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Rente: Hans-Werner Sinn warnt wegen Finanzhilfe vor Kollaps

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Ifo-Chef: Finanzhilfen bedrohen unsere Rente

08.04.2011, 16:00 Uhr | dpa, dpa-AFX, dapd, dpa-AFX, dapd, t-online.de, dpa

Rente: Hans-Werner Sinn warnt wegen Finanzhilfe vor Kollaps. Hans-Werner Sinn warnt: Rente in Gefahr (Foto: imago) (Quelle: imago)

Hans-Werner Sinn warnt: Rente in Gefahr (Foto: imago) (Quelle: imago)

Deutschland muss unentwegt Feuerwehr für kriselnde Eurostaaten spielen. Nach Griechenland und Irland erklärte sich nun auch Portugal zum Pflegefall und hängt sich damit an den Tropf des deutschen Steuerzahlers. Mit unabsehbaren Folgen für den unser Land: So warnt Top-Ökonom Hans-Werner Sinn die Bundesregierung vor zu großen Finanzhilfen. Die Politiker setzten "mit dieser Politik unsere Rente aufs Spiel".

Spanien und Italien als nächstes?

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat angesichts der Bitte Portugals um EU-Finanzhilfen Deutschland erneut vor ausufernden staatlichen Rettungsmaßnahmen gewarnt. Zuerst seien es Griechenland und Irland gewesen, nun Portugal. Danach könne es auch um Spanien und Italien gehen, sagte Sinn "bild.de".

"Es reicht jetzt. Damit übernehmen wir uns. Das schaffen selbst wir nicht. Italien hat so viele Schulden wie Deutschland", sagte der Wirtschaftsforscher und kritisierte, dass die zuletzt vereinbarte Erhöhung der Haftungssummen den Schuldenländern noch länger erlauben würde, über ihre Verhältnisse zu leben. Zudem bestehe die Gefahr, dass geleistete Hilfe verloren gehen könne.

Gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen

"Je mehr Geld fließt, desto länger leben die überschuldeten Länder über ihre Verhältnisse, desto mehr ist verloren. Gutes Geld dem schlechten hinterher zu werfen, war noch nie eine besonders gute Idee", bekräftigte Sinn. Neuere und größere Rettungsschirme würden auch nicht ohne Folgen für die Verbraucher und Steuerzahler bleiben. Die Politiker setzten "mit dieser Politik unsere Rente aufs Spiel."

In dieser Woche hatte das hoch verschuldete Portugal als drittes Land Finanzhilfen der EU beantragt. So soll verhindert werden, dass ein Euro-Land in die Pleite rutscht. Experten rechnen damit, dass Portugal bis zu 80 Milliarden Euro aus dem Topf benötigt, an dem Deutschland den größten Teil trägt. "Im Gegensatz zu Griechenland und Irland ist Portugal bereits bankrott. Außerdem hat es derzeit keine Regierung, die ein Kredit- und Sparprogramm durchführen könnte", sagte Jeremy Batstone-Carr, Analyst bei Charles Stanley & Co.

Finanzhilfen reduzieren Risiken

Die von Portugal gestellte Hilfsanfrage wird nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch die kurzfristigen makroökonomischen und finanzpolitischen Risiken vermindern. Die Aushandlung eines Reform- und Sparprogramms mit EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) sei jedoch vor den portugiesischen Wahlen eine Herausforderung, schreibt Fitch. Sobald eine Einigung erreicht sei, werde die Ratingagentur die Drohung einer weiteren Herabstufung der Kreditwürdigkeit zurückziehen.

Fitch hatte am 1. April die Note von Portugal um drei Noten auf "BBB-" reduziert. Dies ist die schlechteste Note vor dem sogenannten Ramschniveau. Auch andere Ratingagenturen hatten die Kreditwürdigkeit Portugals bedrohlich herabgestuft. Das machte es dem Land nahezu unmöglich, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Man werde vor allem jetzt darauf schauen, wie stark die portugiesische Regierung sich zu einem Reformpaket über den Wahltermin am 5. Juni hinaus bekennt. Wichtig sei, wie weit die Maßnahmen das Wachstumspotenzial der portugiesischen Wirtschaft steigerten, so Fitch weiter.

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