Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > >

Heizölpreis aktuell: Seitwärtstrend der Rohölpreise wegen Impulsmangels

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group
 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

Seitwärtstrend der Rohölpreise wegen Impulsmangels

27.06.2017, 09:48 Uhr | mobene

Heizöl-Marktbericht aktuell: Seitwärtstrend der Rohölpreise wegen Impulsmangels Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 27. Juni 2017 +++

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Zu Wochenbeginn sind die Preise an der New York Mercantile Exchange um 0,9 Prozent gestiegen. Nachdem die Rohölpreise in der vergangenen Woche in den Bärenmarkt gerutscht sind, also mehr als 20 Prozent auf ihre Jahreshochs verloren hatten, scheinen sie sich nun wieder zu stabilisieren. Diese Entwicklung ist Analysten zufolge trotz Impulsmangels typisch. Wie Michael Lynch vom Informationsdienstleister Strategic Economic Research in einem Interview mit dem Nachrichtensender Bloomberg betonte, haben die Rohölpreise nach ihrem langen Sinkflug offenbar den Boden erreicht. Es mache Sinn, dass sie sich nun stabilisierten oder leicht aufwärts bewegten bis neue richtungsweisende Meldungen ihre Entwicklung beeinflussten. Zuletzt waren die Rohölpreise fünf Wochen infolge konstant gesunken. Am Morgen bewegen sich WTI und Brent seitwärts.
Das amerikanische WTI befindet sich bei 43,63 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 46,12 US-Dollar kostet. Beide Rohölpreise liegen damit stabil auf ihrem gestrigen Niveau und tendieren seitwärts. Im Vergleich zum Vortag ist der Heizölpreis leicht gestiegen. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 51,09 Euro. In dieser Woche herrscht am Markt bislang Impulsmangel. Es ist davon auszugehen, dass der am heutigen Abend zu veröffentlichende Bericht des American Petroleum Institute (API) über die Veränderungen der US-Ölbestände die Entwicklung der Roh- und Heizölpreise beeinflussen wird. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die Bestandsdaten unter dem Eindruck des Tropensturms Cindy stehen. Die extremen Wetterbedingungen der vergangenen Woche behinderten in den USA sowohl Verladungen als auch die Ölproduktion selbst. Vereinzelt hatten Ölbohranlagen im Golf von Mexiko abgeschaltet werden müssen. Vor diesem Hintergrund ist ein Rückgang des US-Rohölvorrats also zu erwarten. Um dem Markt einen bullishen Impuls zu liefern und die Wirksamkeit der OPEC-Produktionskürzungen zu bestätigen, müsste das API dementsprechend deutliche Abbauten melden.

Saudi-Arabien: Ölexporte gesunken
Der OPEC-Mitgliedsstaat Saudi-Arabien hat seine Ölexporte offenbar zurückgefahren. Wie die Informationsplattform ClipperData bekannt gab, sind sowohl die Lieferungen in die USA als auch jene nach Asien verringert worden. In die USA exportiere Saudi-Arabien mit täglich 900.000 Barrel so wenig wie zuletzt im November vergangenen Jahres. Die in asiatische Staaten gelieferte Ölmenge soll indes auf unter vier Millionen Barrel pro Tag gesunken sein. Damit hätte der OPEC-Mitgliedsstaat seine Ölexporte in diesem Monat deutlich zurückgefahren. Der Markt reagiert allerdings verhalten auf diese Meldung. Schließlich hatte Saudi-Arabien die Minimierung seiner Exporte angekündigt. Hinzu kommt, dass der Staat auf der Arabischen Halbinsel in den Sommermonaten besonders für den Betrieb von Klimaanlagen selbst mehr Strom und Öl benötigt. Wegen des steigenden Eigenbedarfs reduziert Saudi-Arabien seine Ausfuhren also saisonal bedingt üblicherweise.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 26. Juni 2017 +++

Die Rohölpreise sind in der vergangenen Woche in den Bärenmarkt gerutscht und haben ihre Zehnmonatstiefs erreicht. WTI hatte im Vergleich zu seinem Jahreshoch aus dem Februar sogar 21 Prozent verloren. Bereits zum Wochenende stabilisierten sich die Preise leicht. Diese Tendenz hält zu Wochenbeginn an. Am Morgen tendieren die Rohölpreise leicht aufwärts. Eine bearishe Meldung aus den USA scheint den Markt nicht zu überraschen.

USA: Förderausbau weiter ununterbrochen
Die Zahl der aktiven US-Ölbohranlagen ist auch in der vergangenen Woche gestiegen. Damit haben die USA laut Baker Hughes ihre Produktion nun 23 Wochen infolge ausgebaut. Elf zusätzliche Anlagen seien in Betrieb genommen worden, sodass insgesamt 758 Produktionsstätten aktiv seien. Damit befindet sich die Zahl der aktiven US-Ölbohranlagen auf dem höchsten Stand seit Anfang April 2015. Seit Jahresbeginn sind in den USA 428 Anlagen aktiviert worden, was einem Anstieg um 103% entspricht.
Die Marktteilnehmer scheint die Meldung aus den USA am Morgen nicht zu beeinflussen. Schließlich ist man sich des Wachstumspotenzials der US-Ölindustrie bewusst und daher von den Zahlen nicht überrascht. Hinzu kommt, dass die gerade in Betrieb genommenen Ölbohranlagen erst in einigen Wochen tatsächlich Öl fördern werden und sich dementsprechend zeitverzögert auf die Ölbestände der USA auswirken, die im Fokus der Marktteilnehmer liegen. Am Morgen tendieren die Rohölpreise trotz Bärenmarktes etwas aufwärts. Das amerikanische WTI befindet sich bei 43,59 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 46,15 US-Dollar kostet. Der Heizölpreis ist am Wochenende etwas gestiegen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter am Montag 50,92 Euro.
Es ist davon auszugehen, dass die grundsätzlich bearishe Stimmung am Markt weiter anhält. Nicht nur in den USA, sondern auch in den OPEC-Mitgliedsstaaten Libyen und Nigeria rechnen Analysten mit stetigem Produktionsausbau. Diese Förderanstiege werden voraussichtlich dauerhaft den Gegenpol zu den OPEC-Produktionskürzungen bilden. Die von der OPEC beschlossenen Förderlimits waren noch Ende vergangenen Jahres klar bullish interpretiert und als realisierbar eingeschätzt worden. Nun scheint die Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der Umsetzbarkeit des Ziels einer nachhaltigen Senkung der globalen Ölvorräte zu überwiegen. Analysten erwarten daher, dass die Ölpreise in nächster Zeit weiter zurückgehen werden. In der vergangenen Woche waren die Rohölpreise in den Bärenmarkt gerutscht, haben also 20 Prozent auf ihre Jahreshochs verloren. Trotz stabiler Entwicklung am Montagmorgen befinden sich die Rohölpreise im Juni voraussichtlich in ihrem stärksten monatlichen Fall seit einem Jahr.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 23. Juni 2017 +++

In dieser Woche haben die Rohölpreise nicht nur ihre Jahres-, sondern ihre Zehnmonatstiefs erreicht. Das amerikanische West Texas Intermediate hat zeitweise 11,90 US-Dollar weniger gekostet als zu Jahresbeginn und sich 21 Prozent von seinem Jahreshoch aus dem Februar entfernt. Die Stimmung am Markt ist seit Wochen bullish, sodass ein Bärenmarkt unvermeidbar war. Trotz grundsätzlich bullisher Impulse vom American Petroleum Institute (API), vom amerikanischen Department of Energy (DOE) und von OPEC-Energieministern haben die Preise in den vergangenen Tagen stets nachgeben. Anleger haben ihre Skepsis gegenüber der Wirksamkeit der Produktionskürzungen und dem erklärten Ziel der Senkung globaler Ölbestände deutlich gemacht. Zum Wochenende erholen sich die Rohölpreise allerdings etwas.

US-Ölbestände mit leicht stützender Wirkung
Mitte der Woche zeigten sich Marktteilnehmer größtenteils enttäuscht von der Entwicklung der US-Ölbestände. Man hatte vor dem Hintergrund des OPEC-Abkommens und der sommerlichen Fahrsaison mit deutlichen Abbauten der US-Rohöl- und Benzinvorräte gerechnet. Während die von API und DOE gemeldeten Rückgänge für Anleger zu gering ausfielen, haben die USA ihren Rohölbestand sogar stärker reduziert als Analysten prognostiziert hatten. Diese grundsätzlich bullish zu interpretierenden Zahlen stützen die Rohölpreise zum Wochenende etwas. Eine klare Aufwärtsbewegung wird allerdings vor allem von der steigenden US-Produktion verhindert. Laut DOE fördern die USA derzeit so viel wie zuletzt im August 2015. Gemeinsam mit den Produktionssteigerungen in Libyen und Nigeria ist das Wachstumspotenzial der US-amerikanischen Ölindustrie Anlegern ein Dorn im Auge. Die OPEC konnte bisher nicht zeigen, dass ihre Produktionskürzungen gegen das ununterbrochen wachsende Fördervolumen anderer Staaten bestehen können und tatsächlich Wirkung zeigen.
Marktteilnehmer müssen sich offenbar gedulden. Möglicherweise werden die OPEC-Produktionskürzungen die globalen Ölbestände gegen Ende des Jahres reduzieren, wenn die Nachfrage steigt, wie Saudi-Arabiens Energieminister betont hatte. Die Intensivierung der bestehenden Kürzungsquoten gilt als unwahrscheinlich. Bei einem Treffen des zuständigen OPEC-Komitees in dieser Woche hatte Kuwaits Ölminister den Staaten gedankt, die sich für das erklärte Ziel einsetzen, während er andere beteiligte Staaten dazu aufrief, mehr für den Erfolg des Abkommens zu tun. Wie bereits in den vergangenen Wochen deutlich wurde, haben Worte und optimistische Statements keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklung. Es bleibt daher abzuwarten, welche Richtung die US-Ölbestände und die globale Ölproduktion in den kommenden Wochen einschlagen werden. So lange wird die OPEC unter Druck stehen. Die grundsätzlich bullish zu interpretierenden Meldungen dieser Woche stützen die Preise zum Wochenende minimal. WTI befindet sich mit 42,83 US-Dollar weiterhin unterhalb der 43-US-Dollar-Marke. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 45,31 US-Dollar. Die europäische Referenzsorte hat damit die 45-US-Dollar-Schwelle überschritten. Der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag deutlich gefallen. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 50,66 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 22. Juni 2017 +++

Weder der Report des American Petroleum Institute (API) vom Dienstag noch der gestern veröffentlichte Wochenbericht des amerikanischen Department of Energy (DOE) konnte die Rohölpreise aus dem Bärenmarkt holen. Die bearishe Stimmung hält trotz bullisher Meldungen an. Marktteilnehmer zweifeln derzeit offenbar stark an der Wirksamkeit der OPEC-Produktionskürzungen. Die Aufrufe zu Geduld aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten der vergangenen Tagen haben keine Wirkung gezeigt. Auch ein Interview des iranischen Ölministers, in dem dieser intensivere Produktionskürzungen nicht ausschließt, ändert die Einstellung des Marktes zum Abkommen nicht. Nur Nachweise über tatsächliche und nachhaltige Effekte der OPEC-Maßnahmen könnten die Stimmung am Ölmarkt ändern.

DOE bestätigt API-Bericht nur teils
Während der US-Bestand an Destillaten zuletzt wie erwartet ausgebaut worden ist, sind die Rohöl- und Benzinvorräte gesunken. Das meldete gestern das DOE. Ähnlich wie zuvor das API schätzt auch das DOE, dass der US-Rohölbestand in der Berichtswoche deutlicher zurückgegangen ist als von Analysten prognostiziert. Während das API von einer Reduzierung um 2,7 Millionen Barrel ausgegangen war, ist der Rohölbestand laut DOE um 2,5 Millionen Barrel gesunken. Der grundsätzlich bullishe Charakter dieser Information wird am Markt allerdings nur begrenzt anerkannt. Berücksichtigt man, dass die Raffinerieauslastung in den USA nur um 0,4% zurückgegangen ist und sich damit noch immer über Vorjahresniveau befindet, hätte die starke Rohölverarbeitung deutlichere Bestandsabbauten begünstigen müssen. Hinzu kommt, dass Anleger noch immer auf einen Effekt der OPEC-Produktionskürzungen warten. In der Berichtswoche haben die US-Importe dem DOE zufolge jedoch nur um insgesamt eine Million Barrel abgenommen. Daher gilt die Entwicklung des Rohölbestands weiterhin als enttäuschend. Verhindert worden sind massivere Abbauten offenbar auch von der stetig wachsenden US-Ölförderung. Die USA haben laut DOE 45.000 Barrel mehr Rohöl pro Tag produziert. Allein die Schieferölindustrie fördere täglich 25.000 Barrel mehr.
Ein Aspekt aus dem API-Bericht, der einen klar bearishen Impuls lieferte, war der laut Institut um 300.000 Barrel gestiegene Benzinbestand der USA. Das DOE meldet hingegen einen leichten Abbau des Vorrats um 600.000 Barrel. Die Nachfrage sei zuletzt um 547.000 Barrel pro Tag gestiegen. Diese für die sommerliche Fahrsaison typische Entwicklung habe die Abbauten begünstigt. Marktteilnehmer hatten bereits seit einiger Zeit darauf gewartet, dass sich der Benzinvorrat dem saisonüblichen Trend beugt. So ist die DOE-Meldung bullish zu interpretieren, wobei der Rückgang sehr gering ausfällt. Erst ein nachhaltig sinkender Benzinbestand wird daher voraussichtlich für einen Aufschwung bei den Rohölpreisen sorgen können. Keine Beachtung findet hingegen die Entwicklung des US-Vorrats an Destillaten, der laut DOE um 1,1 Millionen Barrel gestiegen ist. Nach Ende der Heizsaison ist dieser saisontypische Bestandsaufbau zu erwarten und dementsprechend nicht einflussreich.
Auf den insgesamt bullishen DOE-Report reagierten die Marktteilnehmer gestern nur kurzzeitig. Die Daten zu den US-Vorräten an Rohöl und Benzin konnten die Rohölpreise nicht lange stützen. Vielmehr überwiegt der bearishe Impuls der erneut gestiegenen US-Ölförderung. Gemeinsam mit den Produktionssteigerungen Libyens und Nigerias bildet sie derzeit einen klaren Gegenpol zu den OPEC-Produktionskürzungen und begünstigt den aktuellen Bärenmarkt. Die Rohölpreise tendieren daher weiterhin abwärts. Das amerikanische WTI befindet sich am Morgen bei 42,45 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 44,73 US-Dollar kostet. Die amerikanische Referenzsorte ist damit sogar auf ihr Zehnmonatstief gefallen. Im Vergleich zum Vortag ist der Heizölpreis hingegen nahezu unverändert geblieben. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 51,41 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 21. Juni 2017 +++

Seit Wochen bewegen sie die Rohölpreise konstant abwärts. Analysten zufolge befinden sie sich seit gestern offiziell im Bärenmarkt. Dazu beigetragen hat der Report des American Petroleum Institute (API) über die Entwicklung der US-Ölbestände. Obwohl die Bestandsdaten zu Rohöl einen grundsätzlich bullishen Impuls liefern, überwiegen die bearish zu interpretierenden Aspekte. Zuversichtliche Statements der OPEC-Energieminister finden hingegen keinerlei Beachtung am Markt.

API: US-Rohölbestand deutlich reduziert
Die USA haben ihre Vorräte an Rohöl minimiert, während sowohl der Destillat- als auch der Benzinbestand ausgebaut wurde, wie aus dem aktuellen Bericht des API hervorgeht. Hatten Analysten im Vorfeld mit Abbauten um bis zu zwei Millionen Barrel gerechnet, so ist der Rückgang des Rohölvorrats laut API mit 2,7 Millionen Barrel deutlicher ausgefallen. Grundsätzlich ist diese Entwicklung bullish zu interpretieren. Allerdings hatten Marktteilnehmer auf eine noch massivere Reduzierung des gelagerten US-Rohöls gehofft. Schließlich begünstigt allein die saisonal bedingt hohe Raffinerieauslastung die Verarbeitung großer Mengen Rohöl und damit sinkende Bestände. Vor dem Hintergrund der OPEC-Produktionskürzungen und dem erklärten Ziel der nachhaltigen Reduzierung globaler Ölvorräte hätte der Rückgang des US-Rohölbestands deutlicher ausfallen müssen. Die Skepsis hinsichtlich der Wirksamkeit des OPEC-Abkommens hält sich daher unter den Marktteilnehmern.
Ihren Benzinbestand haben die USA dem API zufolge in der Berichtswoche leicht ausgebaut. Er sei um 300.000 Barrel gestiegen. Während der herrschenden sommerlichen Fahrsaison sind deutliche Abbauten beim Benzinvorrat jedoch üblicherweise ein Muss. Ob die Nachfrage derzeit nicht der saisontypischen entspricht, wird der am Nachmittag zu veröffentlichende Report des amerikanischen Department of Energy zeigen. Er enthält neben Daten über die Entwicklung der US-Ölbestände auch Informationen zu Nachfrage, Produktion und Importen.
Dass der US-Vorrat an Destillaten laut API zuletzt um 1,8 Millionen Barrel ausgebaut wurde, spielt am Markt keine Rolle. In dieser Kategorie wird nach dem Ende der Heizsaison stets mit steigenden Beständen gerechnet. Der Fokus liegt vielmehr auf der Veränderung des Rohölvorrats und ganz besonders des Benzinbestands. Die hier vom API veröffentlichten Daten werden insgesamt bearish interpretiert. So sind die Rohölpreise gestern in den Bärenmarkt gerutscht. Ihre Abwärtsbewegung dauert nun bereits einige Wochen an und hat sie 21 Prozent von ihrem Jahreshoch aus dem Februar entfernt. Am Morgen befindet sich das amerikanische WTI bei 43,18 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 45,60 US-Dollar kostet. Auch der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag gefallen. In Deutschland kosten 100 Liter durchschnittlich 51,45 Euro.

OPEC: Optimistische Statements unbedeutend
Am Markt werden die zuversichtlichen und beschwichtigenden Äußerungen der OPEC-Energieminister offenbar ignoriert. Das Neunmonatstief der Rohölpreise konnten sie nicht verhindern. Obwohl die am Abkommen beteiligten Staaten im Mai 106% der vorgesehenen Ölmenge vom Markt genommen haben, scheinen sich Anleger auf das Fördervolumen des Kartells zu fokussieren. Trotz Produktionskürzungen haben die OPEC-Mitgliedsstaaten im Mai täglich 340.000 Barrel mehr produziert als zuvor. Zurückzuführen ist dieser Trend auf die vom Abkommen ausgenommenen Ölproduzenten wie Libyen und Nigeria, die ihre Förderung zuletzt deutlich steigerten. Sowohl Khalid Al-Falih, Energieminister Saudi-Arabiens, als auch sein Kollege aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten vor diesem Hintergrund zu Geduld aufgerufen. Mit bald steigender Nachfrage würden die Bestände sinken. Sie betonten außerdem, die globalen Produktionssteigerungen seien in den OPEC-Plänen einkalkuliert. Mittlerweile scheinen Marktteilnehmer allerdings allein auf Fakten in Form von Zahlen zu reagieren. Optimistische Statements reichen nicht mehr aus.

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Shopping
Shopping
Für Surf-Profis & Quassel- strippen: MagentaZuhause L
www.telekom.de
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Samsung Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
Bis zu 50% Rabatt im Summer Sale - nur noch bis 26.06.17
bei MADELEINE

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017