Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Betriebliche Altersvorsorge >

Gesetzespaket: Das ändert sich jetzt bei der Altersvorsorge

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rentenerhöhung ab dem 1. Juli  

Betriebsrente: Mehr Geld, aber keine Garantien

25.06.2017, 12:15 Uhr | Holger Hansen, rtr

Gesetzespaket: Das ändert sich jetzt bei der Altersvorsorge. Ein älteres Pärchen wirft Geld in ein Sparschwein (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Andrey Popov)

Die Bundesregierung hat die Reform der Betriebsrente beschlossen. CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge. (Quelle: Andrey Popov/Thinkstock by Getty-Images)

Wenige Monate vor der Bundestagswahl hat der Bundestag mit den Stimmen von Union und SPD ein Gesetzespaket verabschiedet, um die betriebliche und private Altersvorsorge zu stärken. Die Rentenerhöhung zum 1. Juli kommt aber nicht bei allen zum gleichen Zeitpunkt an.

Zusätzliche Einnahmen aus Betriebs- und Riesterrenten sollen im Alter ein Auskommen auch bei geringen Ansprüchen aus der gesetzlichen Rente ermöglichen. Doch gerade Geringverdiener sorgen zu wenig vor.

Das ändert sich ab 2018

Das Gesetzespaket sieht daher vor, ab 2018 den Zuschuss zu Riester-Verträgen zu erhöhen und bei der Grundsicherung im Alter einen Freibetrag einzuführen.

Für Betriebsrenten gibt es ein neues Sozialpartnermodell, bei dem Arbeitnehmer erstmals keine Garantie für die aus ihren Beiträgen später zu erwartende Rente erhalten.

Die Kosten des Pakets für die öffentlichen Haushalte laufen auf etwa 500 Millionen Euro jährlich hinaus.

Nachfolgend lesen Sie die Neuerungen im Überblick:

Ergänzende Altersvorsorge

Knapp 47 Prozent der Arbeitnehmer mit weniger als 1500 Euro Verdienst im Monat zahlen nach Angaben der Bundesregierung weder in eine Betriebsrente noch in eine staatlich geförderte private Altersvorsorge (Riester-Rente) ein.

Bezogen auf alle Beschäftigten sind Betriebs- und Riester-Rente durchaus gefragt: Ende 2015 hatten etwa 17,7 Millionen (60 Prozent) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bei ihrem Arbeitgeber eine Anwartschaft auf eine Betriebsrente. Ende 2016 gab es zudem rund 10,9 Millionen Riester-Verträge.

Riester-Änderungen

Die jährliche Grundzulage des Staates für Riester-Verträge steigt um 21 Euro von 154 auf 175 Euro.

Tarifrente

Gewerkschaften und Arbeitgeber können in Tarifverträgen Betriebsrenten vereinbaren, für die Arbeitgeber keinerlei Garantie mehr übernehmen. Dieses "Garantieverbot" befreit sie von der Pflicht, in ihren Bilanzen Vorsorge für die Auszahlung der späteren Betriebsrenten zu treffen. Dies soll dazu führen, dass auch kleinere Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge anbieten.

Arbeitgeber beschränken sich auf die "Beitragszusage", dass sie also Beiträge zu einer Betriebsrente ordnungsgemäß etwa an ein Versorgungswerk zahlen. Betriebe ohne Tarifverträge sollen sich Versorgungswerken anschließen können, die für Arbeitgeber und Gewerkschaften die Sparbeiträge anlegen.

Förderbetrag für Geringverdiener

Für Geringverdiener bis 2200 Euro im Monat erhalten Arbeitgeber einen Zuschuss von 30 Prozent, wenn sie 240 bis 480 Euro pro Jahr zusätzlich zum Lohn in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Den Förderbetrag von 72 bis 144 Euro können sie von der Lohnsteuer einbehalten.

Zuschusspflicht der Arbeitgeber

Arbeitgeber werden generell zu einem Zuschuss verpflichtet, wenn ihre Beschäftigten einen Teil ihres Lohns sozialabgabenfrei in einen Beitrag für eine Betriebsrente umwandeln. Der Zuschuss beträgt 15 Prozent des Sparbeitrags der Arbeitnehmer, soweit der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialbeiträge spart. Für Neuverträge gilt dies ab 2019, für bestehende Verträge ab 2022.

Opting-Out

Zukünftig können ganze Belegschaften automatisch in eine betriebliche Altersvorsorge einbezogen werden. Nur auf eigenen Wunsch kann der einzelne Arbeitnehmer dies ablehnen.

Förderrahmen steigt

Arbeitnehmer können mehr Lohn steuerfrei in Vorsorgebeiträge umwandeln. Der Höchstbetrag steigt von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (West) von derzeit 76.200 Euro jährlich. Der Höchstbetrag läge also bei etwas über 6000 Euro.

Freibetrag Grundsicherung

In der Grundsicherung im Alter, die Hartz IV für Erwerbsfähige entspricht, wird ein Freibetrag für Einkommen aus Betriebs- und Riester-Renten eingeführt. Mindestens 100 Euro werden nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet – höchstens bleibt aber ein Betrag in Höhe der Hälfte des Hartz-IV-Regelsatzes (derzeit 204,50 Euro) verschont.

Rentenanpassung kommt nicht bei allen zur gleichen Zeit an

Zum 1. Juli erhalten Rentner eine Rentenerhöhung. Allerdings kommt das Plus nicht bei allen zum gleichen Zeitpunkt an. Darauf macht die Rentenversicherung Bund in Berlin aufmerksam.

Wer im April 2004 oder später in Rente gegangen ist, bekommt seine Rente nachschüssig am Monatsende. Das heißt: Die erhöhte Rente wird in diesen Fällen erstmals Ende Juli auf dem Konto sein.

Anders bei allen, die bis März 2004 Rentner wurden: Sie erhalten ihre Zahlung im Voraus. Das heißt: Die Rente für Juli erhält man also bereits Ende Juni.

In den alten Bundesländern beträgt die Rentenerhöhung 1,9 Prozent, in den neuen Bundesländern 3,59 Prozent. Die Zahlung der erhöhten Rente erfolgt automatisch.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017