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Finanzkrise  

Deutsche Wirtschaft gesteht Mitschuld

16.10.2008, 09:45 Uhr | cs, t-online.de, AFP

BDI-Chef Jürgen Thumann mahnt mehr Augenmaß der Wirtschaft an. (Foto: dpa)BDI-Chef Jürgen Thumann mahnt mehr Augenmaß der Wirtschaft an. (Foto: dpa) Die deutsche Industrie hat eine Mitschuld an der Finanzkrise eingeräumt. "Auch wir haben Fehler gemacht", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, dem "Tagesspiegel". "Womöglich waren wir auf manchen Märkten und in manchen Projekten zu gutgläubig, zu vertrauensselig." So habe die Industrie zu viel Vertrauen in das Risikomanagement der Banken und Beurteilungen durch Rating-Agenturen gehabt.

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Auch Vorstände müssen zurückstecken

Thumann begrüßte den Plan der Bundesregierung, die Managervergütungen in den Banken, die der Staat unterstützt, zu begrenzen. "Wenn es einem Unternehmen schlecht geht, müssen alle ihren Beitrag leisten. Dann muss auch der Vorstand zurückstecken." Die von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) angestrebte Obergrenze von 500.000 Euro pro Jahr sei die richtige Größenordnung.

Selbstheilung der Branche

Die Finanzkrise führe auch zu einer Selbstheilung der Branche. "Es ist gut, dass diese Leute mit den Füßen auf den Teppich zurückkehren. Bitter ist, dass es uns möglicherweise einige Milliarden kostet." Thumann regte an, dass die Manager von Not leidenden Banken auch aus eigenen Mitteln für die Sanierung ihrer Institute gerade stehen sollen. "Ich kann mir persönlich durchaus vorstellen, dass sich Führungskräfte aus Banken und Finanzinstitutionen mit einem persönlichen Beitrag an der Sanierung beteiligen", sagte Thumann.

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Mehr Augenmaß in der Wirtschaft

Er habe Verständnis für den Unmut über die Entwicklung. Es sei mehr Augenmaß in der Wirtschaft nötig. "Dreistellige Millionengehälter, enorme Boni und Optionen lehne ich ab. Auch puren Shareholder Value habe ich noch nie gemocht. Das passt alles gar nicht zu unserer sozialen Marktwirtschaft", sagte Thumann.

Banker zeigen Einsicht

Und auch die ersten Banker gestehen Fehler ein und zeigen Reue. Der WestLB-Chef Heinz Hilgert sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir Banker haben die Krise teilweise selbstverschuldet. Jetzt dürfen wir nicht am Status Quo kleben, sondern müssen akzeptieren, dass die Politik Gehaltsverzicht durchsetzt und die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle prüft."

Banken wurden Regierungsangebot annehmen

Hilgert zeigte sich überzeugt, dass viele Banken in Deutschland auf die von der Bundesregierung bereit gestellten 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Bankschuldverschreibungen zurückgreifen werden. "Es gibt derzeit keine Bank, der Bankschuldverschreibungen abgekauft werden", sagte der WestLB-Chef. Deshalb habe die Bundesregierung mit ihren staatlichen Garantien die Weichen richtig gestellt. "Es gibt erste Anzeichen, dass der Handel auf dem Interbankenmarkt wieder in Gang kommt."

Wandel als Chance begreifen

Die Gegenforderung der Bundesregierung nach tragfähigen Geschäftsmodellen sollten nach seinen Worten alle Landesbanken als Chance begreifen. "Wir in der West LB sind bereit, einen Beitrag zu leisten, dass nun nach jahrelangen Debatten endlich weniger und fokussiertere Landesbanken entstehen, die stärker auf die Bedürfnisse der Sparkassen zugeschnitten sind." Mit der Zusammenlegung des Kapitalmarktgeschäftes von Dekabank und WestLB würde nach Ansicht von Hilgert ein solcher nachhaltiger Dienstleister für die Sparkassen entstehen.

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