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Rentenbeitrag könnte schon 2012 deutlich sinken

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Rentenbeitrag könnte schon 2012 deutlich sinken

08.07.2011, 09:17 Uhr | dpa-AFX, dapd, AFP, bv, dapd, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Rentenbeitrag könnte schon 2012 deutlich sinken. Der Rentenbeitrag sinkt wohl in den nächsten Jahren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Rentenbeitrag sinkt wohl in den nächsten Jahren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Während Deutschland über den Sinn oder Unsinn von schuldenfinanzierten Steuerentlastungen für die Bürger diskutiert, sind auch wieder die Lohnnebenkosten ins Blickfeld geraten. Hier soll sich bereits im nächsten Jahr etwas tun. Die "Bild"-Zeitung berichtet, der Rentenbeitrag solle deutlich sinken. Entsprechende Zahlen kursierten aber bereits im März. Und während die Arbeitgeber eine rasche Abgabensenkung für möglich halten, sieht Michael Hüther vom Forschungsinstitut IW keinen Spielraum für Entlastungen.

Nach "Bild"-Angaben könnte der Beitrag zur Rentenversicherung im kommenden Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent sinken. Entsprechende Überlegungen gebe es in Regierungskreisen. Es sei sogar ein Rückgang auf 19,5 Prozent möglich - das entspreche einer Jahresentlastung von bis zu 132 Euro. Der "Spiegel" hatte bereits im März ähnliche Zahlen gemeldet - damals wurde als unterer Wert 19,3 Prozent genannt. Die Spekulationen über diese Zahlen dürften bis November anhalten, dann will die Bundesregierung eine endgültige Entscheidung treffen.

Gute Konjunktur entlastet die Rentenkasse

Als Grund für die günstigere Entwicklung wird der positive Konjunkturverlauf genannt. Danach könne die Rentenkasse bis Ende kommenden Jahres bis zu drei Milliarden Euro mehr einnehmen als erwartet. Diese Zahlen seien mit ausschlaggebend für die Höhe des Beitragssatzes 2012.

Zustimmung für die Senkung der Rentenbeiträge kam von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Geschäftsführungsmitglied Alexander Gunkel sagte der "Berliner Zeitung": "Insbesondere können und müssen die Rentenbeiträge gesenkt werden - und zwar schon im nächsten Jahr."

Hüther: Kein Spielraum bei Lohnnebenkosten

Dass die Regierungskoalition das Thema Senkung der Lohnnebenkosten aufgreift, stößt beim Wirtschaftsforscher Michael Hüther dagegen auf Unverständnis. Der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) sagte der "Passauer Neuen Presse", er sehe in keinem Zweig der Sozialversicherung Potenzial für Beitragssenkungen. Jetzt "dies und das zu diskutieren", sei ein Zeichen von Hilflosigkeit.

Hüther sagte, Senkungen bei der Arbeitslosenversicherung seien bei einem Stand von 3,5 Prozent ausgereizt. Die Pflegeversicherung sei unterfinanziert und auch beim Krankenkassenbeitrag sehe er kein Senkungspotenzial. Bei der Rente müsse dagegen der Beitrag in Abhängigkeit von der Reserve gekürzt werden.

Puffer in der Rentenversicherung

Diese Reserve (offiziell: Nachhaltigkeitsrücklage, früher: Schwankungsreserve) dient dem Ausgleich von Unterschieden bei den Einnahmen der Rentenversicherung. Während die Ausgaben übers Jahr relativ konstant sind, gibt es bei den Einnahmen monatliche Differenzen, zum Beispiel aufgrund der Anzahl der Arbeitstage oder der Auszahlung von Weihnachtsgeld. Wenn die Reserve das 1,5-fache einer durchschnittlichen Monatsausgabe übersteigt, muss der Beitragssatz gesenkt werden. Ende 2010 lag der Wert bei 1,1.

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