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Continental: Angeblich Gespräche mit Finanzinvestoren

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Übernahmekampf Schaeffler-Continental  

Unabhängigkeit von Conti auf der Kippe

07.08.2008, 15:34 Uhr | bv, fre, dpa, t-online.de

"Weißer Ritter" fürs Conti-Pferd gesucht: Chef Manfred Wennemer (Foto: dpa)"Weißer Ritter" fürs Conti-Pferd gesucht: Chef Manfred Wennemer (Foto: dpa) Rückschlag für Continental: Das Management des Auto-Zulieferers hat einem Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zufolge von möglichen neuen Aktionären einen Korb erhalten. Die vier Finanzinvestoren Permira, CVC, Carlyle und EQT haben demnach einen Einstieg bei Continental abgelehnt. Die Investoren sollten versuchen, eine Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe zu verhindern.

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Kein Firmenkauf unter drei Millarden

"Eine Offerte gegen Schaeffler kann ich mir bei den momentanen Kreditmärkten nur schwer vorstellen", zitierte die Zeitung einen Partner eines der weltweit größten Beteiligungsfonds. Banken hätten seit Ausbruch der Kreditkrise keinen Firmenkauf für mehr als drei Milliarden Euro finanziert. Das Schaeffler-Angebot bewerte Conti mit etwa 11,5 Milliarden Euro. Eine Minderheitsbeteiligung hielten Investmentbanker für unattraktiv.



Gegenangebot soll Schaeffler übertrumpfen

Verschiedenen Medien zufolge wirbt Continental im Abwehrkampf gegen Schaeffler intensiv um um Finanzinvestoren und den japanischen Konkurrenten Bridgestone als "Weiße Ritter". Continental spreche mit den US-Finanzinvestoren Apollo und Kohlberg Kravis Roberts (KKR), berichtete das "Handelsblatt" (6. August 2008) aus Bankenkreisen. Ziel sei es, die Schaeffler-Offerte durch ein mit Conti abgestimmtes Gegengebot zu überbieten.

Neue Krisensitzung bei Conti

Der Continental-Aufsichtsrat soll in der kommenden Woche zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Das Treffen sei am kommenden Mittwoch geplant, hieß es aus Branchenkreisen. Unterdessen änderte die Schaeffler-Gruppe ihr Übernahmeangebot in bestimmten Punkten und verhinderte damit, dass das Angebot möglicherweise erlischt. Dabei geht es vor allem um eine mögliche Kapitalerhöhung von Conti. In Branchenkreisen hieß es, Schaeffler habe damit einen "schweren handwerklichen Fehler" korrigiert. Ein Schaeffler-Sprecher wies dies indes als "haltlos" zurück. "Es gab und gibt gute Gründe für solche Bedingungen", sagte er der dpa. Im Rahmen eine Abwägung habe man sich aber entschlossen, auf diese Bedingungen zu verzichten.



Streit um Kapitalerhöhung

Schaeffler verzichtete etwa auf die in der bisherigen Angebotsunterlage genannte Bedingung, dass der Conti-Vorstand bis zum Ablauf der Annahmefrist "keine Durchführung einer Kapitalerhöhung auf Grundlage eines genehmigten Kapitals" anmeldet. Wie Schaeffler in Herzogenaurach mitteilte, trat das Unternehmen "Marktspekulationen" entgegen, dass das Angebot an die Conti-Aktionäre durch die Vorbereitung einer Kapitalerhöhung behindert werden könnte. Schaeffler weise jedoch ausdrücklich darauf hin, dass das Angebot unverändert unter der Bedingung stehe, dass Conti bis zum Ablauf der Annahmefrist am 27. August keine Kapitalmaßnahmen vollziehe.

Conti soll Abwehrmaßnahmen unterlassen

Die Schaeffler-Gruppe als größter Conti-Aktionär halte solche Kapitalmaßnahmen für unvertretbar, da sie die Interessen der Aktionäre verletzen würden. Vor dem Hintergrund von Zusagen Schaefflers seien Vorstand und Aufsichtsrat von Conti gesetzlich verpflichtet, auf Maßnahmen zu verzichten, die lediglich der Abwehr des Angebotes dienten und den Aktionären die freie Entscheidung über die Annahme des Angebotes zu nehmen versuchten. Schaeffler hatte unter anderem zugesagt, dass Conti nicht zerschlagen werden solle.

Kapitalerhöhung ist grundsätzlich genehmigt

Der Übernahmekampf wird damit zunehmend zu einem Fall von Juristen. Zu den Optionen von Conti bei der Abwehr einer Übernahme zählt neben der Suche nach einem "Weißen Ritter" auch eine Kapitalerhöhung, um die Übernahme zu erschweren. Die Conti-Hauptversammlung im April 2008 hatte eine Kapitalerhöhung von bis zu zehn Prozent grundsätzlich genehmigt - also lange bevor die Schaeffler-Aktivitäten bekannt wurden.

Conti hält Angebotspreis für zu niedrig

Schaeffler hatte am vergangenen Mittwoch ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt. Mitte der nächsten Woche läuft die übliche Frist von zwei Wochen für eine Stellungnahme von Conti dazu ab. Die Conti-Führung hatte den von Schaeffler angebotenen Preis von 70,12 Euro pro Aktie bereits strikt abgelehnt.

Schaeffler will 30 Prozent

Der DAX-Konzern Continental aus Hannover mit derzeit rund 150.000 Beschäftigten weltweit hatte einen deutlich höheren Preis und eine Begrenzung der Schaeffler-Beteiligung auf 20 Prozent gefordert. Das wesentlich kleinere Familienunternehmen Schaeffler aus Herzogenaurach dagegen hatte das Ziel bekräftigt, mehr als 30 Prozent der Anteile zu erwerben und damit ein strategischer Großaktionär bei Continental zu werden.

Umstrittene Tauschgeschäfte

Die Franken halten bereits acht Prozent der Aktien. Zudem hat sich das Unternehmen über Swap-Geschäfte (Tauschgeschäfte) den Zugriff auf 28 Prozent der Conti-Anteile gesichert. Aus Sicht von Conti war das Vorgehen aber rechtswidrig, weil Meldepflichten umgangen worden seien. Conti verlangt, dass die Finanzaufsicht BaFin die Swap-Geschäfte untersagt. Schaeffler hält das Vorgehen für legal.

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