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Contergan-Opfer bekommen erheblich mehr Rente

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Contergan-Opfer bekommen erheblich mehr Rente

26.04.2013, 08:32 Uhr | t-online.de, dpa

Contergan-Opfer bekommen erheblich mehr Rente. Durch das Schlafmittel Contergan wurden weltweit 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren (Quelle: dpa)

Durch das Schlafmittel Contergan wurden weltweit 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren (Quelle: dpa)

Die Renten für Contergan-Opfer werden deutlich erhöht. Der Bundestag hat einstimmig beschlossen, dass die monatlichen Zahlungen rückwirkend zum Januar von bisher maximal 1152 Euro auf einen Höchstbetrag von 6912 Euro steigen sollen. Insgesamt stellt die Regierung pro Jahr 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Bund stellt für die Anhebung 90 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es zusätzlich 30 Millionen Euro für Sonderbedürfnisse der Betroffenen, etwa für spezielle Heilbehandlungen.

Eine kleine Revolution

Die Kompensation fehlender Hände, Arme oder Beine hat bei Contergan-Geschädigten zu schweren Haltungsschäden geführt. Die meisten klagen über Schmerzen, die Hälfte der heute etwa 50 Jahre alten Opfer ist pflegebedürftig. Das Contergannetzwerk bezeichnete die Anhebung der staatlichen Zuwendungen als kleine Revolution.

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"Die massive, 50-jährige Unterversorgung der Geschädigten hat damit ein Ende", sagte der Vorsitzende der Interessenorganisation, Christian Stürmer. Derzeit leben noch 2700 Menschen, die durch Contergan geschädigt wurden.

Größter Arzneimittel-Skandal der Nachkriegszeit

Contergan steht für den größten Arzneimittel-Skandal der deutschen Nachkriegsgeschichte. 1957 brachte das Pharmaunternehmen Grünenthal das Schlafmittel auf den Markt, das damals von vielen Schwangeren genommen wurde. Doch bald kamen etwa 10.000 Kinder mit schweren Missbildungen an Armen und Beinen auf die Welt. Allein in Deutschland waren es ungefähr 5000.

Seit Anfang der 1970er Jahre erhalten die Geschädigten eine Rente, für die der Bund und die Firma Grünenthal aufkommen.

Contergan-Wirkstoff weiterhin zugelassen

Trotz des Skandals ist der Contergan-Wirkstoff Thalidomid unter anderem in der EU und in den USA weiterhin zugelassen. Verwendet wird das Medikament zum Beispiel gegen Krebs und in den USA gegen Lepra. Für Schwangere ist die Arznei streng verboten.

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In Deutschland ist die Abgabe thalidomidhaltiger Medikamente jedoch durch die Arzneimittelverschreibungsverordnung reguliert und unterliegt der amtlichen Überwachung. Ärzte müssen für die Verordnung das so genannte T-Rezept verwenden.

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