Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Private Altersvorsorge >

Riester-Rente: Sparer müssen jetzt aufpassen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Riester-Rente: Sparer müssen jetzt aufpassen

25.11.2012, 11:30 Uhr | dapd

Riester-Rente: Sparer müssen jetzt aufpassen. Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise ratlos (Quelle: imago)

Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise ratlos (Quelle: imago)

Wichtige Frist für die Riester-Rente zum Jahresende: Beim Riestern verschenken viele Bundesbürger bares Geld, weil sie auf Zulagen und Steuervorteile verzichten. So beantragen lediglich 75 Prozent der Anleger die Zulagen, wie das Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest berichtet. Damit verzichtet jeder vierte Riester-Sparer auf die Zuschüsse. Allein durch nicht abgerufene Grundzulagen spart der Staat demnach jährlich rund 600 Millionen Euro.

"Finanztest": Kein Geld verschenken

"Mit einem Verzicht auf staatliche Zuschüsse schaden Sparer sich selbst, denn Riestern lohnt sich nur durch die Zulagen", sagt Marianne Stietz, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Riester-Sparer erhalten eine Grundzulage von 154 Euro jährlich sowie 300 Euro für jedes ab 2008 geboren Kind, für ältere Kinder sind es 185 Euro.

Voraussetzung ist allerdings, dass vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in das entsprechende Riester-Produkt eingezahlt werden, maximal jedoch 2100 Euro. Bei den vier Prozent zählen übrigens auch die Zulagen mit. Je höher sie ausfallen, desto geringer ist der eigene Sparanteil. Wer mit einem sogenannten Ehegattenvertrag über den Partner riestert, braucht übrigens nur 60 Euro pro Jahr einzahlen und sichert sich so die vollen Zulagen.

Auf den Dauerzulagenantrag achten

Damit die staatlichen Zuschüsse beim Riester-Vertrag nicht verloren gehen, sollte man sinnvollerweise einen sogenannten Dauerzulagenantrag nutzen. Dabei erteilen Sparer ihrem Anbieter eine Vollmacht, mit der die Zulage jedes Jahr automatisch bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZFA) der Deutschen Rentenversicherung beantragt wird.

Anders sieht es bei denjenigen aus, deren Einkommen schwankt. Sie müssen ihren Sparbetrag entsprechend anpassen und darauf achten, dass sie die Einzahlung von vier Prozent des Einkommens erreichen, damit die Zulage nicht gekürzt wird. Ansonsten kann dies insbesondere für Familien Konsequenzen haben. "Riestert eine selbstständige Ehefrau beispielsweise über ihren Mann, werden auch ihre und die Zulagen für die Kinder gekürzt, wenn der Hauptsparer nicht genug einzahlt", erläutert "Finanztest"-Experte Theo Plüschke.

Zulagen für 2010 bis zum Jahresende sichern

Wer keinen Dauerzulagenantrag gestellt hat, muss sich zudem an Fristen halten. Riester-Sparer, die ihre staatlichen Zulagen für 2010 noch nicht beantragt haben, sollten sich beeilen. "Bis zum 31. Januar muss der Antrag beim Anbieter des Riester-Produkts eingegangen sein, ansonsten verfallen die Ansprüche", betont Finanzexpertin Strietz.

Antragsformulare gibt es bei Banken, Versicherungen und der Gesellschaft, bei der der Riester-Vertrag abgeschlossen wurde. Der Anbieter leitet den Antrag dann an die Zulagenstelle weiter.

DER RENTENSCHÄTZER
Villa oder Senioren-WG?
Der Rentenschätzer

Schätzen Sie doch mal Ihre zukünftige monatliche Rente!

Vorsicht vor der Steuerfalle

Einige Riester-Sparer beantragen bewusst keine Zulagen, da sie mit einer Steuererstattung rechnen. Das ist jedoch ein Fehler, denn: "Die Zulagen werden stets von der Erstattungssumme abgezogen, unabhängig davon, ob der Sparer sie tatsächlich beantragt hat", erläutert Plüschke.

Grundsätzlich würden die Finanzämter immer davon ausgehen, dass die Zulagen in den Vertrag geflossen seien.

ZINS-CHECK
Festgeld-Vergleich
Festgeld-Vergleich

Top-Konditionen ab dem ersten Euro: Finden Sie hier das beste Festgeldkonto.

Ladenhüter Riester-Rente

Rund 15,6 Millionen Riester-Verträge haben die Bundesbürger abgeschlossen. Doch die Produkte entwickeln sich immer mehr zu Ladenhütern, wie die Statistik des Bundesarbeitsministeriums zeigt. Während es bei den Neuverträgen in den vergangenen Jahren noch Zuwächse in Millionenhöhe gab, waren es im ersten Halbjahr 2012 lediglich rund 200.000. Klassische Versicherungs-, Bankspar- oder Investmentfondsverträge sind kaum noch gefragt. Ein Renner sind hingegen Wohn-Riester-Produkte: Über 60 Prozent der Neuverträge entfallen auf die sogenannte Eigenheimrente.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wie haben Sie Ihr Geld hauptsächlich angelegt?
Video des Tages

Shopping
Shopping
Jetzt Glücks-Los kaufen, gutes tun und gewinnen!
Sonderverlosung am 7.11.17 - 20 Mio. € extra
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017