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"Nicht überzeugend": Blüm kritisiert Nahles Rentenkonzept

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"Nicht überzeugend"  

Norbert Blüm kritisiert Nahles' Rentenkonzept

26.11.2016, 08:17 Uhr | dpa

"Nicht überzeugend": Blüm kritisiert Nahles Rentenkonzept. In der Kritik: Arbeitsministerin Andrea Nahles und ihr Rentenkonzept. (Quelle: dpa)

In der Kritik: Arbeitsministerin Andrea Nahles und ihr Rentenkonzept. (Quelle: dpa)

Der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm hält das von der Amtsnachfolgerin Andrea Nahles geforderte Mindest-Rentenniveau von mindestens 46 Prozent für unzureichend. "Die Rente muss höher sein als die Grundsicherung, sonst verliert das System seine Legitimität. Ein Niveau von 46 Prozent wird dafür nicht reichen", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Nahles hatte am Freitag ihr langfristiges Rentenkonzept vorgestellt. Darin forderte sie unter anderem, dass das Niveau von heute rund 48 Prozent nicht unter 46 Prozent absinken dürfe. Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht.

"Frau Nahles stellt zwar die richtige Frage, aber ihre Antwort überzeugt mich nicht", sagte Blüm. Er warb für mehr Ehrlichkeit in der Debatte. "Die Jungen müssen mehr bezahlen, alles andere wäre eine Lüge." Blüm war von 1982 bis 1998 Arbeitsminister im Kabinett von Kanzler Helmut Kohl (CDU). Bis heute wird Blüm mit dem Versprechen "Die Rente ist sicher" in Verbindung gebracht.

Kritik auch von Walter Riester 

Blüms direkter Nachfolger im Ministerium, Walter Riester (73), sieht vor allem den von Nahles für die Zeit nach 2030 ins Spiel gebrachten Demografiezuschuss aus Steuermitteln kritisch. "Wer heute so tut, als ob Wirtschaft und Steuereinnahmen immer weiter wachsen, wird spätestens in der nächsten Krise ein böses Erwachen erleben", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk.

Beide Ex-Minister warnten eindringlich davor, die Rente zum Thema im Wahlkampf zu machen. "Alle Jahre wieder eine Rentendiskussion ist Gift für das Vertrauen in die Rente", argumentierte Blüm.

Seehofer: "Gift für den Arbeitsmarkt" 

Auch vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer kam Kritik: Eine Beitragserhöhung auf 25 Prozent, wie Nahles sie ins Spiel gebracht hatte, wäre Gift für den Arbeitsmarkt, sagte der CSU-Chef der "Passauer Neuen Presse". Dies funktioniere nicht, ohne dass massenhaft Jobs verloren gingen.

Für eine Finanzierung aus Steuermitteln würden mindestens neun Milliarden Euro benötigt. Er sehe bisher kein Konzept zur Stabilisierung des Rentenniveaus, das Wirtschaft und Wachstum nicht gefährde, sagte Seehofer.

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