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Ifo-Chef Sinn warnt vor Rentenkrise: "Bräuchten 32 Millionen Migranten"

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Ifo-Chef warnt vor Rentenkrise  

Sinn: "Wir bräuchten 32 Millionen Migranten"

26.12.2014, 10:54 Uhr | t-online.de

Ifo-Chef Sinn warnt vor Rentenkrise: "Bräuchten 32 Millionen Migranten". Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht harte Zeiten auf die deutsche Rentenversicherung zukommen (Quelle: dpa)

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht harte Zeiten auf die deutsche Rentenversicherung zukommen (Quelle: dpa)

Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat vor einer Krise des Rentensystems gewarnt. In einem "Focus"-Interview sagte der Chef des Ifo-Instituts, Deutschland brauche 32 Millionen Migranten, um seinen Lebensstandard zu halten. Grund sei, dass die geburtsstarken Jahrgänge 1964 und 1965, "die dieses Land im Moment antreiben", schon in rund zehn Jahren beginnen würden, in Rente zu gehen.

In 15 Jahren strebe dann das Gros in den Ruhestand, "und in 20 Jahren sind fast alle drin", sagte Sinn. Dann gebe es siebeneinhalb Millionen mehr Rentner und achteinhalb Millionen Menschen weniger, die im erwerbsfähigen Alter sind. "Um das durch Migration aufzufangen, wären 32 Millionen Menschen nötig. Das kann man sich gar nicht vorstellen."

Für die Rentner bedeute dies, dass sie mit Abstrichen leben müssten, während junge Leute gleichzeitig unter der wachsenden Rentenlast ächzten. "Wir werden gut ausgebildete Migranten brauchen, die helfen, diese Last zu tragen", sagte Sinn. Trotzdem sei eine Lösung des Problems in dem Sinne unvorstellbar, "dass es uns dann so gut geht wie heute".

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Steht das deutsche Rentensystem vor einem Kollaps?

Sinn fordert mehr private Vorsorge

Trotz niedriger Zinsen müssten die Menschen deshalb mehr selbst fürs Alter vorsorgen und sich nicht auf den Staat verlassen, sagte Sinn. Der habe mit der Rente ab 63 die falschen Weichen gestellt. Die Lebensarbeitszeit müsse verlängert, nicht verkürzt werden. Die Mütterrente verteidigte Sinn dagegen, weil alle Renten, die gezahlt werden, letztlich auf der Erziehungsleistung beruhten. Er erneuerte seine Forderung nach einer Abschaffung des gesetzlichen Rentenalters.

Für die private Altersvorsorge empfahl Sinn Aktien oder Immobilien. Von Staatsanleihen riet er im "Focus"-Interview explizit ab. Dass sie sicher seien, sei eine "Fiktion". Sinn kritisierte, dass die Sparer derzeit veranlasst würden, ihr Geld zu Banken und Versicherungen zu tragen, die es allzu häufig in Staatsanleihen anlegen - "leider auch in Staatspapieren von südeuropäischen Ländern."

Viele Schuldenstaaten könnten ihre Kredite nur deshalb bedienen, weil sie frisches Geld von den Banken bekommen. "Manche Länder werden ihre Altkredite nicht bedienen können", sagte Sinn. Die Babyboomer würden deshalb in 15 Jahren wohl Schwierigkeiten haben, ihr Geld wiederzubekommen.

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