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Kinderwunsch: Homosexuellen Paaren wird das Kinderkriegen leichter gemacht

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Kinderwunsch  

Zwei-Mütter-Methode erfüllt Kinderwunsch für lesbische Paare

18.10.2013, 09:29 Uhr | Marilynn Marchione, AP

Kinderwunsch: Homosexuellen Paaren wird das Kinderkriegen leichter gemacht. Kinder mit zwei Müttern - moderne Familien sehen manchmal anders aus als gewohnt.(Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Kinder mit zwei Müttern - moderne Familien sehen manchmal anders aus als gewohnt. (Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Für gleichgeschlechtliche Paare ist es schon lange möglich, ihren Kinderwunsch zu verwirklichen und eigene Kinder zur Welt zu bringen. In einer New Yorker Klinik werden jetzt neue Wege in der Reproduktionsmedizin beschritten, mit dem Zwei-Mütter-Ansatz.

Die 18 Monate alte Graham hat zwei Mütter - im wahrsten Sinne des Wortes: Von Maggie Leigh Marshall stammt die Eizelle, die mit Spendersamen befruchtet wurde, Marshalls Frau Sarah trug das Kind aus. In der Geburtsurkunde werden beide als Eltern aufgeführt. Möglich gemacht hat dies dies Alan Copperman, Medizinischer Direktor einer Klinik für Reproduktionsmedizin in New York, der den "Zwei-Mütter"-Ansatz entwickelte.

"Beide an der Schwangerschaft beteiligt"

"Auf diese Weise waren wir beide an der Schwangerschaft beteiligt", sagt die 40-jährige Sarah Marshall, eine Personalberaterin. Sie habe sich zuvor von der Idee lösen müssen, dass ihr Kind ihr oder Mitgliedern ihrer Familie ähnlich sehen werde, gesteht sie. "Aber seitdem ich Graham ausgetragen habe, steht für mich fest: Sie ist mein Kind." Sarahs Frau Maggie, eine 35-jährige Immobilienmaklerin, berichtet, ihr sei die Schwangerschaft nicht so wichtig gewesen. "Sarah wollte diese Erfahrung unbedingt machen", erklärt sie. Außerdem hätten sie gedacht, es sei ein besonderes Zeichen ihrer Verbundenheit, wenn Sarah ein Kind zur Welt bringe, das ihre - Maggies - Züge trage.

So teuer war der Kinderwunsch

Billig war das Vorhaben nicht: Die Frauen investierten fast 100.000 Dollar (knapp 74.000 Euro), bis Sarah endlich schwanger war. Eine In-Vitro-Befruchtung kann zwischen 15.000 und 20.000 Dollar kosten - abhängig von der Anzahl der notwendigen Tests und dem medizinischen Vorgehen.

Trotz der hohen Kosten gehen Reproduktionsmediziner davon aus, dass die Nachfrage nach Kindern bei gleichgeschlechtlichen Paaren steigen wird. Eine kanadische Studie scheint dies zu bestätigen: Die Wissenschaftler einer Klinik für künstliche Befruchtung sowie der Universität Toronto werteten Patientendaten der vergangenen 17 Jahre aus: Demnach stieg der Anteil lesbischer Frauen, die Samenspenden in Anspruch nahmen, von 15 auf 20 Prozent, nachdem 2003 in der Provinz Ontario die Homo-Ehe gesetzlich möglich geworden war.

Nachfrage bei gleichgeschlechtlichen Paaren steigt

"Traditionelle Fruchtbarkeitsbehandlungen passen immer weniger zu modernen Familien", sagt Copperman. "Es gibt bei uns immer mehr Paare, die die Erfahrung, ein Kind zu bekommen, miteinander teilen wollen." Meist seien es Frauen, aber auch Männer seien darunter - in diesem Fall bieten viele Kliniken Eispenden an, die mit dem Samen eines oder beider Männer befruchtet werden, sowie Leihmütter.

Aber vor allem lesbische Paare wählten den Weg, den Coppermans Klinik anbiete, sagt Melissa Brisman, Anwältin für Reproduktionsmedizinrecht in Montvale im US-Staat New Jersey. Einige Ärzte scheuten vor künstlicher Befruchtung zurück, wenn keine medizinische Indikation vorliege, berichtet sie. Die meisten begründeten dies mit einer hohen Infektionsgefahr.

Interessenten aus aller Welt

Andere Spezialisten sehen hier überhaupt kein Risiko. "Zu uns kommen gleichgeschlechtliche Paare aus aller Welt", erzählt Roger Good vom Unternehmen HRC Fertility, das neun Kliniken in Südkalifornien betreibt. In den USA seien Vorurteile weniger verbreitet und die Offenheit größer als in anderen Ländern, sagt er. Deshalb informierten sich viele, welche Möglichkeiten es gebe, ein Kind zur Welt zu bringen. Im vergangenen Jahr seien 65 lesbische Frauen und 275 schwule Männer in einer der Kliniken behandelt worden; Ärzte beobachteten seit Jahren einen Anstieg, sagt er.

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