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Autozulieferer: Schaeffler hält an Continental-Chef fest

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Continental  

Schaeffler hält an jetzigem Conti-Chef fest

02.09.2008, 15:16 Uhr | sky, dpa, dpa-AFX

Tauziehen um Conti hält an (Foto: ddp)Tauziehen um Conti hält an (Foto: ddp) Die Lage in der Übernahme um den Reifenhersteller Continental bleibt unübersichtlich: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will auch nach einer möglichen Übernahme an Conti-Chef Manfred Wennemer festhalten. Es gebe keine Veranlassung, über eine Veränderung an der Conti-Spitze nachzudenken, sagte ein Schaeffler-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und widersprach damit einer anderslautenden Meldung des Nachrichtenmagazins "Focus". Auch in der Frage, ob und wann eine Einigung in der Übernahme anstehe und ob aktuell überhaupt verhandelt werde, gab es zuletzt widersprüchliche Meldungen.

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Schaeffler steht zum Conti-Chef

"Wir wollen keine Veränderung. Wir schätzen Herrn Wennemer, er hat gute Arbeit geleistet", sagte der Schaeffler-Sprecher. "Focus" hatte berichtet, die Schaeffler-Führung, die sich seit Wochen um eine Übernahme des Autozulieferers Continental AG (Hannover) bemüht, habe sich auf Conti-Vorstandsmitglied Karl-Thomas Neumann als Wennemer-Nachfolger festgelegt. Demnach wurde im Conti- Aufsichtsratspräsidium am Mittwoch Wennemers Rücktritt gefordert. Das Magazin zitiert einen Arbeitnehmervertreter in dem obersten Kontrollgremium mit den Worten: "Der Mann muss weg."

Gewerkschaft angeblich zornig

Die Gewerkschafter fühlten sich von Wennemer "hintergangen", weil er mit Finanzinvestoren verhandelt habe, um eine Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe zu verhindern. Das sei gegen die Absprache gewesen. Um eine Stellungnahme gebeten, sagte dazu Conti-Vize-Aufsichtsratschef Werner Bischoff von der IG BCE der Deutschen Presse-Agentur dpa: Dies sei "absoluter Blödsinn".

Noch keine Einigung

Ansonsten stehen Conti und die Schaeffler-Gruppe offenbar nicht kurz vor einer Einigung. Die Gespräche stünden erst am Anfang, von einer Einigung könne noch lange keine Rede sein, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es gebe noch "eine Menge Hausaufgaben" zu erledigen. Ein Medienbericht, nach dem beide Unternehmen kurz vor einer Einigung stehen, wurde als "weit übertrieben" dargestellt. Die Meldung sei "nicht zutreffend".

Eine Frage des Geldes

Aus vertraulichen Quellen hieß es am Freitag, man sei zwar zuversichtlich, dass die beiden Unternehmen auf einem guten Weg seien, eine vernünftige Lösung zu finden. Eine Einigung gebe es aber noch lange nicht. Als Knackpunkte in den Verhandlungen gelten ein deutlich höherer Preis, der Umgang mit steuerlichen Verlustvorträgen sowie langfristige Garantien zur Sicherung von Standorten und Jobs. Sprecher von Conti und Schaeffler wollten keine Stellungnahme abgeben.

Keine Verhandlung am Wochenende

In mit den Vorgängen vertrauten Kreisen hieß es zudem, anders als in dem Medienbericht dargestellt sei auszuschließen, dass es Anfang der kommenden Woche eine Conti-Aufsichtsratssitzung gebe, bei der eine Einigung abgesegnet werden könnte. Ebenfalls zurückgewiesen wurde die Darstellung, dass es über das Wochenende Verhandlungen gebe.

Angebot zu niedrig

Schaeffler und Conti hatten am Mittwoch in dem seit Wochen andauernden Übernahmekampf ihre Bereitschaft zu einer friedlichen Einigung signalisiert und weitere Verhandlungen angestrebt. Conti hatte das Schaeffler-Übernahmeangebot von 70,12 Euro pro Aktie erneut als nicht angemessen abgelehnt, aber kurzfristig weitere Verhandlungen angestrebt. "Es ist unser Ziel, möglichst schnell zu einer Lösung im Sinne beider Unternehmen zu kommen." Ähnlich hatte sich Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger geäußert.

Angeblich 75 Euro

Die Verhandlungen zwischen Conti und der Schaeffler-Gruppe stehen unter Zeitdruck. Die Annahmefrist für das Schaeffler-Übernahmeangebot endet am 27. August um Mitternacht. Den gesetzlichen Vorgaben zufolge könnte Schaeffler das Angebot bis spätestens einen Tag vor Ablauf der Frist erhöhen - die derzeitige Offerte hatte Conti abgelehnt. Schaeffler ist nach Medienberichten bereit, das Übernahmeangebot für Conti von bisher 70,12 Euro auf 75 Euro pro Aktie zu erhöhen. Branchen-Analysten aber halten einen Preis zwischen 80 und 100 Euro für gerechtfertigt. Schaeffler hält bereits acht Prozent an Conti und hat nach eigenen Angaben über Finanzgeschäfte Zugriff auf weitere 28 Prozent.

Rechte bis Ende August ausüben

Die Schaeffler-Gruppe wird laut "Focus" ihre Vorkaufsrechte auf Conti-Aktien, sogenannte Swaps, spätestens in der letzten Augustwoche ziehen müssen. Das geht aus den der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorliegenden Angebotsunterlagen hervor. Die an der Übernahme beteiligten Banken rechneten damit, dass der neue Großaktionär Schaeffler bis Ende August mit mehr als 40 Prozent an Continental beteiligt sein wird.

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