bereits erfolgt, der hCG-Wert aber noch nicht messbar.

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Sogenannte "Frühtests", die besonders empfindlich auf hCG reagieren, können Frauen bereits fünf bis sechs Tage vor dem Ausbleiben ihrer Regel durchführen. Sie sollen zum einen bei einem sehr ausgeprägten Kinderwunsch frühzeitig für Klarheit sorgen. Zum anderen können Frauen damit vor einer medizinischen Untersuchung oder einer notwendigen Medikamenteneinnahme abklären, ob sie schwanger sind oder nicht. Allerdings weisen Frühtests im Vergleich zu "normalen" Schwangerschaftstests, die zu etwa 97 Prozent zuverlässig sind, eine hohe Fehlerquote auf.

Wird der Test zu früh gemacht, bewegt sich die hCG-Konzentration im Urin selbst für sensible Teststreifen unterhalb des messbaren Wertes. Fällt das Ergebnis positiv aus, setzt nicht selten doch wenige Tage später die Regel ein: In den ersten Schwangerschaftstagen und -wochen kommt es häufig zu Frühaborten. Ohne Schwangerschaftstest bleiben diese normalerweise unbemerkt. Die Frauen gehen dann davon aus, dass sie einfach ihre Tage bekommen haben – wenn auch vielleicht etwas später oder stärker als gewohnt. 

Schwangerschaftstest richtig anwenden

Ein Schwangerschaftstest für die Anwendung zu Hause verschafft Frauen bei korrekter Verwendung innerhalb weniger Minuten Gewissheit. Für ein zuverlässiges Ergebnis sollten sie unbedingt die Gebrauchsanweisung beachten. Die Teststreifen sind mit hCG-Antikörpern versehen. Kommen diese mit dem Schwangerschaftshormon in Berührung, erscheint auf dem Teststreifen ein blauer Strich oder ein Plus-Zeichen. Andere Tests kennzeichnen das Ergebnis mit den Worten "schwanger" oder "nicht schwanger". Zum Teil sind die Teststreifen zusätzlich mit einem Kontrollfeld ausgestattet, das anzeigt, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Manche digitale Tests informieren außerdem darüber, in welcher Schwangerschaftswoche sich eine Frau ungefähr befindet.

Bei einigen Produkten wird der Teststreifen in ein Gefäß mit aufgefangenem Urin gehalten, bei anderen direkt in den Urinstrahl. Dabei sollten die Frauen unbedingt die in der Gebrauchsanleitung angegebene Kontaktdauer berücksichtigen. Anschließend legen sie den Test auf eine ebene Fläche und erhalten nach spätestens fünf Minuten ein Ergebnis. 

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Die Wahrscheinlichkeit, dass das Resultat stimmt, erhöht sich, wenn Frauen den Test mit Morgenurin machen: Darin ist die hCG-Konzentration besonders hoch. Wer im Schichtdienst arbeitet, führt den Test am besten nach einer längeren Ruhephase durch.  

Mögliche Ursachen für ein falsches Ergebnis

In seltenen Fällen fallen Schwangerschaftstests falsch-positiv oder falsch-negativ aus. Zeigt ein Test fälschlicherweise eine Schwangerschaft an, liegt das unter Umständen an einem verunreinigten Uringefäß. Möglicherweise haben die hCG-Antikörper auch auf Eiweiß oder Blut im Urin reagiert. Ebenso können eine Kreberkrankung, Hormonpräparate im Rahmen einer künstlichen Befruchtung oder eine Fehlgeburt in jüngster Vergangenheit für ein falsch-positives Ergebnis sorgen.

Manchmal zeigt der Teststreifen "nicht schwanger" an, obwohl es zu einer Befruchtung der Eizelle gekommen ist. Die häufigste Ursache dafür ist häufig eine zu niedrige hCG-Konzentration – entweder wegen eines zu frühen Test-Zeitpunkts oder weil die Frau zuvor zu viel Flüssigkeit zu sich genommen hat. Außerdem lässt sich mit einem Urintest keine Eileiterschwangerschaft feststellen.

Wichtig zu wissen: Nach der zehnten Schwangerschaftswoche fällt der hCG-Spiegel deutlich ab. Dann kann nur noch ein Gynäkologe eine Schwangerschaft bestätigen oder ausschließen. 

Bluttest bringt Gewissheit über Schwangerschaft

Wer möglichst rasch über eine Schwangerschaft Bescheid wissen möchte, kann beim Frauenarzt oder in einer Hebammenpraxis einen Bluttest durchführen lassen, um hCG im Blutserum nachzuweisen. Die Untersuchung liefert bereits acht bis zwölf Tage nach der Befruchtung ein aussagekräftiges Ergebnis. Nach der Blutentnahme müssen sich Frauen lediglich 24 Stunden gedulden, bis sie Gewissheit haben. Im Falle einer Schwangerschaft erfahren sie auch das ungefähre Alter des Embryos. Da ein Bluttest deutlich sensibler ist als ein Urintest, erweist er sich inbesondere in der Frühschwangerschaft als deutlich zuverlässiger. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse.

Unklares Ergebnis vom Frauenarzt abklären lassen

Eine zweifelsfreie Bestätigung ihrer Schwangerschaft erhalten Frauen nur bei ihrem Gynäkologen. Diesen sollten sie auch aufsuchen, wenn das Testergebnis negativ ist und ihre Periode dennoch ausbleibt. Dann gilt es abzuklären, ob eine funktionelle Zyklus-Störung vorliegt.

Um eine Schwangerschaft festzustellen, wird der Gynäkologe einen Bluttest sowie eine vaginale und eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen. Dabei kann der Facharzt bereits in der vierten Woche die Fruchthöhle erkennen. Ab der sechsten oder siebten Woche zeigt das Ultraschallbild den Dottersack mit dem Embryo. Auch lässt sich schon in diesem frühen Stadium die Herzaktivität des Fötus darstellen. Anhand dieser Parameter bestimmt der Gynäkologe die Schwangerschaftswoche.

Chancen für eine Schwangerschaft erhöhen

Viele Paare sind von einem negativen Testergebnis enttäuscht, weil ihr Kinderwunsch sehr groß ist. Mit einigen Tipps lassen sich die Chancen auf eine Schwangerschaft jedoch deutlich steigern. So verbessern zum Beispiel der Verzicht auf Nikotin und Alkohol die Fruchtbarkeit ebenso wie eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung. Weil Stress die Spermienproduktion hemmen und den Zyklus der Frau aus der Balance bringen kann, sollten Paare mit Babywunsch sich regelmäßig erholsame Auszeiten gönnen. Damit gewinnen sie Freiräume, die sie am besten für moderate körperliche Aktivitäten, aber auch für ausreichend Schlaf nutzen sollten.

Eine wertvolle Hilfe beim Bestimmen der fruchtbaren Tage sind Fruchtbarkeitskalender oder Ovulationstests aus der Apotheke. Mit diesen lässt sich der Zeitpunkt des Eisprungs und damit der ideale Termin für "erfolgreichen" Geschlechtsverkehr einfach bestimmen. Vor allem aber dürfen Paare bei aller Zielstrebigkeit die Lust am Sex nicht verlieren.

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