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Milchwirtschaft: Wie viel mehr bekommen die Bauern?

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Milch  

Nach dem Streik: Wie viel mehr bekommen die Bauern?

06.06.2008, 10:24 Uhr | dpa / AFP / t-online.de, t-online.de

Die Milch machts: Bauern sollen mehr bekommen (Foto: ddp)Die Milch machts: Bauern sollen mehr bekommen (Foto: ddp) Nach zehn Tagen Kraftprobe liefern die Bauern wieder Milch an die Molkereien. Der Boykott zur Durchsetzung höherer Preise wurde am Donnerstagabend offiziell beendet. Zuvor hatten einige Handelsketten versprochen, den Bauern mehr für die Milch zu bezahlen. Andere signalisierten zumindest die Bereitschaft zu Verhandlungen. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer kündigte an, demnächst einen Milchgipfel veranstalten zu wollen. Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) hält nach dem Streik flächendeckende Preiserhöhungen bei Milch für möglich. Derweil ist unklar, wie viel mehr für die Bauern unter dem Strich herauskommen wird.

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Bisher kaum feste Zusagen
Ganz zu Ende ist der Konflikt nämlich noch nicht. Feste Zusagen für mehr Geld haben die Bauern bisher von den wenigsten Handelsketten bekommen. Der Verbandschef der Milchbauern, der BDM-Vorsitzende Romuald Schaber, sagte, es stehe noch ein langer Kampf bevor. Auch Nordmilch-Vertriebschef Martin Mischel zeigte sich skeptisch.

Was wird aus den 43 Cent pro Liter?
In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, die Verbesserung für die Bauern werde möglicherweise nur minimal ausfallen. Durch die Aktion von Lidl würden sie "vielleicht 0,3 Cent pro Liter mehr erhalten." Mischel wies darauf hin, dass Lidl nur die Preise für Butter und Milch erhöhen wolle. "Der Hauptanteil der von den Bauern gelieferten Milch wird aber für die Herstellung von Käse, Milchpulver, Quark oder Joghurt verwendet." Nordmilch zahlt laut Mischel zurzeit 30 Cent, die Bauern wollen den Preis auf 43 Cent anheben.

Verbraucher müssen wohl mehr zahlen
Auf die Verbraucher scheinen auf jeden Fall höhere Preise zuzukommen. Es ist nicht zu erwarten, dass der Handel den Bauern mehr für ihre Milch zahlt, den Endpreis für den Verbraucher aber unverändert lässt. Der Sprecher des Handelsverbands HDE, Hubertus Pellengahr, sagte der "Berliner Zeitung", es spreche einiges dafür, dass neben Milch auch Butter teurer wird. Ob auch Joghurt, Käse und andere Milchprodukte demnächst mehr kosten, sei noch nicht abzusehen.

Seehofer kündigt erneut Milchgipfel an
Landwirtschaftsminister Seehofer will "in Kürze" Bauern, Vertreter der Bundesländer und alle Beteiligten der Milchwirtschaft zu einem Gipfeltreffen einladen. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte Seehofer, dabei solle es um die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, um Strukturfragen und darum gehen, "wie es um die Angebotsmacht der Bauern gegenüber anderen Wirtschaftsbeteiligten steht."

Grundversorgung mit Lebensmitteln
Der Minister forderte, den Bauern "einen vernünftigen Preis für ihre Produkte zu zahlen". Man müsse versuchen, "so etwas wie eine Grundversorgung mit Lebensmitteln im eigenen Land sicherstellen zu können", sagte Seehofer.

Unterbrecher USA

Verband ruft zu Ende der Blockade auf
BDM-Chef Schaber hatte den Boykott am Donnerstag in Berlin für beendet erklärt: "Ich fordere Sie auf, ab heute Abend wieder Milch zu liefern", rief Schaber bei einer Kundgebung einigen tausend Bauern am Brandenburger Tor zu.

Lidl will mehr zahlen, andere sind verhandlungsbereit
Den Anfang hatte der zweitgrößte deutsche Discounter Lidl am Mittwoch mit der Ankündigung einer Preiserhöhung von zehn Cent pro Liter Milch gemacht. Am Donnerstag kündigte auch "Kaufland" an, von der kommenden Woche an die Preise für Milch zu erhöhen, wie die "Heilbronner Stimme" berichtete. Rewe, Metro und Edeka und Aldi Nord seien verhandlungsbereit, sagte Seehofer. Aldi Süd kündigte an, sich "an den aktuell im Markt diskutierten Erzeugerpreisen" orientieren zu wollen. Auch Tengelmann und der Discounter Plus zeigten sich in einer dpa-Umfrage bereit zu Gesprächen.

Geld soll bei Bauern ankommen
Schaber sagte, es müsse aber sichergestellt werden, dass das Geld auch auf den Höfen ankomme. Die Bauern müssten bei der Festlegung der Milchquoten mitreden dürfen. Sie legt fest, wie viel Milch ein Bauer produzieren darf.

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