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Jedem zweiten Beschäftigten droht Altersarmut

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Umfrage: Die Angst steigt  

Jedem zweiten Beschäftigten droht Altersarmut

09.06.2017, 12:49 Uhr | AFP, dpa-tmn

Jedem zweiten Beschäftigten droht Altersarmut. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten muss sich im Alter wohl mit einer Rente unter dem Grundsicherungsbedarf begnügen.  (Quelle: dpa)

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten muss sich im Alter wohl mit einer Rente unter dem Grundsicherungsbedarf begnügen. (Quelle: dpa)

In Deutschland muss jeder zweite Beschäftigte im Alter mit einer gesetzlichen Rente unter dem Grundsicherungsniveau rechnen. Das geht aus Daten der Bundesregierung und des Statistischen Bundesamtes hervor, über die die "Saarbrücker Zeitung" berichtet. Einer neuen Umfrage zufolge haben 61 Prozent der Berufstätigen Angst vor der Altersarmut.

Demnach ist derzeit ein monatliches Bruttogehalt von 2.330 Euro nötig, um im Laufe eines durchschnittlich langen Arbeitslebens von 38 Jahren eine Rente in Höhe der staatlichen Grundsicherung im Alter zu erzielen.

Jedoch verdienten 19,5 Millionen der rund 37 Millionen Beschäftigten, die in der aktuellen Verdienststrukturerhebnung des Statistikamts erfasst sind, weniger, berichtete das Blatt. Damit bekämen 52 Prozent der Beschäftigten im Alter eine Rente unter dem durchschnittlichen Grundsicherungsbedarf von 795 Euro.

Die Daten hatte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, angefordert. Sie verlangte, die gesetzliche Rente so zu stärken, dass niemand Armut im Alter fürchten müsse.

Umfrage: Mehrheit der Berufstätigen hat Angst vor Altersarmut

Im Alter nicht mit dem Geld auszukommen – diese Sorge treibt offenbar viele Berufstätige in Deutschland um. Das zeigt eine repräsentative Studie der Marktforschungsfirma Research Now. Demnach haben 61 Prozent Angst vor Altersarmut. Nur 39 Prozent der Arbeitnehmer sehen dem Ruhestand sorglos entgegen.

Die meisten der Befragten (80 Prozent) legen vorsorglich Geld beiseite. Beliebteste Sparform ist dabei das klassische Sparbuch (39 Prozent), gefolgt von der Immobilie (33 Prozent) und Riester-Verträgen (27 Prozent). In ein privates Versicherungsprodukt investieren immerhin 25 Prozent, 19 Prozent halten Fonds und ebenso viele Aktien, fünf Prozent investieren in Anleihen.
Im Auftrag des Beratungsunternehmens Deloitte wurden 1000 Beschäftigte im März 2017 befragt.

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