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Aktienmarkt: Daimler-Aktie stürzt ab - Anleger geschockt

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Daimler  

Daimler schickt mit Gewinnwarnung Aktie auf Talfahrt

25.07.2008, 08:22 Uhr | mmr, dpa, t-online.de

Daimler ist nicht mehr auf der Überholspur (Bild: dpa)Daimler ist nicht mehr auf der Überholspur (Bild: dpa) Daimler-Chef Dieter Zetsche hat nach einem erneuten deutlichen Gewinnrückgang im zweiten Quartal die eigenen Erwartungen für 2008 heruntergeschraubt. Der Stuttgarter Autobauer verwarf seine Gewinnziele und schraubte am Donnerstag seine Prognose deutlich nach unten. Neben dem anhaltend starken Gegenwind aus den USA und kräftig gestiegener Rohstoffkosten machte Konzern-Lenker Zetsche auch die fortwährenden Belastungen durch die Beteiligung an Chrysler für den Negativtrend verantwortlich. Die Daimler-Aktie stürzt ab.

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Gewinnziele um zehn Prozent reduziert

Daimler hat sein Gewinnziel für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Statt mit über 7,7 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei nur noch mit mehr als 7,0 Milliarden Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Die Belastungen aus steigenden Rohstoffpreisen, starkem Euro und abkühlender Weltkonjunktur werde Daimler durch Absatzsteigerungen und Kostensenkungen nicht mehr voll kompensieren können. Die zugleich vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal fielen dagegen sogar besser als erwartet aus.



Mittelfristige Ziele bekräftigt - weiterhin Aktienrückkauf

Daimler bekräftigte seine mittelfristigen Renditeziele. Es bleibe bei den für 2010 angepeilten Renditezielen, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche. Die Umsatzrendite soll bei Mercedes-Benz Cars dann im Durchschnitt eines Konjunkturzyklus bei zehn Prozent liegen und bei Daimler Trucks bei acht Prozent. "Ich muss aber hinzufügen: Wenn wir 2010 in einer sehr schlechten wirtschaftlichen Situation sind, dann sind wir natürlich nicht im Mittel des Zyklus." Auch das laufende Aktien-Rückkaufprogramm wolle Daimler trotz der jüngsten Gewinnwarnung fortsetzen.



Daimler-Aktie stürzt zeitweilig zweistellig

An der Börse schickte die Gewinnwarnung die Daimler-Aktie auf Talfahrt. Zeitweise verliert der Wert gut elf Prozent auf 37,70 Euro. Am Abend stand die Aktie bei 38 Euro nur wenig besser und war damit Schlusslicht im DAX, der um etwa 1,5 Prozent absackte. Mit dem Kurssturz des DAX-Schwergewichts wurden allein am Donnerstag mehr als vier Milliarden Euro vernichtet. Am Vormittag hatte die Aktie in Erwartung guter Halbjahreszahlen noch um bis zu drei Prozent auf 43,80 Euro zugelegt. "Die nackten Zahlen sind zwar besser als erwartet, aber die gesenkte EBIT-Prognose überschattet alles", sagte ein Händler. "Nachdem sich die Konkurrenz und insbesondere die stärker gefährdeten französischen Autobauer zuletzt eher optimistisch geäußert und ihre Ausblicke bestätigt hatten, wurde nicht mehr damit gerechnet, dass ausgerechnet Daimler als erster umfällt", fügte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler hinzu.

Ist der Stahlpreis schuld?

Negativ überrascht zeigte sich auch Merck Finck-Analyst Robert Heberger, der insbesondere den gesenkten Ausblick und die geringere EBIT-Marge in der PKW-Sparte Mercedes bemängelte. "Im zweiten Halbjahr dürfte die Marge bei Mercedes noch unter den aktuellen acht Prozent liegen - das ist enttäuschend", sagte der Analyst in einer ersten Einschätzung. Er sei nun gespannt auf weitere Details aus der Analystenkonferenz. "Möglicherweise sind höhere Stahlpreise schuld an der Entwicklung." Trotzdem bleibe sein Votum auf "Hold".

"Kalt erwischt"

Ein weiterer Analyst zeigte sich wenig überrascht von den Zahlen. "Der Ausblick ist wie erwartet schwach, die Senkung des EBIT-Ausblicks hat aber mit Sicherheit einige kalt erwischt. Ich halte nach wie vor ein EBIT von 7,5 bis 7,6 Milliarden Euro für möglich", sagte er. Der massive Kursverlust ist seiner Einschätzung nach aber nun deutlich überzogen.

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