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Heizölpreis aktuell: Ölpreise tendieren zum Wochenende minimal aufwärts

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Heizölpreise aktuell

Ölpreise tendieren zum Wochenende minimal aufwärts

23.06.2017, 09:47 Uhr | mobene

Heizöl-Marktbericht aktuell: Ölpreise tendieren zum Wochenende minimal aufwärts Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 23. Juni 2017 +++

Heizölpreis
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In dieser Woche haben die Rohölpreise nicht nur ihre Jahres-, sondern ihre Zehnmonatstiefs erreicht. Das amerikanische West Texas Intermediate hat zeitweise 11,90 US-Dollar weniger gekostet als zu Jahresbeginn und sich 21 Prozent von seinem Jahreshoch aus dem Februar entfernt. Die Stimmung am Markt ist seit Wochen bullish, sodass ein Bärenmarkt unvermeidbar war. Trotz grundsätzlich bullisher Impulse vom American Petroleum Institute (API), vom amerikanischen Department of Energy (DOE) und von OPEC-Energieministern haben die Preise in den vergangenen Tagen stets nachgeben. Anleger haben ihre Skepsis gegenüber der Wirksamkeit der Produktionskürzungen und dem erklärten Ziel der Senkung globaler Ölbestände deutlich gemacht. Zum Wochenende erholen sich die Rohölpreise allerdings etwas.

US-Ölbestände mit leicht stützender Wirkung
Mitte der Woche zeigten sich Marktteilnehmer größtenteils enttäuscht von der Entwicklung der US-Ölbestände. Man hatte vor dem Hintergrund des OPEC-Abkommens und der sommerlichen Fahrsaison mit deutlichen Abbauten der US-Rohöl- und Benzinvorräte gerechnet. Während die von API und DOE gemeldeten Rückgänge für Anleger zu gering ausfielen, haben die USA ihren Rohölbestand sogar stärker reduziert als Analysten prognostiziert hatten. Diese grundsätzlich bullish zu interpretierenden Zahlen stützen die Rohölpreise zum Wochenende etwas. Eine klare Aufwärtsbewegung wird allerdings vor allem von der steigenden US-Produktion verhindert. Laut DOE fördern die USA derzeit so viel wie zuletzt im August 2015. Gemeinsam mit den Produktionssteigerungen in Libyen und Nigeria ist das Wachstumspotenzial der US-amerikanischen Ölindustrie Anlegern ein Dorn im Auge. Die OPEC konnte bisher nicht zeigen, dass ihre Produktionskürzungen gegen das ununterbrochen wachsende Fördervolumen anderer Staaten bestehen können und tatsächlich Wirkung zeigen.
Marktteilnehmer müssen sich offenbar gedulden. Möglicherweise werden die OPEC-Produktionskürzungen die globalen Ölbestände gegen Ende des Jahres reduzieren, wenn die Nachfrage steigt, wie Saudi-Arabiens Energieminister betont hatte. Die Intensivierung der bestehenden Kürzungsquoten gilt als unwahrscheinlich. Bei einem Treffen des zuständigen OPEC-Komitees in dieser Woche hatte Kuwaits Ölminister den Staaten gedankt, die sich für das erklärte Ziel einsetzen, während er andere beteiligte Staaten dazu aufrief, mehr für den Erfolg des Abkommens zu tun. Wie bereits in den vergangenen Wochen deutlich wurde, haben Worte und optimistische Statements keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklung. Es bleibt daher abzuwarten, welche Richtung die US-Ölbestände und die globale Ölproduktion in den kommenden Wochen einschlagen werden. So lange wird die OPEC unter Druck stehen. Die grundsätzlich bullish zu interpretierenden Meldungen dieser Woche stützen die Preise zum Wochenende minimal. WTI befindet sich mit 42,83 US-Dollar weiterhin unterhalb der 43-US-Dollar-Marke. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 45,31 US-Dollar. Die europäische Referenzsorte hat damit die 45-US-Dollar-Schwelle überschritten. Der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag deutlich gefallen. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 50,66 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 22. Juni 2017 +++

Weder der Report des American Petroleum Institute (API) vom Dienstag noch der gestern veröffentlichte Wochenbericht des amerikanischen Department of Energy (DOE) konnte die Rohölpreise aus dem Bärenmarkt holen. Die bearishe Stimmung hält trotz bullisher Meldungen an. Marktteilnehmer zweifeln derzeit offenbar stark an der Wirksamkeit der OPEC-Produktionskürzungen. Die Aufrufe zu Geduld aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten der vergangenen Tagen haben keine Wirkung gezeigt. Auch ein Interview des iranischen Ölministers, in dem dieser intensivere Produktionskürzungen nicht ausschließt, ändert die Einstellung des Marktes zum Abkommen nicht. Nur Nachweise über tatsächliche und nachhaltige Effekte der OPEC-Maßnahmen könnten die Stimmung am Ölmarkt ändern.

DOE bestätigt API-Bericht nur teils
Während der US-Bestand an Destillaten zuletzt wie erwartet ausgebaut worden ist, sind die Rohöl- und Benzinvorräte gesunken. Das meldete gestern das DOE. Ähnlich wie zuvor das API schätzt auch das DOE, dass der US-Rohölbestand in der Berichtswoche deutlicher zurückgegangen ist als von Analysten prognostiziert. Während das API von einer Reduzierung um 2,7 Millionen Barrel ausgegangen war, ist der Rohölbestand laut DOE um 2,5 Millionen Barrel gesunken. Der grundsätzlich bullishe Charakter dieser Information wird am Markt allerdings nur begrenzt anerkannt. Berücksichtigt man, dass die Raffinerieauslastung in den USA nur um 0,4% zurückgegangen ist und sich damit noch immer über Vorjahresniveau befindet, hätte die starke Rohölverarbeitung deutlichere Bestandsabbauten begünstigen müssen. Hinzu kommt, dass Anleger noch immer auf einen Effekt der OPEC-Produktionskürzungen warten. In der Berichtswoche haben die US-Importe dem DOE zufolge jedoch nur um insgesamt eine Million Barrel abgenommen. Daher gilt die Entwicklung des Rohölbestands weiterhin als enttäuschend. Verhindert worden sind massivere Abbauten offenbar auch von der stetig wachsenden US-Ölförderung. Die USA haben laut DOE 45.000 Barrel mehr Rohöl pro Tag produziert. Allein die Schieferölindustrie fördere täglich 25.000 Barrel mehr.
Ein Aspekt aus dem API-Bericht, der einen klar bearishen Impuls lieferte, war der laut Institut um 300.000 Barrel gestiegene Benzinbestand der USA. Das DOE meldet hingegen einen leichten Abbau des Vorrats um 600.000 Barrel. Die Nachfrage sei zuletzt um 547.000 Barrel pro Tag gestiegen. Diese für die sommerliche Fahrsaison typische Entwicklung habe die Abbauten begünstigt. Marktteilnehmer hatten bereits seit einiger Zeit darauf gewartet, dass sich der Benzinvorrat dem saisonüblichen Trend beugt. So ist die DOE-Meldung bullish zu interpretieren, wobei der Rückgang sehr gering ausfällt. Erst ein nachhaltig sinkender Benzinbestand wird daher voraussichtlich für einen Aufschwung bei den Rohölpreisen sorgen können. Keine Beachtung findet hingegen die Entwicklung des US-Vorrats an Destillaten, der laut DOE um 1,1 Millionen Barrel gestiegen ist. Nach Ende der Heizsaison ist dieser saisontypische Bestandsaufbau zu erwarten und dementsprechend nicht einflussreich.
Auf den insgesamt bullishen DOE-Report reagierten die Marktteilnehmer gestern nur kurzzeitig. Die Daten zu den US-Vorräten an Rohöl und Benzin konnten die Rohölpreise nicht lange stützen. Vielmehr überwiegt der bearishe Impuls der erneut gestiegenen US-Ölförderung. Gemeinsam mit den Produktionssteigerungen Libyens und Nigerias bildet sie derzeit einen klaren Gegenpol zu den OPEC-Produktionskürzungen und begünstigt den aktuellen Bärenmarkt. Die Rohölpreise tendieren daher weiterhin abwärts. Das amerikanische WTI befindet sich am Morgen bei 42,45 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 44,73 US-Dollar kostet. Die amerikanische Referenzsorte ist damit sogar auf ihr Zehnmonatstief gefallen. Im Vergleich zum Vortag ist der Heizölpreis hingegen nahezu unverändert geblieben. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 51,41 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 21. Juni 2017 +++

Seit Wochen bewegen sie die Rohölpreise konstant abwärts. Analysten zufolge befinden sie sich seit gestern offiziell im Bärenmarkt. Dazu beigetragen hat der Report des American Petroleum Institute (API) über die Entwicklung der US-Ölbestände. Obwohl die Bestandsdaten zu Rohöl einen grundsätzlich bullishen Impuls liefern, überwiegen die bearish zu interpretierenden Aspekte. Zuversichtliche Statements der OPEC-Energieminister finden hingegen keinerlei Beachtung am Markt.

API: US-Rohölbestand deutlich reduziert
Die USA haben ihre Vorräte an Rohöl minimiert, während sowohl der Destillat- als auch der Benzinbestand ausgebaut wurde, wie aus dem aktuellen Bericht des API hervorgeht. Hatten Analysten im Vorfeld mit Abbauten um bis zu zwei Millionen Barrel gerechnet, so ist der Rückgang des Rohölvorrats laut API mit 2,7 Millionen Barrel deutlicher ausgefallen. Grundsätzlich ist diese Entwicklung bullish zu interpretieren. Allerdings hatten Marktteilnehmer auf eine noch massivere Reduzierung des gelagerten US-Rohöls gehofft. Schließlich begünstigt allein die saisonal bedingt hohe Raffinerieauslastung die Verarbeitung großer Mengen Rohöl und damit sinkende Bestände. Vor dem Hintergrund der OPEC-Produktionskürzungen und dem erklärten Ziel der nachhaltigen Reduzierung globaler Ölvorräte hätte der Rückgang des US-Rohölbestands deutlicher ausfallen müssen. Die Skepsis hinsichtlich der Wirksamkeit des OPEC-Abkommens hält sich daher unter den Marktteilnehmern.
Ihren Benzinbestand haben die USA dem API zufolge in der Berichtswoche leicht ausgebaut. Er sei um 300.000 Barrel gestiegen. Während der herrschenden sommerlichen Fahrsaison sind deutliche Abbauten beim Benzinvorrat jedoch üblicherweise ein Muss. Ob die Nachfrage derzeit nicht der saisontypischen entspricht, wird der am Nachmittag zu veröffentlichende Report des amerikanischen Department of Energy zeigen. Er enthält neben Daten über die Entwicklung der US-Ölbestände auch Informationen zu Nachfrage, Produktion und Importen.
Dass der US-Vorrat an Destillaten laut API zuletzt um 1,8 Millionen Barrel ausgebaut wurde, spielt am Markt keine Rolle. In dieser Kategorie wird nach dem Ende der Heizsaison stets mit steigenden Beständen gerechnet. Der Fokus liegt vielmehr auf der Veränderung des Rohölvorrats und ganz besonders des Benzinbestands. Die hier vom API veröffentlichten Daten werden insgesamt bearish interpretiert. So sind die Rohölpreise gestern in den Bärenmarkt gerutscht. Ihre Abwärtsbewegung dauert nun bereits einige Wochen an und hat sie 21 Prozent von ihrem Jahreshoch aus dem Februar entfernt. Am Morgen befindet sich das amerikanische WTI bei 43,18 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 45,60 US-Dollar kostet. Auch der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag gefallen. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 51,45 Euro.

OPEC: Optimistische Statements unbedeutend
Am Markt werden die zuversichtlichen und beschwichtigenden Äußerungen der OPEC-Energieminister offenbar ignoriert. Das Neunmonatstief der Rohölpreise konnten sie nicht verhindern. Obwohl die am Abkommen beteiligten Staaten im Mai 106% der vorgesehenen Ölmenge vom Markt genommen haben, scheinen sich Anleger auf das Fördervolumen des Kartells zu fokussieren. Trotz Produktionskürzungen haben die OPEC-Mitgliedsstaaten im Mai täglich 340.000 Barrel mehr produziert als zuvor. Zurückzuführen ist dieser Trend auf die vom Abkommen ausgenommenen Ölproduzenten wie Libyen und Nigeria, die ihre Förderung zuletzt deutlich steigerten. Sowohl Khalid Al-Falih, Energieminister Saudi-Arabiens, als auch sein Kollege aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten vor diesem Hintergrund zu Geduld aufgerufen. Mit bald steigender Nachfrage würden die Bestände sinken. Sie betonten außerdem, die globalen Produktionssteigerungen seien in den OPEC-Plänen einkalkuliert. Mittlerweile scheinen Marktteilnehmer allerdings allein auf Fakten in Form von Zahlen zu reagieren. Optimistische Statements reichen nicht mehr aus.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 20. Juni 2017 +++

Nachdem die Roh- und Heizölpreise bereits gestern mit einem Seitwärtstrend in die Woche gestartet sind, hält diese Bewegung am Dienstagmorgen weiter an. Obwohl das American Petroleum Institute seine dieswöchige Einschätzung zur Entwicklung der US-Ölbestände erst am Abend abgeben wird, beeinflussen Prognosen diesbezüglich die Ölpreise schon jetzt. Aus den USA werden bullishe Impulse erwartet. Die Vorhersage allein löst jedoch keinen Aufwärtstrend der Preise aus. Zum einen waren die Prognosen der vergangenen Wochen meist nicht korrekt. Zum anderen bilden Meldungen aus Libyen einen bearishen Gegenpol zu den US-Einschätzungen.

Libyen: Produktion auf höchstem Stand seit 2013
Libyens Ölförderung hat offenbar wie geplant die Schwelle von 900.000 Barrel pro Tag überschritten. Nachdem vor kurzem im jahrelang förderhemmenden Konflikt mit der deutschen Erdölgesellschaft Wintershall eine Einigung erzielt worden ist, hat das Unternehmen Insidern zufolge nun zwei Felder reaktiviert. Dadurch sei die nationale Ölförderung gestiegen. Auch das größte Ölfeld des Landes, das Sharara-Ölfeld, habe seine tägliche Produktion auf 270.000 Barrel ausgebaut. Die libysche National Oil Corporation (NOC) hatte in den vergangenen Tagen mehrmals bestätigt, dass man im Laufe der Woche die 900.000-Barrel-Marke knacken wolle. Die Anlagen von Wintershall verfügten demnach über Förderpotenzial von 160.000 Barrel pro Tag. Bis Ende Juli soll die libysche Ölproduktion laut NOC auf eine Million Barrel täglich angehoben werden. Der OPEC-Mitgliedsstaat ist von dem Abkommen über die Produktionskürzungen ausgenommen und darf seine Förderung dementsprechend steigern.
Dem Nachrichtensender Bloomberg zufolge befindet sich die libysche Ölförderung auf dem höchsten Stand seit Juni 2013. Seit einigen Wochen liefert der OPEC-Staat mit seinem Produktionsausbau bearishe Impulse. Dass der US-Rohölbestand laut Prognosen zuletzt um 2,1 Millionen Barrel gesunken sein soll, bewahrt Ölpreise damit vielmehr vor einer dynamischen Abwärtsbewegung. Das amerikanische WTI befindet sich so mit 44,29 US-Dollar weiterhin unterhalb der 45-US-Dollar-Marke, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 47,09 US-Dollar kostet. Im Vergleich zum Vortag ist auch der Heizölpreis erneut nahezu unverändert geblieben. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 51,82 Euro.

Saudi-Arabien: Förderanstieg in Libyen und Nigeria einkalkuliert
Der Energieminister Saudi-Arabiens, Khalid Al-Falih, sieht die Konzentration des Ölmarktes auf die US-Bestandsdaten und Förderanstiege kritisch. Die Umsetzung des OPEC-Abkommens entwickle sich derzeit wie geplant. Bis die Produktionskürzungen wirkten, würde es jedoch noch eine Weile dauern. Die globalen Ölbestände wiesen Al-Falih zufolge in den vergangenen Jahren schließlich einen deutlichen Überschuss auf. Sein Gleichgewicht werde der Markt im vierten Quartal erreichen. Al-Falih betonte, die Vorräte der Industriestaaten seien im Vergleich zu Juli 2016 bereits jetzt um 65 Millionen Barrel gesunken. Diese bullishen Impulse dürften nicht ignoriert werden. Zumal sind die Produktionsausbauten von USA, Libyen und Nigeria laut Al-Falih in den Plänen der OPEC bereits einkalkuliert. Zuvor hatte auch der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate zu Geduld aufgerufen. Die Produktionskürzungen würden die globalen Ölbestände mit der Zeit beeinflussen. Spätestens mit der im dritten Quartal voraussichtlich steigenden Rohölnachfrage seien Abbauten zu erwarten.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 19. Juni 2017 +++

Vier Wochen infolge haben die Rohölpreise die Handelswoche mit einem Abwärtstrend beendet. Das Spannungsfeld zwischen globaler Ölförderung und OPEC-Produktionskürzungen dominiert die Vorgehensweise der Marktteilnehmer seit einigen Wochen. Am Morgen herrscht trotz bearisher Impulse aus den USA und aus Libyen eine neutrale Ausgangslage. Sowohl Roh- als auch Heizölpreise bewegen sich zunächst seitwärts.

Globale Ölförderung mit stetigem Wachstum
Die USA werden das Wachstumspotenzial ihrer Ölindustrie voraussichtlich auch in den kommenden Monaten weiter ausschöpfen. Laut aktuellen Daten von Baker Hughes ist die Zahl der aktiven US-Ölbohranlagen zuletzt erneut gestiegen. In der Berichtswoche seien sechs Anlagen mehr in Betrieb gewesen als zuvor. Insgesamt betreiben die USA damit 747 Produktionsstätten. Tatsächlich Öl fördern werden die neu aktivierten Ölbohranlagen allerdings erst in einigen Wochen. Mit Spannung erwartet wird daher am Ölmarkt, welchen Einfluss diese Entwicklung auf die US-Ölproduktionszahlen haben werden. Laut der Energy Information Administration fördern die USA aktuell 9,33 Millionen Barrel pro Tag. Schon jetzt sind die USA mit der stetigen Inbetriebnahme weiterer Produktionsstätten auf Rekordkurs. Baker Hughes zufolge wurden in den vergangenen 22 Wochen ununterbrochen zusätzliche Anlagen aktiviert. Derzeit würden so viele Ölbohranlagen betrieben wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren.
Neben den USA baut auch Libyen seine Ölförderung wie angekündigt aus. Noch in dieser Woche wird die Produktion des OPEC-Mitgliedsstaats laut der libyschen National Oil Corporation (NOC) die Marke von 900.000 Barrel pro Tag knacken. Anfang der vergangenen Woche hatte Libyen täglich 820.000 Barrel Rohöl gefördert. Dass der nordafrikanische Staat seine Ölproduktion in den kommenden Wochen erweitern werde, hatte die NOC zuvor bereits offiziell angekündigt. Nach der Beilegung eines Konflikts mit der deutschen Erdölgesellschaft Wintershall könne bisher ungenutztes Förderpotenzial zu einem Anstieg der libyschen Ölproduktion beitragen. Die NOC rechnet mit einem Ausbau der täglichen Förderung um 160.000 Barrel. Ziel sei, bis Ende Juli eine Million Barrel pro Tag zu produzieren.
Dass die globale Ölförderung trotz der OPEC-Produktionskürzungen auch in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter steigen wird, beunruhigt Marktteilnehmer noch immer. Die Stimmung am Markt ist daher leicht bearish. Die Ölpreise beginnen den Montagmorgen dennoch mit einem Seitwärtstrend. Das amerikanische WTI befindet sich bei 44,62 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 47,28 US-Dollar kostet. Der Heizölpreis startet ebenfalls nahezu unverändert in die neue Woche. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 51,94 Euro.
Offenbar herrscht weiterhin Skepsis hinsichtlich der nachhaltigen Wirksamkeit des OPEC-Abkommens. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heißt es indes, die Produktionskürzungen benötigten Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Energieminister Al-Mazrouei betonte in einem Interview, die Rohölnachfrage werde im dritten Quartal steigen. Dann sei auch mit einem Rückgang der globalen Ölbestände zu rechnen. Ob die Reaktion aus den Emiraten Anleger optimistisch und geduldig stimmen wird, bleibt abzuwarten.

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