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Rente mit 67: Sozialverbände und SPD wettern gegen spätes Renteneintrittsalter

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Sozialverbände und SPD wettern gegen Rente mit 67

05.01.2012, 11:28 Uhr | dapd, AFP, dapd, AFP, t-online.de

Rente mit 67: Sozialverbände und SPD wettern gegen spätes Renteneintrittsalter. Der Einstieg in die Rente macht vielen Älteren finanziell Sorgen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Einstieg in die Rente macht vielen Älteren finanziell Sorgen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sozialverbände und die SPD laufen weiter Sturm gegen die Rente mit 67. Die Sozialverbände VdK und SoVD warnten vor einer wachsenden Armut in Deutschland. Sie forderten die Bundesregierung zum Handeln auf. Außerdem müsse auf die Rente mit 67 verzichtet werden. Ins gleiche Horn stieß die SPD. Sie stößt sich daran, dass ältere Erwerbslose nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst werden. Die Zeit sei deshalb noch nicht reif für die Rente mit 67, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Garrelt Duin, der "Bild"-Zeitung.

Die Bundesregierung hatte zuvor in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage bestätigt, dass mehr als 100.000 Arbeitslose über 58 Jahre im November nicht als arbeitslos erfasst wurden, weil sie seit mehr als einem Jahr kein Jobangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten haben. Die die Präsidentin des VdK, Ulrike Mascher, sagte: "Eine echte Verbesserung der Arbeitsmarktsituation für Ältere ist nicht in Sicht." De facto sei die Rente mit 67 deshalb ein Rentenkürzungsprogramm.

Bedrohung durch Altersarmut

Der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, sagte: "Die noch nicht absehbaren Folgen der Euro-Schuldenkrise werden die Rahmenbedingungen für den Kampf gegen die Armut verschlechtern." Bedrohlichere Formen werde insbesondere die Altersarmut annehmen.

Bauer fügte hinzu, die Rentnerhaushalte hätten bereits in den vergangenen Jahren real stark an Einkommen verloren. Auch die für 2012 angekündigte Rentenanpassung könne diese Kaufkraftverluste nicht auffangen.

Einstieg in die Rente mit 67

Insbesondere für Langzeitarbeitslose, prekär Erwerbstätige und Niedriglohnbezieher steige das Armutsrisiko. Bauer sagte: "Denn sie erwerben nur geringe Rentenanwartschaften und haben nicht die Möglichkeit, privat vorzusorgen." Dazu komme der Einstieg in die Rente mit 67 am 1. Januar 2012, wenn erstmals einen Monat länger gearbeitet werden muss.

Nach einer Übergangszeit von 18 Jahren müssen dann erstmals die ab 1964 geborenen bis 67 arbeiten, wenn sie ohne Abschläge in Rente gehen wollen. Das wird im Jahr 2031 sein. Das Gesetz war 2007 von der damaligen großen Koalition aus Union und SPD beschlossen worden. Damit reagierte die Politik auf die steigende Lebenserwartung und die abnehmende Zahl der Beitragszahler aufgrund der demografischen Entwicklung.

Arbeitsmarkt für Ältere noch problematisch

Mascher betonte: "Vom Aufschwung am Arbeitsmarkt können längst nicht alle profitieren." So seien Menschen mit Behinderung und Ältere überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Sie hätten "nur geringe Chancen, einen neuen Job zu finden".

Die VdK-Präsidentin fügte hinzu: "Dass die Armutsquote trotz der positiven Wirtschaftsentwicklung und der sinkenden Arbeitslosenzahlen nicht kleiner geworden ist, sollte die Politik aufrütteln." Es sei ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen vom allgemeinen Aufschwung abgehängt blieben.

Problem Altersarmut

Mascher kritisierte: "Gerade was die Prävention von Altersarmut angeht, verschließt die Politik meiner Meinung nach noch viel zu fest die Augen. In Zeiten sich ausbreitender prekärer Beschäftigung mit Teilzeit-, Mini- oder Zeitarbeitsjobs und entsprechend niedriger Entlohnung sowie immer häufiger unterbrochener Erwerbsbiografien, das Ganze gekoppelt mit einem immer mehr sinkendem Rentenniveau, steuern wir auf ein großes Problem der Altersarmut in der Zukunft zu."

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