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Kosenamen: Süß oderpeinlich?

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Sind Kosenamen süß oder peinlich?

13.12.2013, 16:29 Uhr | mmh, t-online.de

Kosenamen: Süß oderpeinlich? . Schmolli oder kleiner Prinz? Was ist wohl sein Kosename?  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmolli oder kleiner Prinz? Was ist wohl sein Kosename? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kosenamen stehen für eine innige Beziehung, sie werden zwischen Menschen getauscht, die sich gern haben und nur von diesen benutzt. Manche sind individuell, manche bewährt, manche originell. Die Namensforschung teilt sie in die Kategorien "Klassiker" und "Individuelle" ein. Ob Schatzi oder Engelchen - was steckt hinter dem "Kuscheln mit Worten"? Und welchen Kosenamen trägt Ihr Kind? Stimmen Sie ab!

Fast alle Eltern nutzen Kosenamen

"Bubi" war 56 Jahre alt, als ich ihn kennengelernt hatte, und ein Schulfreund meines Vaters. Seinen tatsächlichen Namen erfuhr ich erst aus seiner Todesanzeige. Irgendwann hatte jeder einfach vergessen, wie er wirklich hieß und nur noch den Kosenamen benutzt, den seine Eltern ihm gegeben hatten, er blieb einfach "Bubi", sein Leben lang.

Viele Eltern legen heute großen Wert darauf, den Namen ihrer Kinder korrekt auszusprechen und bitten auch ihr Umfeld, das zu tun. Es fällt nicht immer leicht bei langen oder zusammengesetzten Vornamen. Abkürzungen sind für sie Tabu. Doch Kosenamen haben fast alle Eltern für Ihre Kinder. Sie sind so wichtig, dass sich sogar Sprachwissenschaftler damit auseinandersetzen.

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Kosenamen sind Privatsache, sie gehören in die Geborgenheit der Familie oder Partnerschaft. Manche Namen werden mit der Zeit auch peinlich und gerade die wird man oft nie mehr los.

So entstehen Kosenamen

Er muss leicht zu sprechen sein, kurz und lieb klingen. Manche sind originell, manche auf bestimmte Situationen, Angewohnheiten oder individuelle Merkmale bezogen, wie Schmolli oder Sommersprosse, manche sind altbewährt. Sehr üblich sind Formen wie Schatz, Mausi, Engelchen, Schnucki, Schnecki, Spatzi, Schnuckiputz, Schlumpfi.

Sprachwissenschaftler Markus Lindlar sieht in der Verwendung von Kosenamen auch eine gelernte Verhaltensweise, vom Baby über den Lebenspartner hin zum Opi gibt es für jede Lebensphase die passenden Kosenamen. Ein Allrounder ist Schatz, in allen Altersstufen am häufigsten gebraucht.

Das drücken sie aus

Kosenamen drücken eine Wertschätzung aus, Prinzessin oder Prinz beispielsweise fallen in diese Kategorie, ebenso Herz und Herzchen. Andere sind reine Fantasienamen wie Schnuppi oder Wulli. Hinter Schatz und Goldstück vermuten manche Namensforscher allerdings auch Besitzansprüche.

Je kleiner die Adressaten der Namen sind, desto häufiger hängen wir ein -chen oder -lein an. Wir wollen sie beschützen. Liebe und Beschützerinstinkt drücken sich darin aus.

Klassiker, Tiere, Eigenschaften, Wertschätzung

Warum so viele Namen aus dem Tierreich kommen, ist ein Rätsel, denn es sind nicht nur die kuscheligen Tiere, die als Namensgeber dienen: Bärchen, Mausi, Hase, Fröschchen. Oder Varianten wie Mausebär, Mausezähnchen.

Selbst Hexchen, Teufelchen, Dummerle, Frechdachs und Monsterchen können sehr süß und durchaus positiv gemeint sein. Nicht immer nett sind die Verbindungen zu körperlichen Merkmalen oder Eigenschaften: Moppel, Dickerchen, Stinki, Zottel.

Neben den Kategorien Klassiker und Individuelle gibt es noch die Shorties, also Abkürzungen wie Benni, Timmi, Dani und Fantasies, das sind Eigenkreationen, wie Pfirsichblüte, die oft Menschen wählen, die eine besondere Nähe zulassen.

Erwartungshaltungen ausdrücken

Wer seine Liebsten Mäuschen nennt, hält sie auch für ein kleines Ding, ein Häschen ist flink, aber kuschelig, ein Tiger stark, das Engelchen lieb, der Bär ein starker Beschützer.

Das sind die Favoriten

Die häufigsten Kosenamen sind echte Klassiker seit Generationen. Sie taugen nicht nur für Kinder, sondern auch für Partner. Echte Allrounder, die weitergegeben werden können.

Vor einiger Zeit fragten wir unsere Leser nach ihren liebsten Vornamen, das waren die Favoriten:

  • Maus / Mäuschen
  • Schatz / Schätzchen / Schatzi
  • Süße / Süßer
  • Spatz
  • Engelchen

Kosenamen nutzen sich ab

Doch Vorsicht: Kosenamen verlieren ihren Zauber, sie nutzen sich ab, wenn sie zu häufig eingesetzt werden. Ein Kosename, der inflationär und gleichwertig in positiven wie in negativen Zusammenhängen verwendet wird, ist kein Kosename mehr. Deshalb sollte man den korrekten Namen öfter anwenden, auch der lässt sich zärtlich betonen.

Kuscheleinheit in einem Wort

Kosenamen sollen liebevoll sein, Zuwendung ausdrücken, sie sind eine verbale Kuscheleinheit. Doch oft ersetzen sie einfach nur den echten Namen, sie werden zur Gewohnheit. Oft werden sie auch mit strenger Stimme und in einem Zusammenhang genutzt, der nicht unbedingt zärtlich ist: "Schatzi, es reicht!" oder "Schnucki, lass das, das nervt!". Peinlich wird es, wenn Pupsi oder Stinki auch in der Pubertät und besonders vor den Freunden so genannt wird.

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