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Bisher schon Millionenschaden durch Bauern-Streik

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Milch-Boykott  

Bisher schon Millionenschaden durch Bauern-Streik

04.06.2008, 11:03 Uhr | dpa / AFP / t-online.de, t-online.de

Ohne Milch kein Milcheis (Foto: imago)Ohne Milch kein Milcheis (Foto: imago) Die Milchbauern wollen ihre Proteste gegen die nach ihrer Ansicht zu niedrigen Milchpreise unbefristet fortsetzen. Ziel der Aktionen werden nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) heute Zentralen des Lebensmitteleinzelhandels sein. Beide Organisationen warfen dem Milchindustrieverband vor, sich Verhandlungen zu verweigern. Unterdessen macht sich die Milchknappheit immer stärker bemerkbar. Wenn der Streik weitergeht, gibt es beispielsweise bei Aldi bald kein Milcheis mehr zu kaufen.

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Eishersteller macht sich Sorgen
"Für diese Woche ist noch genug Milch vorhanden, um die Produktion sicherzustellen, für nächste Woche nicht mehr", sagte Michael Müller, Geschäftsführer von Rosen Eiskrem, dem Berliner "Tagesspiegel". "Wir spüren den Druck der Vorlieferanten." Das Unternehmen ist laut "Tagesspiegel" Marktführer bei Handelsmarken-Eiskrem und beliefert große Discounter wie Aldi.

Proteste vor Handelszentralen
Am Dienstagabend hatten Bauern vor der REWE-Zentrale in Köln protestiert. Vor dem Gebäude des Discounters Norma in Fürth zog ein Mahnwache mit zwei Kühen auf. Nach einer Demonstration vor Aldi Nord in Essen, sollte heute vor der Hauptverwaltung von Aldi Süd in Mülheim demonstriert werden. Die Bauern wollen mit einem seit einer Woche andauernden Lieferboykott den Handel treffen und so einen Milchpreis von mindestens 40 Cent je Liter erzwingen.

Schäden in zweistelliger Millionenhöhe
Die Streiks und Proteste der Milchbauern haben bei den betroffenen Molkereien Millionen-Schäden verursacht. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung bezifferte der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie Verbands (MIV), Eberhard Hetzner, die bisher entstandenen Schäden auf "sicherlich 50 Millionen Euro". Sie wurden unter anderem durch Produktionsausfälle verursacht. Von den Streiks und Blockaden seien fast die Hälfte der rund 110 Molkereien in Deutschland betroffen gewesen. Die Lage habe sich aber entspannt: "Es gibt kaum noch Blockaden von Molkereien. Ab Mittwoch, spätestens Donnerstag läuft alles wieder reibungslos."

Unterbrecher Ghana

Vereinzelt ausgedünntes Angebot
Mittlerweile spüren auch die Verbraucher den Boykott der Milchbauern in den Kühlregalen. In einigen Supermärkten wurde die Milch knapp oder war sogar ganz ausverkauft. Super-Marktangestellte berichteten, sie hätten zwar Milch bestellt, aber nicht die gewünschte Menge bekommen. In anderen Supermärkten stapelten sich dagegen Frisch- und H-Milch-Packungen in den Regalen. Auch bei den Milchprodukten klafften keine Lücken im Angebot.

Blockierte Molkerei will vielleicht klagen
Die "Bild"-Zeitung schreibt derweil weiter, die Molkerei Ehrmann erwäge eine Klage auf Schadenersatz. "Unser Werk abzuriegeln war illegal. Wir halten die Option einer Schadenersatzklage offen", sagte Werner Hahn, Mitglied der Geschäftsführung der bundesweit fünftgrößten Molkerei, der Zeitung.

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