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Häufige Vornamen  

Mohammed ist der häufigste Jungenvornamen in Großbritannien

28.10.2010, 10:22 Uhr | nw; www.beliebte-vornamen.de, AFP

Internationale Vornamen. Glückliche Eltern mit ihrem Baby: Der in Großbritannien am häufigste vergebene Name stammt aus dem Arabischen. (Bild: imago)

Großbritannien: Der am häufigste vergebene Name stammt aus dem Arabischen. (Bild: imago)

"Very British". So lautete in den vergangenen Jahren das Motto, wenn Eltern aus England, Wales oder Schottland ihren Babys Namen gaben. Vor allem bei den Jungs wurde bislang die Tradition groß geschrieben und Namen wie Jack, William oder Harry waren besonders populär - nicht zuletzt auch wegen königlicher Vorbilder. Doch der Trend für 2010 sieht anders aus. Eine aktuelle Statistik besagt, dass der meist vergebene Vorname für neugeborene Jungen aus dem Arabischen stammt. Wie ist es in Deutschland?

Ein Name - viele Schreibweisen

Nimmt man alle möglichen Schreibweisen zusammen, ist Mohammed der beliebteste Vorname für neugeborene Jungen in England und Wales. Auf den ersten drei Plätzen der am Mittwoch vom Statistikamt in London veröffentlichten Rangliste finden sich zwar die Namen Oliver, Jack und Harry. Die zwölf unterschiedlichen Schreibvarianten von Muhammad bis Mohamed überholen sie allerdings knapp. 7549 Neugeborene erhielten im Jahr 2009 eine der Versionen des aus dem Arabischen stammenden Vornamen; 7364 Mal entschieden sich die Eltern für den Namen Oliver. Die am weitesten verbreitete Schreibweise, Mohammed, rangiert auf dem 16. Platz. In London ist sie auf dem vierten Platz der beliebtesten Vornamen zu finden, in Birmingham, der zweitgrößten Stadt Englands, sogar an der Spitze der Liste.

Hohheitliche Namen

Den größten Popularitätsschub erhielt in den vergangenen zehn Jahren der Vorname Alfie. Er stieg dem Statistikamt zufolge um ganze 60 Plätze auf Rang vier der beliebtesten Jungennamen. Auch die Namen ihrer königlichen Hoheiten Harry (6143) und William (5247) sind nach wie vor äußerst beliebt. Den Namen des Premierministers, Gordon, bekamen 2009 hingegen gerade mal 14 neugeborene Jungs.

Bei den Mädchennamen behält Olivia den Spitzenplatz vor Ruby und Chloe. Dahinter folgen Emily, Sophie und Jessica. Insgesamt verzeichneten die Statistiker 706.248 Geburten im Jahr 2009 in England und Wales.

Langlebige Trends in Deutschland

Dem britischen Trend folgt Deutschland nicht. Hier sind kurze, knappe Namen, die unproblematisch auszusprechen sind am beliebtesten. Das zeigte die Halbjahres-Bilanz 2010 vom Portal "beliebte-Vornamen.de", das dazu rund 30.000 Geburtsmeldungen aus 329 deutschen Städten auswertete. Dabei zeigt sich allerdings wenig Veränderung bei den Spitzenplätzen im Vergleich zum Vorjahr. Die vorderen Plätze blieben in den letzten Jahren weitgehend unverändert von einem Jahr zum anderen. Demnach sind bei den Mädchen die Spitzenreiter Mia, Lea und Hanna und bei den Jungs Leon, Lukas und Jonas.

Mehr als zehn Jahre dauert es, bis die Namen der Top Ten komplett ausgetauscht sind. Das Team der Vornamens-Experten fand erst im Jahr 1997 keinen Namen mehr aus den Top Ten des Jahres 2008, bei den Jungs ging es sogar rund 15 Jahre zurück, bis 1993. Trends halten sich also sehr lange. Namen begleiten Menschen schließlich auch lange, da greift man natürlich lieber auf Bewährtes zurück. 1985 beispielsweise fanden sich noch sehr viel längere Namen, die natürlich zu allen möglichen Abkürzungen verleiten. So wird aus Sebastian Basti und aus Jessica Jessi. In diesem Jahr waren auch noch einige französische Namen en vogue, wie André und Nicole.

Neue Favoriten

Neu dazugekommen ist bei den Jungs seit 2009 Louis, für den Felix auf einen der hinteren Plätze weichen musste. Bei den Mädchen schaffte Laura den Sprung in die Top Ten und Marie rutschte ab. Ansonsten gibt es wenig Bewegung, eher ein Wechselspiel auf den oberen Rängen.

Kriterien der Namenswahl haben sich verschoben

In den letzten hundert Jahren haben sich die für die Namenswahl entscheidenden Kriterien verschoben. Der Anteil der Vornamen, die von den Eltern weitergegeben wurden, hat sich verringert. Immer weniger Kinder "erben" die Vornamen ihrer Eltern oder Verwandten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat zudem der Anteil der Namen, die auf einen christlichen Ursprung zurückgehen, in Deutschland stark abgenommen. Stattdessen liefern speziell seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts andere Kulturkreise vielen zukünftigen Eltern Anregungen für die Namenswahl.

Internationale Vergleiche: Namens-Hitlisten noch immer national geprägt

Die Namensforscher Jürgen Gerhards und Rolf Hackenbroch sehen bei der Namensgebung eine Entwicklung vom Lokalen zum Globalen: So sei der Teil der Vornamen, die aus dem nicht christlichen oder dem nicht deutschen Kulturkreis stammen, von 23 Prozent 1894 auf über 65 Prozent im Jahr 1994 gestiegen. Ein Vergleich der internationalen Namens-Hitlisten zeigt jedoch, dass die Favoriten der jeweiligen Länder noch immer stark national geprägt sind. Dabei muss aber auch beachtet werden, dass der Anteil der beliebtesten Namen von allen vergebenen Namen gering ist. Nur knapp ein Prozent der 2008 geborenen Kinder tragen in Deutschland tatsächlich den Namen Hannah oder Leon.

Anna, ein internationaler Klassiker

Die Vermutung, dass die deutschen Namens-Charts vor allem durch den englischen Sprachraum beeinflusst werden, trifft nicht zu. Überschneidungen mit den Top Ten von England und den USA gibt es nur bei den weiblichen Vornamen Hannah, Sophie beziehungsweise Sophia und Emily. Insbesondere der Vorname Emily erfreut sich in den englischsprachigen Ländern großer Beliebtheit: In England landet er bei den Mädchennamen auf Platz vier, in den USA sogar auf Platz eins. Der deutsche Namensfavorit, der am häufigsten auch unter den zehn beliebtesten Vornamen anderer Länder landet, ist der klassische Mädchenname Anna.

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