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US-Wirtschaft um 6,2 Prozent eingebrochen

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Rezession  

US-Wirtschaft bricht drastisch ein

18.03.2009, 16:18 Uhr | mmr, dapd, AFP, t-online.de

Die US-Wirtschaft schrumpft immer schneller und sorgt für Bestürzung an der Börse (Foto: Reuters)Die US-Wirtschaft schrumpft immer schneller und sorgt für Bestürzung an der Börse (Foto: Reuters) Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2008 um dramatische 6,2 Prozent geschrumpft. Das ist der schlechteste Wert seit 25 Jahren. Die am Freitag veröffentlichten Zahlen des US-Handelsministeriums fielen damit deutlich schlechter aus als von Experten und der US-Regierung erwartet. Ökonomen waren von einem Rückgang von 5,4 Prozent ausgegangen. Die Regierung hatte zuletzt mit einem Minus von 3,8 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal war die US-Wirtschaft um lediglich 0,5 Prozent geschrumpft.

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US-Verbraucher kaufen weniger ein

Im Gegensatz zu der exportorientierten deutschen Wirtschaft hängt die US-Konjunktur vor allem vom Binnenkonsum ab. Die Verbraucher schränkten ihre Ausgaben um 4,3 Prozent ein. Das ist das größte Minus seit Frühjahr 1980. Damals steckten die Vereinigten Staaten in einer schweren Rezession. Die Exporte brachen sogar um 23,6 Prozent ein. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt 1971.



US-Wirtschaftswachstum von 2007 bis 2008 (Infografik: dpa)US-Wirtschaftswachstum von 2007 bis 2008 (Infografik: dpa)

Keine Erholung in Sicht

"Die Wirtschaft ist im vierten Quartal wirklich scharf auf die Bremse getreten", kommentierte ein US-Finanzexperte die neusten Zahlen. "Wir befinden uns in einer ziemlichen schweren Rezession." Auch die weiteren Aussichten seien eher trübe. "Die Wirtschaft dürfte auch im Jahr 2010 weiterhin zu kämpfen haben." Auch deutsche Experten teilen die Meinung: "Die USA befinden sich in der schärfsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, vermutlich seit den frühen Dreißigern", sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. "Anzeichen für eine konjunkturelle Belebung gibt es bislang nicht."

Maximaler Rezessionsstress

Ökonomen rechnen damit, dass die Talfahrt weitergeht. Verbraucher und Unternehmen würden sich weiterhin mit Ausgaben zurückhalten und die ersten sechs Monate des Jahres besonders schwer machen, hießt es. "Wir stecken mitten in einer Periode des maximalen Rezessions-Stresses, in der die größten Einschnitte gemacht werden", sagte der Volkswirtschaftler Ken Mayland von ClearVision.

US-Indizes auf tiefstem Stand seit 1997

Die US-Börsen reagierten zunächst verschnupft auf die neuesten Nachrichten: Der Leitindex Dow Jones stürzte zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Oktober 1997, erholte sich während der ersten Hälfte des Handelstages jedoch zunehmend und stand gegen18 Uhr bei 7177 Punkten, nur noch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Der marktbreite S&P500-Index sackte ebenfalls ab und unterschritt zeitweise sein 2008er-Tief bei 741 Punkten. Auch er erholte sich und notierte bei minus 0,8 Prozent bei rund 750 Punkten. "Anleger machen sich nun Sorgen, welche Bank als nächste die stützende Hand aus Washington benötigt", erklärten Händler die Talfahrt.


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