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Lebensversicherung: Garantiezins soll 2017 unter ein Prozent sinken

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Ab Januar 2017  

Garantiezins von Lebensversicherungen sinkt unter ein Prozent

03.05.2016, 10:53 Uhr | André Stahl, dpa

Lebensversicherung: Garantiezins soll 2017 unter ein Prozent sinken. Die gesunkenen Leitzinsen wirken sich auch auf den Garantiezins von Lebensversicherungen aus. (Quelle: dpa)

Die gesunkenen Leitzinsen wirken sich auch auf den Garantiezins von Lebensversicherungen aus. (Quelle: dpa)

Seit Jahren gilt der vergleichsweise immer noch attraktive Garantiezins als Argument zum Abschluss einer Lebensversicherung. Doch die Obergrenze für die Langfrist-Versprechen bei Neuverträgen sinkt. Im nächsten Jahr soll es mit der Rendite-Zusage nun unter die Marke von einem Prozent gehen.

Ab Januar 2017 müssen sich Neukunden klassischer Lebensversicherungen auf einen weiteren Rückgang der garantierten Verzinsung einstellen. Der sogenannte Garantiezins soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von aktuell 1,25 Prozent zum 1.1.17 auf 0,9 Prozent sinken. Einen entsprechenden Vorschlag habe das Bundesfinanzministerium unterbreitet, verlautete aus dem Ministerium.

Reaktion auf anhaltende Niedrigzinsphase

Der Garantiezins bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden versprechen dürfen. Da es wegen der anhaltenden Niedrigzinsen immer schwieriger wird, diese zu erwirtschaften, wurde der Garantiezins schon mehrfach gesenkt.

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Mit der weiteren Anpassung der vorgegebenen Höchstgrenze für langfristige Zinsversprechen der Unternehmen werde auf die anhaltende Niedrigzinsphase reagiert, hieß es. Sie spiegele auch die aktuellen Marktverhältnisse wider. Zugleich setze die Senkung unter 1,0 Prozent ein klares Signal, dass Lebensversicherer ihre Rückstellungen noch vorsichtiger kalkulieren müssten.

Altverträge von der Absenkung nicht betroffen

Der Garantiezins gilt seit Jahren als das Verkaufsargument für den Altersvorsorge-Klassiker Lebensversicherung. Mit dem Garantiezins - auch Höchstrechnungszins genannt - können Kunden nach Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten sicher rechnen. Er sinkt, weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld flutet und die Zinsen faktisch abgeschafft hat.

Für Neuverträge liegt er seit 2015 bei 1,25 Prozent, davor betrug diese garantierte Rendite zeitweise deutlich mehr als vier Prozent. Hinzu kommt die sogenannte Überschussbeteiligung. Für Altverträge mit einer Rendite von bis zu 4,0 Prozent ändert sich nichts - ein Hauptargument gegen eine vorzeitige Kündigung von Kapitallebensversicherungen. 

Versicherer müssen Rückstellungen bilden

Mit einer Absenkung auf 0,9 Prozent ist das Finanzministerium konservativer als die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Diese hatte empfohlen, den Garantiezins für Neuverträge ab 2018 auf 1,0 Prozent zu senken und 2017 den Zins bei 1,25 Prozent zu belassen.

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Lebensversicherer müssen für die eingegangenen Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen eine Deckungsrückstellung bilden. Der Satz, mit dem diese Rückstellung abgezinst werden darf, wird durch den Höchstrechnungszins begrenzt. Die Höhe des Garantiezinses legt das Finanzministerium per Verordnung fest auf Grundlage der Berechnungen der DAV-Mathematiker und der Empfehlungen der Finanzaufsicht Bafin.

2018 Entscheidung über Abschaffung des Garantiezinses

Ursprünglich wollte die Bundesregierung den Garantiezins ganz abschaffen, nahm von den Plänen aber wieder Abstand. Sie hatte jedoch eine Überprüfung im Laufe dieses Jahres angekündigt, ob und inwieweit der Zinssatz an die "Marktgegebenheiten" angepasst werden soll. Ob beziehungsweise in welcher Form ein "Höchstrechnungszins" als Aufsichtsinstrument erforderlich sei, soll 2018 geprüft werden.

Hintergrund sind auch die europaweit einheitlichen strengeren Eigenkapitalvorschriften ("Solvency II") für Versicherungen. Danach orientiert sich der Kapitalbedarf von Lebensversicherern stärker an dem Risiko, das sie mit Zusagen eingehen. Lebenslange Garantien müssen also stärker mit Eigenkapital hinterlegt werden.

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