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Stromversorgung: E.ON kappt in Wirtschaftskrise Investitionen

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Wirtschaftskrise: E.ON kappt Investitionen

10.03.2009, 11:47 Uhr | cs, dpa-AFX, t-online.de

Gewinneinbruch bei E.ON (Foto: dpa)Gewinneinbruch bei E.ON (Foto: dpa) Die Wirtschaftskrise hat den größten deutschen Energiekonzern E.ON stärker getroffen als erwartet. Der Konzernüberschuss sank 2008 um 79 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Deshalb will der Versorger sparen und seine Investitionen zurückfahren. In den Jahren 2009 bis 2011 will E.ON sechs Milliarden Euro weniger ausgegeben. Insgesamt will der Energiekonzern aber dennoch rund zehn Milliarden Euro jährlich investieren. Außerdem kappt der Konzern seine Gewinnprognose.

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E.ON: Abschreibungen sind schuld

Grund für den Gewinneinbruch sind unter anderem bereits bekannte Abschreibungen von 3,3 Milliarden Euro auf Beteiligungen in den USA und Südeuropa. Die Dividende soll trotz des Gewinneinbruchs aber um 9,5 Prozent auf 1,50 Euro steigen. Für die Berechnung wird als Grundlage der sogenannte bereinigte Konzernüberschuss herangezogen, der den Angaben zufolge um 9 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Darin sind die Abschreibungen aber nicht enthalten.

 

E.ON-Überschuss soll sinken

Im kommenden Jahr soll der bereinigte Überschuss wegen höherer Zinsbelastungen um etwa zehn Prozent sinken. Die Dividende soll in gleichem Maße fallen, da die Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent vom bereinigten Konzernüberschuss beibehalten werde. Damit rückt E.ON endgültig von seinem Ziel ab, die Dividende jeweils um 10 bis 20 Prozent bis 2010 steigern zu wollen. Analysten äußerten sich enttäuscht. Die Aktie setzte sich an das DAX-Ende mit einem Verlust von rund acht Prozent auf 18,58 Euro.

Gewinn wächst langsamer

Auch für 2010 rechnet E.ON nicht mit einer Besserung des wirtschaftlichen Umfelds. Daher schraubte der Konzern seine Prognose für das bereinigte EBIT um 1,4 auf 11 Milliarden Euro zurück. Dies entspreche einer Steigerung von knapp 10 Prozent auf der Basis des aktuellen Portfolios. 2009 soll der operative Ertrag das Niveau von 2008 erreichen.

2008 konnte E.ON EBIT steigern

Im vergangenen Jahr hatte E.ON den bereinigte Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBIT) um 7,3 Prozent auf etwa 9,9 Milliarden Euro gesteigert und damit leicht über den Analysten Erwartungen von 9,4 Milliarden Euro gelegen. Als Gründe für die gesenkte Prognose gab der Konzern geringer erwartete Absätze im Strom- und Gasgeschäft als Folge der Wirtschaftskrise, Auswirkungen der Regulierung im Energiemarkt, negative Währungseffekte und niedrigere Ergebnisbeiträge neuer Markteinheiten an.

Analysten sind negativ überrascht

Die Analysten von JPMorgan bewerteten die niedrigeren Ziele in einer ersten Einschätzung als "sehr negativ", da sie deutlich unter ihren sowie unter den Markterwartungen lägen. "Es wäre schön, dem Management eine übergroße Vorsicht zu unterstellen - in Wirklichkeit stellt der neue Ausblick aber unsere und die Annahmen des Marktes über das Ergebnispotenzial von E.ON in Frage."

Umsatz deutlich gesteigert

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern auch dank milliardenschwerer Zukäufe seinen Umsatz um 26 Prozent auf 86,8 Milliarden Euro gesteigert und lag damit deutlich über den Erwartungen von 78,8 Milliarden Euro. E.ON hatte im vergangenen Jahr unter anderem für knapp 12 Milliarden Euro Beteiligungen der Konzerne Endesa und Enel in Spanien, Frankreich und Italien übernommen. Darauf mussten aber bereits 1,8 Milliarden Euro abgeschrieben werden. Auf die schwierigere Lage hat Vorstandschef Wulf Bernotat reagiert: Vor einem Monat kündigte er ein Sparprogramm an, das bis 2012 die Kosten um 1,5 Milliarden Euro drücken soll.

E.ON will Netz modernisieren

Etwa ein Drittel der Investitionen plant E.ON für die Modernisierung und den Ersatz von Netzen und Kraftwerken in Deutschland und Großbritannien, den Rest für Wachstum. Schwerpunkt soll dabei der Bau von Kraftwerken in den Niederlanden, Belgien, der Slowakei und Russland sein. Bis 2010 will E.ON sein Stromnetz in Deutschland veräußern. Weiterhin werde der Verkauf der Stadtwerke-Holding Thüga erwogen. Weitere Beteiligungen sollen auf den Prüfstand kommen.

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