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Geldpolitik: EZB senkt Leitzins auf 1,5 Prozent

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Leitzinsen  

Europäische Zentralbank senkt Leitzins auf 1,5 Prozent

05.03.2009, 17:43 Uhr | sky, mmr

EZB senkt Leitzins auf 1,5 Prozent (Foto: ddp)EZB senkt Leitzins auf 1,5 Prozent (Foto: ddp) Im Kampf gegen die anhaltende Rezession hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euro-Raum auf den niedrigsten Stand seit der Euro-Einführung 1999 gesenkt. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld verringert sich um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent. Das teilte die EZB nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit.

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Bisher niedrigster Zins im Euroraum

Mit der erneuten Zinssenkung reagiert die EZB auf die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise. Seit Herbst reduzierte die Notenbank den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld um insgesamt 2,25 Prozentpunkte auf das bisher niedrigste Niveau.


EZB erwartet leichte Konjunkturerholung erst 2010

Auf der Pressekonferenz am Nachmittag erläuterte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Gründe für die erneute Zinssenkung. Die Aussichten für eine konjunkturelle Erholung im Euroraum bereits 2009 sind nach Einschätzung der EZB schlecht. Im laufenden Jahr werde die Konjunktur voraussichtlich sehr schwach bleiben, sagte Trichet. Erst im kommenden Jahr dürfte sich die Euroraum-Wirtschaft wieder leicht erholen. Die Inflation habe sich unterdessen weiter abgeschwächt. Zur Jahresmitte 2009 könnten die Inflationsraten zeitweise in den negativen Bereich absinken, danach aber wieder steigen. Für eine mittelfristig ausgerichtete Geldpolitik seien derart kurzfristige Schwankungen aber irrelevant, unterstricht Trichet.

Unkonventionelle Maßnahmen

Darüber hinaus ließ der EZB-Präsident durchblicken, dass die Notenbank neue unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihrer Geldpolitik diskutiert. Zuletzt hatten Aussagen ranghoher Notenbankvertreter Spekulationen darüber angefacht, ob die EZB Wertpapiere wie "Commercial Papers" direkt ankaufen wird. Obgleich Trichet die Diskussion im EZB-Rat über derartige "quantitative Maßnahmen" nicht weiter ausführte, wollte er keine spezifische Maßnahme ausschließen.

Weitere Zinssenkungen möglich

Auch mit Blick auf die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen gab sich Trichet offen. "Wir haben nicht beschlossen, dass der aktuelle Leitzins der niedrigste ist." Weitere Zinssenkungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Allerdings sei das Zinsniveau bereits jetzt "sehr niedrig". Die jüngste Zinsentscheidung ist im EZB-Rat laut Trichet "im Konsens" getroffen worden.

Bund-Future haussiert

Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future ist unterdessen am Nachmittag deutlich gestiegen. Der Euro-Bund-Future stieg zeitweise um 1,2 Prozent oder 140 Ticks und näherte sich wieder der 126er-Marke (siehe Wochen-Chart). Der DAX zeigte sich derweil kaum gerührt und verharrte im roten Bereich.

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London senkt ebenfalls den Zins

Die britische Notenbank hat derweil den Leitzins ebenfalls um einen halben Prozentpunkt auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt. Damit hat die Bank of England die geldpolitischen Zügel den sechsten Monat in Folge gelockert. Zugleich kündigte die Bank of England weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Finanz- und Wirtschaftskrise an: Die Notenbank will von Kreditinstituten Staats- und Unternehmensanleihen im Volumen von 75 Milliarden Pfund (84 Milliarden Euro) aufkaufen. Damit soll zusätzlich Geld in die Wirtschaft gepumpt und die Kreditvergabe der Banken angekurbelt werden.

Billiges Geld gegen die Rezession

Niedrige Zinsen verbilligen Kredite für Unternehmen und Verbraucher und können so die Wirtschaft ankurbeln. Sparguthaben werden allerdings ebenfalls niedriger verzinst. In den USA und in Japan liegen die Leitzinsen derzeit praktisch bei null. In Großbritannien senkte die Bank von England den Leitzins am Donnerstag um 0,5 Punkte auf den historischen Tiefststand von 0,5 Prozent.

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