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Weitere Hoffnung am Aktienmarkt

22.03.2009, 16:58 Uhr | mmr, dpa-AFX, t-online.de

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse (Foto: dpa)Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse (Foto: dpa) Der deutsche Aktienmarkt dürfte in der neuen Woche Analysten zufolge seinen jüngsten Aufschwung noch ein wenig fortsetzen. Dem gestiegenen Optimismus stehen jedoch auch kritische Stimmen entgegen, die eine erneute Verschnaufpause auf dem Weg nach oben erwarten. Mögliche Gewinne bei Finanztiteln könnten durch negative Nachrichten aus der Realwirtschaft wieder aufgezehrt werden, hieß es. Viele Experten betrachten zudem das jüngste Kursplus am Aktienmarkt nur als kurzes Aufflackern, das kaum Hoffnung auf eine nachhaltige Wende zum Positiven verspreche.

Anleger werden optimistischer

"Ich kann mir vorstellen, dass der positive Trend in den nächsten Tagen anhält und der DAX die Marke von 4160 bis 4200 Punkte testet", sagt Klaus Stabel, Leiter der Research-Abteilung bei ICF Kursmakler gegenüber "Financial Times Deutschland". Zuversichtlich stimmt ihn vor allem das veränderte Anlegerverhalten. So hätten in der abgelaufenen Woche vor allem Bankwerte und Aktien zyklischer Branchen zu den Gewinnern gezählt, während defensive Titel wie Pharma-Aktien zu den größten Verlierern gehörten. "Dies spricht dafür, dass die Anleger wieder optimistischer werden", sagt Stabel.

Anhaltende DAX-Aufwärtsbewegung

Die Experten der Landesbank Berlin (LBB) sind der Auffassung, dass sich der jüngste Kursanstieg durchaus noch fortsetzen könnte. Vom bisherigen Ausmaß her weise die Aufwärtsbewegung noch immer den Charakter einer andauernden, technischen Gegenbewegung auf. Insofern stelle die nächste Hürde, die der DAX überwinden müsse, die Marke von 4200 Indexpunkten dar.

Investoren wagen sich aus der Deckung

Dass es mit den Kursen etwas weiter bergauf gehen könnte, ist auch die Auffassung von Helaba-Analyst Markus Reinwald. Zwar hielten sich institutionelle Investoren bei Aktien nach wie vor extrem zurück. Falls sich die jüngste Stabilisierung am Aktienmarkt jedoch verstetigen sollte, dürften sich mehr Investoren wieder aus der Deckung wagen, die bislang einen Großteil ihrer Mittel in sicheren Terminanlagen parkten.

Krise noch nicht beendet

Allerdings sei es noch zu früh, um die Finanzmarktkrise bereits für beendet zu erklären, ergänzten die LBB-Experten. Keineswegs ausgeschlossen erscheine es zudem, dass die Marktteilnehmer die jüngsten Aktivitäten der Fed kritischer beurteilen. So könnten die Anleger die unkonventionellen Maßnahmen der Währungshüter nicht nur als Zeichen der Entschlossenheit deuten, das zur Wirtschaftsunterstützung Notwendige zu tun. Vielmehr könnten die Beschlüsse als Hinweis darauf gewertet werden, dass die US-Notenbank bereits Erkenntnisse hat, denen zufolge sich die Wirtschaft deutlich schlechter als bislang angenommen entwickelt.

Unsicherheiten vor Quartalssaison

So gibt es auch skeptische Stimmen von Analystenseite. Angesichts des kurz bevorstehenden Starts der Quartalsberichtssaison in den USA hielten sich die Anleger erfahrungsgemäß mit stärkeren Engagements zurückhalten, sagte etwa Felix Adrian, Leiter Aktienportfolio-Management bei der Cominvest. Zudem sei nicht auszuschließen, dass klassische Industrie-Unternehmen ihren Konsolidierungskurs noch verschärften und es nicht bei der Ankündigung von Kurzarbeit beließen, sondern auch verstärkt auf Personalabbau setzten. Andererseits jedoch könnten neben der US-Notenbank (Fed) auch andere Notenbanken weitere unkonventionelle Maßnahmen wie den Ankauf langfristiger US-Staatsanleihen ergreifen und damit - wie schon an den Vortagen - die Notierungen von Banken und Versicherungen stützen.

Neue Bewährungsprobe am Aktienmarkt

Unter dem Strich ähnlich skeptisch äußerten sich die Experten der DZ BANK. Sie deuten die Kurserholung der letzten Tage als vorübergehende technische Reaktion auf den anhaltenden Abwärtstrend. Obwohl sich der Nachrichtenfluss aus der Konjunktur zuletzt etwas gebessert habe, sei ein Ende der Rezession noch nicht in Sicht. Im Gegenteil dürften die Wirtschaftsdaten kurzfristig weiterhin schlecht ausfallen und die Aktienmärkte damit erneut einer Bewährungsprobe unterziehen. Deshalb sollte das Erholungspotenzial vorerst begrenzt ausfallen, fuhren die DZ-BANK-Analysten fort.

Unsicherheit vor Veröffentlichung des ifo-Index

Anlass zur Sorge dürfte Börsianern zufolge auch der am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden ifo-Geschäftsklimaindex bieten. Dieser werde wohl noch nicht der erhoffte Vorbote des kommenden Aufschwungs werden, schrieb Analyst Stefan Mütze von der Helaba in einer aktuellen Studie. Zwar dürften sich die Erwartungen zum dritten Mal in Folge verbessert haben, die Beurteilung der aktuellen Lage sei allerdings sicherlich nochmals schlechter ausgefallen.

Bilanzzahlen im Fokus

Ansonsten legen viele Unternehmen in dieser Woche ihre Geschäftszahlen für 2008 vor. Die Überraschungen dürften sich jedoch in Grenzen halten, da viele Firmen bereits Eckdaten vorgelegt hätten, sagten Händler. Erste Zahlen für 2008 präsentiert hingegen am Montag der Triebwerksbauer MTU . Dieser hat im vergangenen Krisenjahr nach Einschätzung von Analysten Gewinn und Umsatz gesteigert. Für das laufende Jahr erwarten Experten allerdings Belastungen durch die MTU-Beteiligung am wankenden Militärtransporter-Projekt A400M und den einbrechenden Luftverkehr. Am Mittwoch und am Donnerstag berichten dann der größte deutsche Reiseveranstalter TUI und das Kriseninstitut Hypo Real Estate (HRE) über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Neuerungen in den Indizes

Schließlich rücken am Montag einige Index-Veränderungen an der Börse in den Fokus der Berichterstattung. So werden der Gesundheitskonzern Fresenius und der Versicherer Hannover Rück erstmals im DAX gehandelt. Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon und die der Postbank hingegen werden zugleich den DAX verlassen. Während die Postbank ab sofort im MDAX notiert und dort Fresenius ersetzt, kommt Infineon in den TecDAX und nimmt den Platz von Manz Automation ein.

Woche mit Gewinnen beendet

Am vergangenen Freitag hatte der deutsche Aktienmarkt mehrheitlich im Plus geschlossen. Wegen des großen Verfalls an den Terminmärkten war der Handel von deutlichen Kursschwankungen geprägt. Der DAX schloss mit 0,6 Prozent höher bei 4068 Punkten. Im späten Handel gab der deutsche Leitindex allerdings wieder nach: der LDAX notierte bei 4025 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte schloss fast unverändert bei 4407 Zählern, und der Technologiewerte-Index TecDAX stieg um 0,8 Prozent auf 437 Punkte. Das Anleihen-Barometer Bund-Future notierte derweil mit 0,7 Prozent wieder deutlich im Plus bei 124,66 Euro. Der Euro verbilligte sich leicht auf 1,3581 Dollar. Die Feinunze Gold kostete am Abend 955,50 Dollar und ein Barrel leichtes US-Öl stand bei 52 Dollar.

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