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Diskussion um Altersvorsorge  

Das bedeutet die Rente mit 70

10.09.2017, 17:00 Uhr | ron, t-online.de, dpa

Das bedeutet die Rente mit 70. Müssen wir künftig länger arbeiten? Wirtschaftsexperten befürworten die Rente mit 70. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Müssen wir künftig länger arbeiten? Wirtschaftsexperten befürworten die Rente mit 70. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Diskussion um die Rente mit 70 hat wieder an Fahrt aufgenommen. Obwohl sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im TV-Duell klar dagegen ausgesprochen hat, rumort es in der CDU-Fraktion über diese Absage. Teile der Union sind verärgert. Auch Ökonomen kritisieren Merkels Nein zu einem späteren Renteneintritt. Aber was bringt die Rente mit 70 dem Arbeitnehmer?

Eigentlich klingt es nachvollziehbar: Die Bundesbürger werden immer älter. Parallel gibt es immer weniger Arbeitnehmer, die in die gesetzlichen Rentenkassen einzahlen. Deswegen sollten sie in den kommenden Jahrzehnten auch länger arbeiten und schrittweise später in Rente gehen, argumentieren Teile von Wirtschaft und Politik. t-online.de beantwortet die wichtigsten fünf Fragen rund um die Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Ist es überhaupt möglich, bis 70 zu arbeiten?

Es kommt grundsätzlich auf die Art der Tätigkeit an. Ist die Arbeit körperlich anstrengend, ist ein Renteneinstieg erst ab 70 fast undenkbar. Schichtarbeiter, Jobs auf dem Bau, wie Maurer und Dachdecker, oder der verarbeitenden Industrie dürften nicht in Betracht kommen, weil es auch um Sicherheitsfragen geht, die bei einem über 60-Jährigen schwieriger sind als bei einem Mittvierziger.

Wie kann sich das gesundheitlich auswirken?

Eine Studie der IG Metall Baden-Württemberg und der Hans-Böckler-Stiftung, in der 1300 Schichtarbeiter befragt wurden, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Vor allem, wer Nachtschicht arbeitet, muss mit gesundheitlichen Folgen rechnen. "Das äußert sich darin, dass ungefähr 75 bis 80 Prozent der Nachtarbeitenden über Magen- und Darmprobleme klagen", sagte Studienleiter Thomas Langhoff der SWR-Sendung "Marktcheck".

Was passiert, wenn Sie nicht bis 70 durchhalten?

"Für Arbeitnehmer, die gesundheitlich gar nicht in der Lage sind, bis 70 zu arbeiten, ist das faktisch eine Rentenkürzung", sagte Katharina Henrich, Expertin für Altersvorsorge bei der Zeitschrift "Finanztest", der ARD. Ein Beispiel: Wenn ein Arbeitnehmer, der bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres arbeiten sollte, bereits mit 67 in Rente gehen möchte, müsste auf 0,3 Prozent seiner vorgesehenen Rente verzichten – und zwar für jeden Monat, den er früher aufhört zu arbeiten.

Was denken Wirtschaftsexperten über die Rente mit 70?

Zwei Drittel der deutschen Ökonomen bezweifeln, dass das gesetzliche Rentensystem auch in Zukunft eine ausreichende Rente garantieren kann. Konsequenz: Ein höheres Renteneintrittsalter sei ein geeignetes Mittel, um die Rente zu finanzieren.

Laut einer Umfrage bei gut 160 Wirtschaftsprofessoren, durchgeführt vom Ifo-Institut und der "FAZ", plädieren viele der befragten Experten für die Rente ab 70. Andere wollen den Rentenbeginn kontinuierlich an die steigende Lebenserwartung anpassen. Die Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren sei ein Fehler gewesen, glauben 85 Prozent der Fachleute. Auch die Mütterrente sehe die Mehrheit als einen Fehler an, schreibt die "FAZ".

Woraus soll sich die gesetzliche Rente finanzieren?

Gut ein Drittel der befragten Wirtschaftsexperten würde die Menschen nicht nur länger arbeiten lassen, sondern darüber hinaus die Rente kürzen, um genug Geld in der Rentenkasse zu haben. Auch ein höherer Steuerzuschuss, höhere Beiträge oder die Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rente könne deren Finanzierung sichern, so die Ökonomen.

Nicht einig sind sich die Ökonomen darüber, ob angesichts der drohenden Defizite im Rentensystem eine zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge zur Pflicht gemacht werden soll.

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