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Schaeffler will Autozulieferer Continental übernehmen

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Übernahme-Spekulationen  

Schaeffler will Autozulieferer Continental übernehmen

16.07.2008, 15:24 Uhr | mmr, dpa, t-online.de

Schaeffler greift nach Conti (Foto: ddp) Die Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe will einem Pressebericht zufolge kurzfristig ein Übernahmegebot für den Autozulieferer und Reifenhersteller Continental vorlegen. Möglicherweise werde Schaeffler bereits an diesem Montag ein mehr als zehn Milliarden Euro schweres Gebot abgeben, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) ohne Quellen zu nennen. Der Autozulieferer hat erste Gespräche mit der Schaeffler-Gruppe über eine Beteiligung mittlerweile bestätigt. Unbestätigt sind Gerüchte, dass auch Bosch Interesse an Conti hat.

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Conti-Aktie legt ein Viertel zu

Da bahnt sich offenbar ein Übernahmekampf an. Sollte sich Continental wehren, sei Schaeffler auch zu einer feindlichen Übernahme bereit, hieß es im Pressebericht. Ein Börsenhändler erwartet diesen "harten Kampf" sogar: "Alles andere als eine feindliche Übernahme ist weder finanziell noch strategisch vorstellbar". An der Börse ist ein Übernahmekampf offenbar schon ausgemachte Sache. Der Kurs der Aktie von Continental legt zeitweise rund 25 Prozent gegenüber Freitag zu und geht damit mehr als zehn Prozent über das 10-Milliarden-Gebot hinaus.




Auch Bosch interessiert?

An der Börse wird auch der Autozulieferer Bosch vage als möglicher weiterer Interessent gehandelt. Bosch hat diese Spekulationen über ein mögliches Interesse an Continental indes unkommentiert gelassen. Ein Bosch-Sprecher wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern.

Gewerkschaften kündigen Proteste an

Die Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach hat ihr grundsätzliches Interesse an einem Engagement beim Autozulieferer Continental ebenfalls bestätigt. "Es hat ein kurzes Gespräch gegeben, und es wird möglicherweise noch weitere Gespräche geben", sagte Unternehmenssprecher Detlef Sieverdingbeck am Montag. Die bei Conti vertretenen Gewerkschaften IG Metall und IG BCE kündigten in der "Welt" dagegen bereits massive Proteste gegen eine Übernahme an. Es gebe zwar noch kein offizielles Angebot, eine feindliche Übernahme oder Zerschlagung werde aber zu Protesten führen, zitiert das Blatt namentlich nicht genannte Gewerkschaftsführer.

Unterbrecher 70-Tage

Abspaltung der Reifensparten erwogen

Die "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) spekuliert bereits über einen Verkauf von Konzernteilen. Um die Schuldenlast zu drücken, erwäge Schaeffler die Trennung von den Reifensparten und ContiTech, berichtet die HAZ. Dies werde eine Einigung mit der Conti-Spitze deutlich erschweren.

Schriftzug von Continental an einem Gebäude am bisherigen VDO Hauptsitz  (Foto: dpa) (Quelle: imago)Schriftzug von Continental an einem Gebäude am bisherigen VDO Hauptsitz (Foto: dpa) (Quelle: imago)

Autozulieferer leidet unter steigenden Rohstoffpreisen

Eine Übernahme von Continental wäre der größte Unternehmenskauf in diesem Jahr in Europa, betonte die FT. Das Übernahmeangebot komme zu einem Zeitpunkt, in dem der Hannoveraner Autozulieferer wegen steigender Rohstoffpreise und sinkenden Autoabsatzes zunehmend unter Druck gerate. Das Unternehmen habe daher erneut eine Preiserhöhung für einen Teil seiner Produkte angekündigt.

Schaeffler-Gruppe fertigt vor allem Maschinen-Lager

Die von Maria-Elisabeth Schaeffler und ihrem Sohn Georg kontrollierte Schaeffler-Gruppe ist der weltweit zweitgrößte Wälzlager-Konzern. Der familiengeführte Konzern fertigt Lager unter anderem für Maschinen, Anlagen, die Automobilindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt. Im Jahr 2007 erwirtschaftete die Schaeffler-Gruppe mit ihren drei Marken INA, LuK und FAG und ihren weltweit 66.000 Beschäftigten einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro.

Conti unter Top-Five

Der Continental-Konzern gehört mit einem anvisierten Umsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro im Jahr 2008 weltweit zu den fünf führenden Automobilzulieferern. Zu den Produkten zählen Bremssysteme, Systeme und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik und Reifen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter an nahezu 200 Standorten in 36 Ländern.

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