Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > >

Heizölpreis aktuell: Ölpreise starten mit Abwärtstrend in die Woche

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group
 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

Ölpreise starten mit Abwärtstrend in die Woche

24.04.2017, 09:08 Uhr | mobene

Heizöl-Marktbericht aktuell: Ölpreise starten mit Abwärtstrend in die Woche Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 24. April 2017 +++

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Am Freitag hat das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC, das die Einhaltung der Produktionskürzungen überwacht, getagt. Im Rahmen dieses Treffens hat das JMMC seine Empfehlung hinsichtlich einer möglichen Verlängerung des Abkommens abgegeben. Da die Einschätzung des Komitees nicht überraschend ausfiel, lieferte sie keinen richtungsweisenden Impuls für den Ölmarkt. Vielmehr brachen die Rohölpreise aus Impulsmangel zu Wochenbeginn ein. Unterstützt wird diese Abwärtstendenz von aktuellen Produktionszahlen aus den USA.

OPEC-Komitee: Kürzungen sollen verlängert werden
Das JMMC hat empfohlen, die Produktionskürzungen bis in die zweite Jahreshälfte hinein aufrecht zu erhalten. Die am Abkommen beteiligten Staaten hielten sich zu 98 Prozent an die bestehenden Förderlimits. Trotz dieser zufriedenstellenden Einhaltungsquote sei das Ziel, den globalen Ölbestand auf seinen Fünfjahresdurchschnitt zu senken, bisher nicht erreicht worden. Daher ist laut JMMC die Verlängerung der Produktionskürzungen um sechs Monate notwendig. Diese Empfehlung des Komitees gilt als Beurteilungsgrundlage für die endgültige Entscheidung der OPEC. Am 25. Mai werden die OPEC-Mitgliedsstaaten gemeinsam mit den kooperierenden externen Ölproduzenten über eine Weiterführung der Förderkürzungen beraten.
In den vergangenen Wochen hatten sich die Energie- und Ölminister der OPEC-Mitglieder bereits für eine Verlängerung des Abkommens ausgesprochen. Vor allem Saudi-Arabien, Kuwait und der Iran betonten ihre Unterstützung für anhaltende Produktionslimits. Bedingung sei jedoch die erneute Beteiligung Russlands, das noch keine Zusage erteilt hat. Die Spekulationen rund um die Kooperationsvereinbarung wurden durch ein Interview des Energieministers Saudi-Arabiens in der vergangenen Woche weiter angeheizt. Khalid Al-Falih gab bekannt, dass intern auch über eine kurzzeitigere Verlängerung um drei Monate diskutiert wird. Die Empfehlung des JMMC sorgt daher keinesfalls für Klarheit. Am Ölmarkt herrscht weiter Unsicherheit, die voraussichtlich erst mit der verbindlichen Entscheidung der OPEC im Mai beseitigt werden kann. Die Ölpreise können ihr hohes Niveau der Vorwoche folglich nicht halten. Das amerikanische WTI ist unter die 50-US-Dollar-Marke gerutscht und befindet sich am Morgen bei 49,93 US-Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 52,30 US-Dollar. Neben den Preisen beider Rohölsorten ist auch der Heizölpreis leicht gefallen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 57,68 Euro.

USA: Produktion erneut ausgebaut
Die US-Ölförderung ist in der vergangenen Woche erneut gewachsen. Laut Baker Hughes sind mit aktuell 688 Ölbohranlagen fünf mehr aktiv als zuvor. Seit mehr als drei Monaten nimmt die Zahl der betriebenen Förderstätten in den USA stetig zu. Jede Woche sind Baker Hughes zufolge zwölf zusätzliche Anlagen in Betrieb genommen worden. Der gegenwärtige Anstieg um fünf fällt damit gering aus und verlangsamt das Wachstum der US-Ölförderung dementsprechend.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 21. April 2017 +++

Gestern zeigte sich der Ölmarkt weitgehend unbeeindruckt von den optimistischen Äußerungen des OPEC-Generalsekretärs. Mohammed Barkindo hob hervor, die weltweiten Ölproduzenten seien mit den Produktionskürzungen auf dem richtigen Weg. Das Ende der Überversorgung sei realistisch. Anleger konzentrierten sich jedoch vielmehr auf die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und des amerikanischen Department of Energy (DOE) mit ihrer bearishen Wirkung. Zum Wochenende sind nun OPEC-Statements wie die am Vortag untergegangenen die Ursache für die Stabilisierung der Rohölpreise.

OPEC: Interne Einigung über Verlängerung der Kürzungen
Bei den am Abkommen über die Produktionskürzungen beteiligten Staaten soll intern bereits Einigung über eine Weiterführung der Vereinbarung herrschen. Aktuellen Meldungen zufolge haben diesen Plänen bisher vor allem Mitgliedsländer der OPEC vorläufig zugestimmt. Eine Verlängerung würde demnach von Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Venezuela und dem Iran unterstützt werden. Welche der Staaten, die nicht Mitglied der OPEC sind, weiteren Produktionskürzungen zustimmen würden, ist unklar. In einem Interview verriet der kuwaitische Energieminister Issam Almarzooq, Russland habe sich fürs Erste zu einer Verlängerung bereiterklärt. Bestätigt wurde dies von russischer Seite bisher nicht. Almarzooq äußerte sich optimistisch, dass das bestehende Abkommen über Juni hinaus fortgeführt wird. Die hohen Einhaltungsquoten zeigten, dass man hinter der Vereinbarung stehe. Der Energieminister Saudi-Arabiens, Khalid Al-Falih, hält eine Verlängerung sogar durchaus für nötig. Schließlich sei das Ziel, die globalen Ölvorräte auf ihren Fünfjahresdurchschnitt zu reduzieren, noch nicht erreicht worden. Al-Falih bestätigte, dass eine vorläufige Vereinbarung über die Weiterführung der Produktionskürzungen intern existiert. Unterzeichnet hätten bisher nicht alle OPEC-Mitgliedsstaaten. Derzeit wird Al-Falih zufolge über die Dauer einer möglichen Verlängerung diskutiert. Erneut ein Abkommen über sechs Monate zu schließen, sei nicht obligatorisch. Denkbar wäre, die Förderung nach Juni stattdessen weitere drei Monate zurückzufahren.
Zum Wochenende können die optimistischen Statements der OPEC-Energieminister die Rohölpreise stabilisieren. Das amerikanische WTI befindet sich am Freitagmorgen bei 50,77 US-Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte kostet noch immer mehr als 53 US-Dollar. Aktuell liegt der Preis bei 53,06 US-Dollar. Langfristig können ölproduzierende Länder wie Saudi-Arabien und Kuwait die Rohölpreise laut Ole Hansen, Analyst bei der Saxo Bank, nicht allein mit Reden und zuversichtlichen Äußerungen stützen. Über eine Verlängerung zu sprechen, reiche nicht. Die Spekulationen seien bereits eingepreist. Einen richtungsweisenden Impuls liefert offenbar erst die verbindliche Entscheidung über die Zukunft des Abkommens. Der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag deutlich gefallen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 57,89 Euro.

Anstieg des weltweiten Benzinvorrats
Das weltweite Angebot an Benzin hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Für eine Frühjahrssaison sind die globalen Benzinvorräte ungewöhnlich hoch. Sowohl API als auch DOE hatten in dieser Woche bekanntgegeben, der US-Bestand des Ölprodukts sei um bis zu 1,5 Millionen Barrel gestiegen. Grund sei die geringe Nachfrage. Kurz vor Beginn der US-Fahrsaison kaufen Verbraucher üblicherweise deutlich mehr Benzin. Auch in China ist die Benzinproduktion laut nationalem Statistikamt im März ausgebaut worden. Es seien insgesamt 11,24 Millionen Tonnen hergestellt worden, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 2,5 Prozent entspreche. Diese untypische Entwicklung der Benzinvorräte sorgt aktuell bei Marktteilnehmern weltweit für Unmut.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 20. April 2017 +++

Der US-Rohölbestand bleibt noch immer weit hinter den vom OPEC-Abkommen gespeisten Erwartungen zurück. Mit ihren Produktionskürzungen wollen die OPEC-Mitgliedsstaaten und weitere führende ölproduzierende Länder die globalen Ölvorräte verringern und so die Überversorgung eindämmen. Die USA, die nicht an der Vereinbarung beteiligt sind, wirken diesem Ziel mit seit Jahresbeginn zunehmender Produktion entgegen. Ob die Kürzungen der OPEC tatsächlich greifen, wird anhand der US-Ölbestände eingeschätzt. Dass der Rohölvorrat der USA laut dem American Petroleum Institute (API) und dem amerikanischen Department of Energy (DOE) zuletzt leicht rückläufig war, stimmt den Ölmarkt allerdings noch nicht zuversichtlich. Die stetig wachsende US-Ölförderung begünstigt weiterhin eine Abwärtstendenz der Ölpreise.

DOE-Bericht bestätigt API-Bestandszahlen
Wie das API bereits am Dienstag, vermeldete das DOE gestern einen leichten Abbau der US-Vorräte an Rohöl und Destillaten. Während das API die Verringerung des Rohölbestands um 800.000 Barrel bekanntgab, ist er laut DOE um eine Million Barrel zurückgegangen. Die nationalen Vorräte seien vor allem in Cushing, dem großen US-Lagerort für Öl in Oklahoma, reduziert worden. Hier sei die gelagerte Menge um 800.000 Barrel geschrumpft. Dass der Großteil der Abbauten damit auf nur eine Stadt zurückgeht, wird am Ölmarkt bearish interpretiert und verringert den eigentlichen Aufwärtsimpuls der Meldung. Saisonal bedingt nimmt derzeit die Verarbeitung in den Raffinerien nach den beendeten Wartungsarbeiten zu. In der Berichtswoche ist die Auslastung dem DOE zufolge um 1,9 Prozent gestiegen und liegt aktuell US-weit bei 92,2 Prozent. Damit werde das Vorjahresniveau von 89,4 Prozent übertroffen. Die Abbauten beim Rohöl sind demnach vor allem auf die zunehmende Weiterverarbeitung des Rohstoffes zurückzuführen. Die laut DOE um 68.000 Barrel pro Tag gesunkene Importmenge hatte scheinbar keinen Einfluss auf die Entwicklung des Rohölbestands. Begründet liegt dies in der stetig wachsenden US-Ölproduktion. Die USA haben dem DOE zufolge in der Berichtswoche täglich 17.000 Barrel mehr Öl gefördert. Insgesamt würden 9,25 Millionen Barrel pro Tag produziert. Wäre die US-Förderung im Vergleich zur Vorwoche gleichgeblieben, hätten die zunehmende Raffinerieauslastung und der Rückgang der Importe zu einer deutlicheren Reduzierung des Rohölvorrats geführt. Diese Einschätzung macht den DOE-Bericht trotz des vermeldeten Bestandsabbaus zum bearishen Impuls am Ölmarkt.
Dieser Effekt wird auch durch den gesunkenen Vorrat an Destillaten nicht gemindert. Um zwei Millionen Barrel ist der Bestand laut DOE zurückgegangen. Der Benzinvorrat sei hingegen um 1,5 Millionen Barrel gestiegen. Diese Entwicklung ist im Frühjahr ungewöhnlich, da die Nachfrage saisonal bedingt typischerweise zunimmt. Dem DOE zufolge ist die Produktnachfrage in der Berichtswoche allerdings um 400.000 Barrel gesunken. Die Einschätzungen von API und DOE sind auch bei den Produkten stimmig. Das API hatte für Destillate einen Bestandsrückgang um 1,8 Millionen Barrel bekannt gegeben, während der Benzinvorrat um 1,4 Millionen Barrel gewachsen sei. Nachdem zu Wochenbeginn bereits der Report des API eine Abwärtsorientierung der Ölpreise begünstigte, hat auch der DOE-Bericht eine bearishe Wirkung auf den Ölmarkt. Das amerikanische WTI befindet sich am Donnerstagmorgen mit 50,79 US-Dollar nur noch vergleichsweise knapp oberhalb der 50-US-Dollar-Marke. Die Nordseesorte Brent liegt weiterhin unterhalb der 55-US-Dollar-Schwelle. Ein Barrel kostet aktuell 53,35 US-Dollar. Der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag ebenfalls gefallen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 58,94 Euro.

OPEC zeigt sich optimistisch
Hinsichtlich eines bevorstehenden Endes der Überversorgung hat sich Mohammed Barkindo, Generalsekretär der OPEC, zuversichtlich gezeigt. Die gemeinsam umgesetzte Intervention am Rohölmarkt werde weiterhin ihre Wirkung zeigen. Laut Barkindo sind die am Abkommen beteiligten Staaten optimistisch, dass die Produktionskürzungen das Ziel, die globalen Ölbestände zu reduzieren, näherrücken lassen. Ob die Vereinbarung bis in die zweite Jahreshälfte hinaus verlängert wird, werde am 25. Mai entschieden.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 19. April 2017 +++

Der erste Handelstag nach den Osterfeiertagen verlief gestern ohne richtungsweisende Impulse. Daher generierten die Ölpreise nach ihrem Hoch in der vergangenen Woche kein neues Aufwärtspotenzial, sondern fielen leicht. Dieser Abwärtstrend verfestigt sich heute. Ein bearisher Impuls am Ölmarkt ist der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) über die Veränderungen der US-Ölbestände.

API: US-Rohölbestand leicht gesunken
Die USA haben ihren Vorrat an Rohöl reduziert, während Teile der Produktbestände gewachsen sind. Laut API ist der US-Rohölbestand in der Berichtswoche um 800.000 Barrel zurückgegangen. Analysten hatten zuvor mit deutlicheren Abbauten von bis zu 1,4 Millionen Barrel gerechnet. Dass der Rohölvorrat nur minimal reduziert worden ist, wird am Ölmarkt bearish interpretiert. Die US-Bestandsdaten dienen seit Jahresbeginn als Indikator für die Wirksamkeit der OPEC-Kürzungen. Solange die Vorräte der USA nicht zurückgehen, ist der Markt skeptisch, ob der globale Ölbestand durch das Abkommen tatsächlich wie geplant abgebaut wird. Hinzu kommt in dieser Berichtswoche, dass der gesamtnationale Rückgang des Rohölvorrats laut API nahezu ausschließlich auf Abbauten in nur einer Stadt zurückzuführen ist. In Cushing, dem bedeutenden Lagerort für Öl in Oklahoma, sei der Rohölbestand um 700.000 Barrel gesunken. Damit seien im Rest der USA die Vorräte nur um 100.000 Barrel zurückgegangen. Damit sind die Abbauten beim US-Rohöl nicht nur minimal ausgefallen, sondern müssen relativ betrachtet werden.
Die Menge an gelagerten Destillaten ist dem API zufolge hingegen deutlicher als erwartet gesunken. Der Bestand sei um 1,8 Millionen Barrel verringert worden. Gerechnet worden war zuvor mit einem Rückgang um bis zu 1,1 Millionen Barrel. Der Benzinvorrat ist laut API-Bericht allerdings gestiegen, obwohl enorme Abbauten um zwei Millionen Barrel prognostiziert worden waren. Tatsächlich sei der Benzinbestand um 1,4 Millionen Barrel gewachsen. Der Anstieg ist zwar wegen der zunehmenden Raffinerieauslastung nicht überraschend, begünstigt dennoch zunächst den derzeitigen Abwärtstrend der Ölpreise. Abzuwarten bleibt nun, ob das amerikanische Department of Energy (DOE) die API-Daten bestätigt. Der wöchentliche DOE-Bericht enthält neben den Einschätzungen zu den US-Ölbeständen auch Informationen über die Entwicklung von Importen, Nachfrage und Produktion. Der gestern veröffentlichte API-Report hat auch am Mittwochmorgen noch eine bearishe Wirkung auf den Ölmarkt. Das amerikanische WTI befindet sich bei 52,39 US-Dollar. Der Preis für die Nordseesorte Brent ist indes unter die 55-US-Dollar-Marke gerutscht. Ein Barrel kostet am Morgen 54,86 US-Dollar. Auch der Heizölpreis ist weiter rückläufig. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 59,57 Euro.

Saudi-Arabien: Öl-Exporte auf Zweijahres-Tief
Der größte Rohölexporteur der Welt hat seine Exporte in den vergangenen Monaten deutlich zurückgefahren. Das geht aus der aktuellen Veröffentlichung der Joint Organisations Data Initiative (JODI) hervor, die in Zusammenarbeit mit der OPEC, Eurostat, den Vereinten Nationen und weiteren Statistik-Partnern Datenbanken mit Informationen über die Ölindustrie erstellt. Laut der JODI hat Saudi-Arabien im Februar 6,95 Millionen Barrel pro Tag exportiert, während es noch im Januar fast acht Millionen Barrel täglich gewesen seien. Damit exportiere der OPEC-Mitgliedsstaat so wenig wie zuletzt im Mai 2015. Der starke Rückgang der Exporte ist der JODI zufolge zum einen mit den OPEC-Produktionskürzungen zu erklären. Zum anderen sei er auf das aktuelle Rekordhoch der saudi-arabischen Ölverarbeitung zurückzuführen. Im Februar ist die Raffinerieauslastung laut der JODI um 26 Prozent gestiegen. Insgesamt seien täglich 2,67 Millionen Barrel Rohöl zu Produkten verarbeitet worden. Dem Energieminister Saudi-Arabiens zufolge plant der OPEC-Mitgliedsstaat, seine Raffinerie-Kapazität in den kommenden zehn Jahren auszubauen. Täglich sollen dann zehn Millionen Barrel Rohöl verarbeitet werden können.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 18. April 2017 +++

Zu Beginn der Handelswoche ist der Ölmarkt noch immer im Spannungsfeld zwischen US-Produktion und OPEC-Kürzungen. Nach den Osterfeiertagen mangelt es jedoch an richtungsweisenden Impulsen. Die globalen Produktionsausfälle, die den Rohölpreisen in der vergangenen Woche Aufschwung gegeben hatten, bestimmen die Preisentwicklung nicht länger. Am Dienstagmorgen ist ein leichter Abwärtstrend am Ölmarkt zu verzeichnen.

USA bauen Produktion erneut aus
Die USA haben ihre Ölproduktion in der vergangenen Woche wie erwartet weiter ausgebaut. Laut Baker Hughes sind elf zusätzliche Ölbohranlagen in Betrieb genommen worden. Damit seien in den USA insgesamt 683 Produktionsstätten aktiv. Dreizehn Wochen in Folge ist die US-Förderung damit ausgebaut worden und befindet sich auf einem Niveau, das zuletzt vor zwei Jahren erreicht wurde. Dem amerikanischen Department of Energy zufolge haben die USA in den vergangenen acht Wochen 258.000 Barrel pro Tag mehr Öl produziert. Die US-amerikanische Energy Information Administration (EIA) geht in ihren Prognosen davon aus, dass vor allem die Schieferölförderung zum Produktionsanstieg beiträgt. Im Mai werden die USA laut EIA-Schätzungen täglich 124.000 Barrel mehr Schieferöl fördern als in den Vormonaten.
In einem Interview mit Bloomberg betonte Mark Siegel, Vorsitzender des US-Ölförderers Patterson-UTI Energy, die Kapazität an aktiven Ölbohranlagen sei noch nicht ausgereizt. Es gäbe zahlreiche weitere Anlagen, die betriebsbereit wären. Siegel zufolge könnten ein Jahr lang stetig weitere Förderstätten aktiviert werden, bis das Kapazitätslimit erreicht wäre. Die US-Produktion verfügt demnach über weiteres Wachstumspotenzial.
Das amerikanische WTI ist nach den Osterfeiertagen unter die 53-US-Dollar-Marke gerutscht und befindet sich bei 52,66 US-Dollar. Auch der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ist leicht gesunken. Die europäische Referenzsorte liegt am Dienstagmorgen bei 55,40 US-Dollar. In der vergangenen Woche hatten Produktionsausfälle in Libyen und Kanada den Rohölpreisen massiven Aufwind gegeben. Auf diesem hohen Niveau bewegen sich WTI und Brent noch immer. Dennoch scheint ihr Aufwärtspotenzial ausgeschöpft. Der Heizölpreis hat im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls abgenommen und befindet sich zu Wochenbeginn unterhalb der 60-Euro-Schwelle. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 59,95 Euro.

OPEC-Staaten streben 60-Dollar-Marke an
Mehrere OPEC-Mitgliedsstaaten streben mit Hilfe ihrer Produktionskürzungen Rohölpreise von 60 US-Dollar an. Laut dem irakischen Ölminister Jabbar Al-Luaibi haben sich neben seinem Land auch Kuwait und Saudi-Arabien für das Erreichen dieser Marke ausgesprochen. Dieses Preisniveau führe zu angemessenem Wirtschaftswachstum und Investitionen in die Ölindustrie würden attraktiver. Der Ölminister Saudi-Arabiens, Khalid Al-Falih, äußerte sich bisher nicht konkret zu diesen Plänen. Al-Falih betonte gestern jedoch, man habe bei der Produktionspolitik auch die Zukunft im Blick. In diesem Zuge setzte er sich erneut für eine Verlängerung des OPEC-Abkommens über Juni hinaus ein. Dem aktuellen Monatsbericht der International Energy Agency (IEA) zufolge stehen vor allem die OPEC-Mitgliedsstaaten hinter den Produktionskürzungen. Zu 99 Prozent haben sie laut IEA ihre Kürzungsquoten umgesetzt. Die am Abkommen beteiligten externen Ölproduzenten hätten ihre Förderbeschränkungen bisher hingegen nur zu 68 Prozent eingehalten.

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Shopping
Shopping
Samsung Galaxy S8 für nur 1,- €*

Im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone. Jetzt vorbestellen bei der Telekom. Shopping

Shopping
Funktionelle Outdoor-Mode für die Kleinen

Raus ins Abenteuer und rein in die neue Outdoor-Mode. Jetzt entdecken bei JAKO-O.de.


Anzeige
shopping-portal