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Vornamen: Die merkwürdigsten Namen der Welt

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Die merkwürdigsten Vornamen der Welt

21.05.2013, 14:19 Uhr | rev, t-online.de

Vornamen: Die merkwürdigsten Namen der Welt. Vornamen: Was ist erlaubt? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Prägnante Vornamen mit drei Buchstaben - das ist vielen Eltern zu langweilig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu Don Hugo gesellt sich Mo Vito - so hat der ehemalige Schwimmstar Franziska van Almsick ihren an Pfingsten geborenen zweiten Sohn genannt. Promis haben ein Faible für ungewöhnliche Vornamen für ihre Kinder, wenn auch nicht alle so extrem wie Schauspielerin Uma Thurman, deren jüngste Tochter Rosalind Arusha Arkadina Altalune Florence heißt. Aber auch Normalbürger können Standesbeamte mit der Namenswahl zur Verzweiflung bringen. Wir nennen die gängigen Namensregeln in Deutschland und die merkwürdigsten Vornamen.

Tattanka-Tattonka, Donnertrud, Praline - keine Grenzen bei der Namenswahl

In vielen Ländern sind Eltern bei der Namensgebung kaum Grenzen gesetzt, was vor allem Promis zu schätzen und auszunutzen wissen. So kann es dann schon vorkommen, dass die Kinder Scooter Jumper (amerikanischer Vorname), Moxie Crime Fighter (Sohn des US-Magiers Penn Jillette), Praline (Vorname einer Schweizer Benimmberaterin), Lennox Tattanka-Tattonka, Donnertrud oder sogar Hitler (kein seltener Vorname in Südamerika) heißen - und das ist nur eine kleine Auswahl extrem ungewöhnlicher Vornamen.

Wie viele Vornamen sind in Deutschland erlaubt?

Dagegen klingen die fünf Namen von Uma Thurmans kleiner Tochter noch vergleichsweise normal. Aber schon jetzt ist den Eltern klar, dass sie Verwandte und Freunde mit dieser Namenskette überfordern. Das "People"-Magazin will herausgefunden haben, dass alle die Kleine schlicht Luna nennen dürfen.

Auch in Deutschland dürfen Eltern ihren Kindern fünf skurrile Vornamen anhängen. Zwar gibt es auch hier kein Namensgebungsgesetz, allerdings bestehen Verwaltungsvorschriften mit Dienstanweisungen und Rechtsprechungen, an denen sich die Beamten im Zweifelsfall entlang hangeln können. Es liegt im Ermessen des Standesbeamten, wie viele Namen ein Kind bekommen kann. Als Faustformel gilt: Sieben "normale" Vornamen oder fünf selten gebrauchte sind erlaubt.

Mehr als 10.000 Vornamen im Umlauf

"Paare lassen sich immer häufiger skurrilere Namen einfallen", sagt Joachim Tryba, Fachberater beim hessischen Landesverband der Standesbeamten. "Die Vielfalt an Vornamen hat sich enorm erhöht", beobachtet Gerhard Müller von der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden. Während man sich vor etwa 50 Jahren noch aus einem Vorrat von bis zu 1000 traditionellen Vornamen bediente, seien mittlerweile weit mehr als 10.000 Rufnamen im Umlauf.

In Deutschland ist nicht alles möglich

"Viele Eltern machen sich offenbar keinen Kopf darüber, was sie ihren Kindern mit Namen antun können. Viele denken offenbar: je ungewöhnlicher, desto besser", vermutet Tryba. Doch Deutschland ist im Vergleich zu den USA nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. "Es dürfen keine lächerlich wirkenden Namen sein oder welche, die sich wahrscheinlich als lebenslange Belastung erweisen", erläutert Tryba. Andererseits fragen sich auch zahlreiche Eltern, was der Staat bei der Namensgebung mitzureden habe, sagt Gerhard Müller.

Regeln für die Namensgebung

Einige allgemeine Richtlinien sind in Deutschland für Eltern zu beachten: Der Name oder zumindest ein zweiter ergänzender, sollte das Geschlecht des Kindes erkennen lassen. Er darf kein Titel wie zum Beispiel "Prinzessin" und kein Orts- oder Markenname wie zum Beispiel "Escada" sein. Zuweilen müssen die Differenzen bei der Vornamensgebung vor Gericht gelöst werden. So wurde vor einigen Jahren entschieden, dass der Vorname "Frieden-Mit-Gott-Allein-Durch-Jesus-Christus" bei allem Respekt vor der Religiosität nicht geht.

Unzählige Streitfälle

In Deutschland werden pro Jahr Dutzende Gerichtsverfahren im Streit um Vornamen geführt. Vom Amtsgericht aufwärts kann der Weg theoretisch bis in die höchste Instanz führen. Damit es nicht zum Äußersten kommt, appellierte der Präsident der Standesbeamten, Jürgen Büssow, an seine Kollegen: Sie müssen "viel Fingerspitzengefühl und umfassende Rechtskenntnisse haben", um befriedigende und abgesicherte Lösungen zu finden.

Dabei kann die "Gesellschaft für deutsche Sprache" in Wiesbaden helfen. Die Wissenschaftler und Experten geben Auskünfte und erstellen Gutachten. "Unsere Beamten wissen manchmal schlichtweg nicht, ob der gewünschte Rufname nun männlich oder weiblich ist", sagt Tryba. Der Germanist und Namensforscher Müller schaut in zahlreiche Vornamensbücher und lange Listen der eigenen Dokumentation, in denen mehr als hunderttausend Namen verzeichnet sind. Müller und seine Kollegen können sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. "Wir haben pro Jahr etwa 2000 Anfragen." Noch vor 15 Jahren wurden die Experten im Jahr nur einmal in 100 Fällen schriftlich zu Rate gezogen.

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