Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft >

Künstliche Befruchtung: Befruchtung mit Spendersamen steuerlich absetzbar

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Künstliche Befruchtung  

Künstliche Befruchtung mit gespendeten Samen steuerlich absetzbar

21.02.2011, 16:18 Uhr | AFP

Künstliche Befruchtung: Befruchtung mit Spendersamen steuerlich absetzbar. Gerichtsurteil: Künstliche Befruchtung mit gespendeten Samen steuerlich absetzbar. (Foto: imago)

Gerichtsurteil: Künstliche Befruchtung mit gespendeten Samen steuerlich absetzbar. (Foto: imago)

Bei Unfruchtbarkeit des Mannes können Ehepaare die Kosten einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen von der Steuer absetzen. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) mit einem am Montag in München bekanntgegebenen Urteil. Damit gaben die obersten Finanzrichter erneut im Bereich der Gesundheitsausgaben ihre frühere Rechtsprechung auf.

Befruchtung der Frau mit Spendersamen: eine Heilbehandlung?

Ausgaben, die im Einzelfall "zwangsläufig" anfallen, obwohl andere Bürger in vergleichbarer Lage diese Ausgaben nicht haben, mindern als "außergewöhnliche Belastung" das zu versteuernde Einkommen. Dazu gehören ausdrücklich auch die Kosten einer Heilbehandlung.

Weil der Mann unfruchtbar ist, hatte im Streitfall ein Ehepaar 21.000 Euro für eine sogenannte heterologe künstliche Befruchtung mit Spendersamen geltend gemacht. Gestützt auf die bisherige BFH-Rechtsprechung hatte das Finanzamt dies abgelehnt: Die Befruchtung der Frau mit Spendersamen könne die Unfruchtbarkeit des Mannes nicht heilen. Dennoch werde aber - wie bei einer "homologen" künstlichen Befruchtung mit den eigenen Samen - die krankheitsbedingt behinderte Körperfunktion des Mannes "durch eine medizinische Maßnahme ersetzt", heißt es nun in dem neuen Urteil. Dies sei "als Heilbehandlung anzusehen, so dass die Kosten hierfür als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden könnten".

Sechster Bundesfinanzhof-Senat entscheidet patientenfreundlich

Mit dem neuen Grundsatzurteil setzte der Sechste - für die Lohnsteuer zuständige - BFH-Senat seine patientenfreundliche Rechtsprechung fort. Er hatte 2009 die Zuständigkeit für außergewöhnliche Belastungen von dem wegen steigender Kindergeld-Klagen überlasteten Dritten Senat übernommen. Erst kürzlich hatte der Sechste Senat die steuerliche Absetzbarkeit krankheitsbedingter Ausgaben auch ohne amtsärztliches Attest sowie von Ausgaben für einen krankheitsbedingten Heimaufenthalt erleichtert. Zuvor hatte er in ebenfalls neuer Rechtsprechung die Absetzbarkeit zugelassen, wenn schwerkranke Menschen ohne schulmedizinische Behandlungsoptionen Hoffnung in einer noch nicht anerkannten Alternativmethode suchen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Verliebte Follower 
Hübsche Schwedin verdreht den Männern den Kopf

Die schöne Pilotin sorgt im Internet nicht nur wegen ihres Jobs für Furore. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal