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Rentenberechnung ist kein Buch mit sieben Siegeln

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Entgeltpunkte & Co.  

Rentenberechnung ist kein Buch mit sieben Siegeln

23.10.2016, 12:28 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Rentenberechnung ist kein Buch mit sieben Siegeln. Die Berechnung der Rente folgt klaren Regeln. (Quelle: dpa)

Die Berechnung der Rente folgt klaren Regeln. (Quelle: dpa)

Die Höhe ihrer Rente ist für viele Arbeitnehmer ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei folgt die Rentenberechnung klaren Regeln.

Die einfachste Faustformel geht so: Aktueller Rentenwert x Entgeltpunkte = monatliche Rente in Euro.

Der aktuelle Rentenwert liegt im Osten bei 28,66 Euro und im Westen bei 30,45 Euro. So viel ist also zur Zeit ein in der gesetzlichen Rentenversicherung erreichter Entgeltpunkt wert.

Entgeltpunkte errechnen sich über das jährliche Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer. Für dieses Durchschnittsentgelt gibt es einen Entgeltpunkt. Verdient ein Arbeitnehmer also mehr als diesen Durchschnittswert, bekommt er entsprechend mehr Punkte, verdient er weniger, gibt es weniger Punkte.

Das Durchschnittsentgelt beträgt 2016 im Westen 36.267 Euro, im Osten 31.593 Euro.

Wenn man also zum Beispiel 40 Jahre lang immer genau das Durchschnittseinkommen verdient hat, besitzt man 40 Entgeltpunkte. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert West ergibt das eine Bruttorente von 1218 Euro. Davon werden aber noch Sozialabgaben für die Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen.

Die genauere Formel

Doch das war ja nur die Faustformel. Die tatsächliche Rentenformel ist ein klein wenig komplizierter. Denn es kommen zum Rentenwert und den Entgeltpunkten noch der Zugangsfaktor und die Rentenart dazu. Sie sieht dann so aus:

Aktueller Rentenwert x Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenart = monatliche Bruttorente.

Über den Zugangsfaktor werden Zu- und Abschläge berücksichtigt - Abschläge etwa bei vorzeitigem Rentenbeginn. Fallen keine Zu- oder Abschläge an, ist der Zugangsfaktor 1,0, wirkt sich also gar nicht auf die Formel aus.

Auch die Rentenart wird mit einem Faktor ausgedrückt. "Altersrenten, Renten wegen voller Erwerbsminderung und Erziehungsrenten haben den Wert 1,0. Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung 0,5, Vollwaisenrenten 0,2 und Halbwaisenrenten 0,1. Bei Witwenrenten ist der Faktor 0,55 oder 0,6", heißt es dazu auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung, wo Sie Ihre Rente auch online berechnen können. Dazu sollten Sie das Renteninformationsschreiben zur Hand haben, das regelmäßig verschickt wird.

Die Rente in den neuen Bundesländern

Eine letzte Spezialität bei der Berechnung ist der Unterschied zwischen Ost- und Westrenten. Da im Osten das Durchschnittsgehalt niedriger ist als im Westen, werden bei der Berechnung der Entgeltpunkte dort die individuellen Arbeitsverdienste über einen "Hochwertungsfaktor" auf Westniveau angehoben. Dieser Faktor liegt derzeit bei 1,1479 und wird genau wie die Durchschnittsverdienste jedes Jahr neu bestimmt.

Angenommen, ein Versicherter in Stuttgart hat 2016 mit einem Jahresgehalt von 36.267 Euro brutto genauso viel verdient wie ein Versicherter in Dresden. Dann erwirbt der Stuttgarter damit also einen Entgeltpunkt. Beim Dresdner aber wird das Jahreseinkommen höher gewertet auf 41.631 Euro. Er bekommt dadurch 1,1479 Entgeltpunkte gutgeschrieben.

Wenn man nun den Entgeltpunkt des Stuttgarters mit dem aktuellen Rentenwert West multipliziert, hat er für 2016 eine Rentenanwartschaft von exakt 30,45 Euro erworben. Der Dresdner aber bekommt für seine 1,1479 Punkte und dem Ost-Rentenwert (28,66 Euro) 32,90 Euro Rentenanwartschaft für 2016 - was die Tatsache widerspiegelt, dass er für Ostverhältnisse überdurchschnittlich verdient hat.

Damit zeigt sich aber auch die Kehrseite der immer wieder geforderten Angleichung der Renten in West und Ost, wo das Rentenniveau derzeit bei 94,1 Prozent des Westens liegt. Denn bei einer Angleichung müsste die Höherwertung ostdeutscher Einkommen wegfallen - und Millionen ostdeutscher Arbeitnehmer hätten dadurch langfristig geringere Rentenansprüche.

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